FAQ – Oft gefragt – hier beantwortet

Liebe (zukünftige) WurmkistenbesitzerInnen, gerne beantworten wir eure Fragen. Das Allerwichtigste findet ihr in der Betriebsanleitung. Viel Hilfreiches findet ihr untenstehend in den FAQs. Wir geben uns viel Mühe und aktualisieren die Inhalte regelmäßig mit unseren neuesten Erkenntnissen. Wenn die Frage noch offen bleibt, freuen wir uns über eine Nachricht:

  • Fragen zu deiner Bestellung oder Lieferung: bestellung@wurmkiste.at
  • Fragen rund um Würmer, Wurmkiste oder Worm Bag: hilfe@wurmkiste.at

WICHTIG: Um deine Frage rasch und treffsicher beantworten zu können, brauchen wir ein Foto von der offenen Wurmkiste und folgende Infos:

  1. Welches Wurmkisten-Modell ist es? Als Selbstbauset oder als fertige Wurmkiste bestellt?
  2. Wann wurde die Wurmkiste gestartet?
  3. Wo steht die Wurmkiste?
  4. Wie riecht die Wurmkiste?
  5. Wo befinden sich die Würmer?
  6. Wie ist die Feuchtigkeit in der Wurmkiste? (mittels Faustprobe ermitteln)
  7. Was wurde in den letzten 4 Wochen hauptsächlich gefüttert?
  8. Machen (mind.) 20 % des Futters Karton- und Papierschnipsel aus?
  9. Wann war die letzte Mineralmischungsgabe?
  10. Ist regelmäßig Wurmtee in der Wurmteetasse?
  11. Verwendest du eine Hanfmatte bzw. 1 Lage Zeitungspapier um die oberste Schicht abzudecken?
  12. Falls Fliegen das Problem sind: Bitte versuche sie eindeutig zu identifizieren

Wir werden deine Anfrage so rasch wie möglich beantworten, versprochen :-)

Fragen zur Wurmkiste vor der Bestellung

Für die normale Wurmkiste gilt: Dort wo du dich selber gerne länger aufhältst, passt es auch für die Würmer in der Kiste gut. Also im Sommer wäre direkte Sonne zu viel und im Winter wären Temperaturen unter +5 Grad zu kalt. Auch vor Niederschlag soll sie geschützt sein. Das selbe gilt für den Urban Worm Bag/Wurmsack.

Die Familienwurmkiste hingegen hält es draußen das ganze Jahr über gut aus, da ihre Isolationsfähigkeit um ein Vielfaches besser ist. Im Sommer sollte sie aber trotzdem nicht in der prallen Sonne stehen. Im Winter kann sie draußen bleiben, nur muss man wissen, dass die Würmer aufgrund der niedrigeren Temperaturen langsamer arbeiten.

Sollte es in deiner Wohnung im Sommer auch um die 30 Grad warm werden, empfehlen wir, die Wurmkiste zu kühlen: eine Pet-Flasche mit Wasser füllen und über Nacht ins Gefrierfach geben. Morgens dann die gekühlte Flasche in die Wurmkiste geben um für Erfrischung zu sorgen.

Ja, das geht durchaus. Wenn die Temperaturen auch im Winter nicht unter +5 Grad sinken, ist es sogar optimal.

Die Mikroorganismen beginnen gleich mit dem Verwerten des Biomülls. Durch die regelmäßig Fütterung kommt auch kein Geruch auf, da alles gut durchlüftet ist und sich die Würmer gut bewegen können.

Du brauchst deswegen nicht deine Beziehung auf’s Spiel setzen – kommt doch einfach bei der nächsten Messe, bei der wir ausstellen, vorbei. So kann jeder mal Kontakt zu Kiste und Würmern aufnehmen und wir zeigen gerne alles vor.

Da über 90 % der von uns verkauften Wurmkisten in Betrieb sind werden so 500 Tonnen Biomüll pro Jahr in feinsten Wurmhumus umgesetzt. Kein unnötiger Transport, keine verloren gegangene Ressourcen und richtig gute Erde. Das macht durchaus einen Unterschied :-)

Regelmäßig, am besten 1x pro Tag füttern. Kleingeschnittene Reste von rohen Obst und Gemüse sollten den Hauptbestandteil ausmachen. ¼  der Futtermenge sollten Schnipsel von Karton und Zeitungspapier sein.  Nicht mehr als ein Drittel der Futtermenge sollte aus Kaffeesatz bestehen. Falls der Kaffeesatz sehr trocken ist, ev. mit Sprühflasche befeuchten. Biomüll mit Hanfmatte oder Zeitungspapierlagen bedecken, um Feuchtigkeit im Biomüll zu halten. Würmer fressen keine trockenen Schalen.

Bitte keine schimmelige Obst- und Gemüsereste füttern. Ebenso ungeeignet sind Brot, Getreideprodukte und Zitrusfrüchte.

Hier findet ihr noch mehr Tipps und Ratschläge, zum Lieblingsfutter der Würmer: https://wurmkiste.at/richtig-kompostieren/

1 Woche: kein Problem

2 -3 Wochen: gib Futter für etwa eine Woche und auch ausreichend Karton- und Papierschnipsel in die Kiste. Gut befeuchten!

4 Wochen und länger: Suche einen Wurm-Sitter :-)

Achte auf jeden Fall noch, dass die Kiste nicht austrocknen kann, wenn du weg bist und befeuchte eventuell noch mal vor deiner Abreise. Optimaler Standort während deiner Abwesenheit ist Badezimmer, Keller und Vorraum (weniger Sonneneinstrahlung).

1) grüne kiste (samt Inhalt) aus der Holzkiste entnehmen und beiseite stellen

2) fertigen Humus aus der Holzkiste mit den Händen entnehmen, ev. darin verbleibende Würmer aussortieren und in die grüne kiste geben

3) Inhalt der grünen Kiste in die Holzkiste vorsichtig umleeren

4) wieder Starten: so lange in die Holzkiste füttern, bis die grüne Kiste wieder bündig mit dem oberen Rand der Holzkiste abschließt

5) wenn das der Fall ist, wieder die grüne Erntekiste einsetzen und ab dann wieder dort hinein füttern.

Man kann zu viert auf einer Kiste tanzen, auch auf der mit Rollen. Wir habens getestet :-)

Theoretisch ja. Praktisch sprechen aber zwei Gründe eher dagegen. Zum Starten der Wurmkiste braucht man um die 500 Würmer, sie sollen der richtigen Gattung angehören (Kompostwurm).

Sicher, nur bitte regelmäßig auf ausreichende Feuchtigkeit mittels Faustprobe in der Kiste achten.

Wenn die Wurmkiste im trockenen Zimmer steht, hält sie bis zu 15 Jahre. In eher feuchter Umgebung bis zu 7 Jahre. Es sind Kompostwürmer, keine Holzwürmer.

Wir haben lange daran gearbeitet und intensiv getestet um eine Wurmkiste anbieten zu können, die auch wirklich funktioniert und an der man lange Freude hat. Sie wird in Österreich in Zusammenarbeit mit einem integrativen Betrieb gefertigt und es steckt viel Handarbeit darin. Unsere Wurmkiste mag auf den ersten Blick durchaus simpel erscheinen, ihr Innenleben ist aber technisch ausgeklügelt. Zudem bieten wir Support nach dem Kauf.

Auf jeden Fall freuen wir uns über jede neue Wurmkiste, die in Betrieb genommen wird und funktioniert und so Biomüll in Humus verwandelt – egal von uns oder selbst gebaut! Wichtig ist die Erfahrung, dass Wurmkompostierung funktioniert und noch viele Möglichkeiten darin stecken.

Fragen zur Lieferung

Bevor die Würmer auf die Reise gehen, werden sie von uns gut gefüttert und wir sorgen für die notwendige Feuchtigkeit im Substrat. So würden sie theoretisch eine längere Reise von 4-5 Wochen überstehen. Im Normalfall kommen die Würmer aber innerhalb weniger Tage bei Dir an. Mit unserem Lieferpartner haben wir auch den Versandweg so weit besprochen, dass die Pakete nie über längere Zeit im Lieferwagen gelagert sind und sie somit auch nicht auskühlen bzw. überhitzen können. Wenn Sie über Nacht gelagert sind, passiert das im temperierten Versandlager und nicht im Lieferauto.

Bitte benutze den Tracking-Link, den du per Email bekommen hast. Dort findest du meist eine Antwort. Es kann bis zu 24 Stunden dauern bis die erste Info angezeigt wird. Wenn nicht, dann wende dich an unseren Versandpartner oder direkt an uns: bestellung@wurmkiste.at

Du kannst uns bei der Bestellung im Kommentarfeld einen Wunschdatum angeben, wann wir das Paket verschicken sollen. Unser Versandpartner holt die Pakete immer Dienstag und Mittwoch früh bei uns ab. Insofern können wir auf deinen Wunsch eingehen. Kurz nachdem dein Paket losgeschickt wurde, erhältst du deine Sendungsnummer mit Tracking-Link und kannst du dein Paket bis zu dir verfolgen.

Wir bearbeiten die Bestellungen immer montags und dienstags. Die Pakete verlassen in der ersten Wochenenhälfte unsere Werkstatt, werden mit der Post/DHL verschickt und deine Wurmkiste/Würmer kommen somit ziemlich wahrscheinlich noch vor dem Wochenende bei dir an.

Wenn du deine Bestellung am Wochenende abschließt und auch bezahlst, erhälst du dein Paket innerhalb der nächsten Woche. Wenn uns deine Bestellung und Zahlung allerdings erst nach Dienstag Früh erreicht, brauchen wir eine Woche, bis deine Bestellung bearbeitet werden kann.

Fragen zur Wurmkiste im Betrieb

Der wichtigste Schritt ist es, die Fliegen eindeutig zu identifizieren.

Die 2 häufigsten Fliegen sind Fruchtfliegen und Trauermücken; diese sollte man am besten gleich bei einem beginnenden Befall in den Griff bekommen und nicht zuwarten. Manchmal treten auch Stubenfliegen auf.

Fruchtfliegen:

Sie lieben Obst und jeder kennt sie, wenn sie sich im Sommer über die Obstschale hermachen. Ihr Körper ist etwas durchscheinend, sie haben leicht rötliche Augen und sie können 0,5 bis 1,5 mm groß sein. Ein gutes (vorbeugendes) Gegenmittel ist es, die Bioabfälle gleich zu verfüttern und nicht in einer herumstehenden Schale länger zu sammeln. Das käme einer Einladung für die Fruchtfliegen gleich, ihre Eier dort abzulegen. Eine Hanfmatte, um die oberste frische Schicht Biomüll gut abzudecken, ist sehr sinnvoll, da dies die Ei-Ablage für die Fliege erheblich erschwert. Eine Fruchtfliege kann 2-3 Monate alt werden und pro Tag bis zu 100 Eier legen. Vom Ei bis zum eierlegenden Weibchen dauert es gerade mal 10 Tage.

Sobald die Fruchtfliegen-Saison startet (also die ersten Fliegen bei der Obstschale kreisen), empfiehlt es sich, gleich eine Fruchtfliegenfalle aufzustellen. So können sie sich nicht ungehindert ausbreiten. Fruchtfliegen lassen sich im Sommer leider nur sehr schwer vermeiden, da ihre Eier quasi auf jeder Schale sitzen. Bei Fruchtfliegen IN der Wurmkiste, kann auch eine Falle direkt in die Kiste gestellt werden.

Folgende Schritten helfen dabei – wenn man sie konsquent befolgt – Fruchfliegen zu vertreiben oder auf ein gut verträgliches Maß zu reduzieren:

  1. Frische Hanfmatte verwenden, oberste Schicht Bio-Abfälle in der Wurmkiste damit abdecken. Fruchtfliegenfalle neben der Obstschale und in der Wurmkiste aufstellen. Den Bioabfall ev. vor dem Füttern im Kühlschrank oder in der Gefriertruhe sammeln, um die Fliegeneier zu zerstören.
  2. Bei einem starken Befall: siehe Punkt 1. und Keine Obstreste mehr füttern. Der darin enthaltene Zucker würde weitere Fliegen magisch anziehen. Es empfiehlt sich, die frischen Bio-Abfälle im anderen Material in der Wurmkiste zu vergraben. (Das ist natürlich nur bei einem höheren Füllstand möglich). Eine weitere Möglichkeit wäre, um die vorhandenen Eier auf den Schalen loszuwerden, die Bio-Abfälle zunächst einzufrieren, dann wieder aufzutauen und erst dann zu verfüttern. (Diese Methode ist natürlich weniger CO2-neutral und daher eher nicht zu empfehlen).
  3. Bei einem sehr starken Befall:  2-3 Wochen Futterstop einlegen! Dazu erstmal Kartonschnipsel vorsichtig in die oberen Schichten einarbeiten und befeuchten. 1-2 Esslöffel Mineralmischung drüberstreuen. Anschließend 1 Seite Zeitungspapier drauflegen, welches bis in die Ecken reicht. Zeitungspapier mit Sprühflasche befeuchten und 5-8 kleine Luftlöcher mit dem Finger reinstechen. Dann mit einer Hanfmatte abdecken. Essig-Falle in eine Ecke in die Wurmkiste auf das Zeitungspapier stellen, Hanfmatte dafür dort etwas zur Seite schieben. Alle 2-3 Tage Wurmkiste kontrollieren: passt die Feuchtigkeit? geht es den Würmern gut? …und bei dieser Gelegenheit 15-20 Minuten lüften. Wichtig: Beim Aufmachen gleich eingeschalteten Staubsauger bereithalten, den Deckel der Kiste einen Spalt öffnen und gleich mit dem Staubsauger-Rohr absaugen, um so viele Fliegen wie möglich zu erwischen. Essig-Falle erneuern und wenn das Zeitungspapier löchrig wird, eine neue Seite drauflegen. Wenn die Fruchtfliegen weniger werden, die “Kur” noch etwas fortsetzen, um auch den nächsten Schlüpf-Zyklus zu erwischen. Keine Angst, deine Würmer werden nicht gleich verhungern, aber die Fliegen merklich weniger. (Natürlich ist eine Wurmkiste vorranging dazu da, die Bio-Abfälle in wertvollen Wurmhumus zu verwandeln. Wenn man sich aber nur noch über die Fruchtfliegen ärgert, ist dieser Schritt natürlich wichtig.)

Trauermücken/Dungmücken:

Die natürliche Aufgabe dieser etwa 2 bis 5 mm kleinen “schwarzen Käfer” ist die Zersetzung von abgestorbener Biomasse, womit sie grundsätzlich sehr nützlich sind. Allerdings vermehren sie sich sehr schnell und werden so – wenn man nichts gegen sie tut – rasch unangenehm. Zu feucht gehaltene Wurmkisten sind meist stärker betroffen.

Folgende Schritte helfen dabei, Trauermücken zu vertreiben oder auf verträgliches Maß zu reduzieren:

  1. Leichter Befall (bis zu 20 Mücken beim Öffnen des Deckels ersichtlich): Gelbtafel auf Deckelinnenseite anbringen (im Gartenmarkt erhältlich). Die herumkrabbelnden Mücken  mit einem Tuch wegwischen oder absaugen. Das reduziert die Anzahl deutlich.

  2. Schwerer Befall (mehr als 20 Mücken): Die Wurmkiste für 1-2 Wochen in den Abstellraum oder in den Keller stellen. Neemöl mit Wasser verdünnen und in eine Sprühflasche geben (erhältlich bei uns im Onlineshop). Über 2 Wochen konsequent täglich sparsam zweimal direkt auf die Fliegen am Deckel und in der Kiste sprühen (Bei Deckel mit Stoffbezug, ev. herabtropfende Flüssigkeit auffangen, damit der Stoff trocken bleibt). Dadurch unterbricht man den Vermehrungszyklus. Den Würmern schadet das Öl in dieser Verdünnung nicht, es wirkt aber generell gut bei unerwünschtem Larvenbefall, u.a. von Trauermücken. Ein vorübergehender Bioabfall-Futter-Stopp für diese Zeit, erhöht die Effektivität der Neem-Öl-Behandlung. Zusätzlich kann die oberste Schicht Biomüll mit einem großen Blatt Zeitungspapier oder Karton abgedeckt werden (auch auf die Ecken achten und „abdichten”), um die Larven am Ausfliegen zu hindern. Wenn auch Topfpflanzen befallen sind, müssen diese wegen möglicher Reinfektion mitbehandelt werden. ACHTUNG: Der Einsatz von Neemöl erhöht die Feuchtigkeit: Der zunehmenden Nässe in der Kiste mit Kartonschnipsel-Fütterungen entgegensteuern.

  3. Frosttherapie: Bei kälteren Außentemperaturen (-5°C bis +3°C) kann man die Wurmkiste über Nacht mit geschlossenem Deckel draußen stehen lassen und am Morgen bei Tageslicht für ein paar Stunden den Deckel öffnen. Kaltes und trockenes Klima mögen die Trauermücken gar nicht. Da diese Behandlung nur für wenige Tage durchgeführt wird, haben die Würmer in der Zwischenzeit die Möglichkeit sich nach unten zurück zu ziehen.

  4. Letzte Möglichkeit: Die aufwändigste Möglichkeit ist ein Austausch der Erde (zum Neustarten kann auch gerne ein Kokosblock, siehe Onlineshop, verwendet werden) inklusive Würmern nach einer Reinigung und Ruhepause (zwei Wochen) der Wurmkiste. Nimmst du deine bestehende Wurmpopulation, am besten die Würmer kurz waschen, sodass man kein Substrat mit Larven mit in die neue Kiste übersiedelt.Trauermücken:

Immer wieder werden auch Nematoden zur Bekämpfung von Trauermückenlarven empfohlen. Wir haben dies mehrfach getestet, und im Gegensatz zur Anwendung in Topfpflanzen, konnten wir in der Wurmkiste leider keine guten Erfolge erzielen.

Stubenfliegen: Im Sommer kann es vorkommen, dass eine Stubenfliege die Wurmkiste als Kinderstube attraktiv findet. Dem kann man einfach vorbeugen, dass man beim Lüften der Kiste ein Leintuch oder Fliegennetz über die Kiste hängt. Somit findet die Fliege keinen Zugang und die Würmer bekommen trotzdem Frischluft :-)

Hier noch ein Video mit weiteren hilfreichen Tipps:

Ja, kann durchaus funktionieren. Wenn trotzdem vermehrt Enchyträen auftreten ist es nicht ausreichend.

Wenn du die Eierschalen nicht pulvrig vermahlen kannst oder magst, kannst du sie auch zB mit der Rückseite eines Löffels möglichst klein zerdrücken und in die Wurmkiste füttern. Sie ersetzen dann allerdings nicht die Mineralmischung. Da es ca. 2 Jahre dauert, bis die Eierschalen zersetzt sind, wirst du sie auch noch bei der Humus-Ernte nach ca. 6 Monaten sehen können.

Gönne deinen Würmern mal ein bisschen Ruhe, grabe nicht in der Kiste herum bzw hebe die grüne Kiste nicht mehr heraus nachdem du sie eingesetzt hast. Sie könnten denken, da ist ein großer Fressfeind und sie verkriechen sich. :-) Wenn das nicht das Problem sein kann, dann entnimm einen Teil des fertigen Substrats samt Würmern aus der Holzkiste und gib sie in die grüne Kiste.

Die Würmer schlängeln sich durch den Biomüll, es sind kleine Würmer und Kokons zu sehen und es gibt keinen auffallenden Geruch.

Ja, und es ist ein gutes Zeichen! Die Würmer lieben die Hanfmatte, da sie für ein ausgewogenes Klima in der Wurmkiste sorgt und Austrocknung vorbeugt. Sie wird immer mehr durchlöchert und schließlich mitgefressen. Als Alternative kannst du einige Lagen Zeitungspapier oben drauflegen oder ein neues Nachrüstset bestellen.

Die Menge bzw. das Aufkommen des Wurmtees hängt von der Futterart, dem Standort und seit wann die Kiste in Betrieb ist ab. In den ersten 2-3 Monaten ist das Ausbleiben des Wurmstees völlig normal. Wenn du aber unbedingt Wurmtee möchtest, schütte 1 Glas Wasser rein – tadaaaaaa! :-) (Bitte nicht zu oft machen)

Pilze entwickeln sich aus Sporen. Diese sind in der Luft und generell überall zu finden. Auch in der Wurmkiste siedeln sich solche Sporen an. Da es im Wurmzuhause meistens feucht und warm ist und somit die optimalen Bedingungen für das Pilzwachstum gegeben sind, kann sich auch ein Pilz ausbilden. Meistens findet man ihn in der Wurmteetasse. Dieser ist ganz ungefährlich. Einfach entfernen und entweder wieder in die Wurmkiste oder in den Restmüll geben. Besonders kurz nach dem Start kann dieses Pilzwachstum auftreten, wenn sich die Mikrobiologie in der Kiste weiter entwickelt hat, kommen Pilze eigentlich nicht mehr vor – also einfach ein wenig Geduld. Aber bitte nicht Verzehren. :)

Vereinzelt ist es völlig normal, wenn es mehr als 100 sind, ist es alarmierend. Entweder es ist zu heiß oder zu sauer in der Kiste. Entferne bitte einen Teil des Biomülls, lasse den Deckel bei Tageslicht offen und kontrolliere Temperatur und Feuchtigkeit. In seltenen Fällen können auch Vibrationen (Waschmaschine) auch ein Auslöser für die Haufenbildung sein.
Lies dir nochmal die Betriebsanleitung durch ob dir ein Punkt auffällt der nicht passen könnte. Falls sich das Problem nach einer Woche noch nicht gelöst hat ruf bei uns an.

Einmal pro Monat 2 Esslöffel wie Puderzucker auf den Biomüll streuen. Beim vermehrten Aufkommen von Enchyträen gleich mal 1 Esslöffel geben.

Es ist eigentlich nicht notwendig, da die Kartonschnipsel und die Startpopulation durchaus ausreichen. Hochbeeterde in guter Qualität würde gehen. Wir würden aber Erde aus dem Garten oder abgestandenen Pferdemist verwenden. Beim Wurmsack können zusätzlich auch Kokosfasern dazugegeben werden.
Blumenerde wäre eine schlechte Idee – warum findest du hier.

Ja, so lange es keine verholzten Pflanzenteile sind. Die sind zwar nicht schädlich, werden aber nur langsam abgebaut. Hier noch Infos zur Erde.

Trockenheit ist der größte Feind der Würmer. Auch wenn die Kiste oberflächlich (noch) feucht aussieht, kann es gleich darunter anders aussehen. Mache unbedingt die Faustprobe. Wenn diese ergibt, dass alles passt, füttere 2 Esslöffel Mehl pro Woche. Dies lockt sie nach oben und meist stellt sich heraus, das sie sich nur versteckt haben.

Eigentlich nicht. Die Würmer passen sich der Kistengröße und der Futtermenge an und haben eine Maximaldichte, ab der sie sich nicht mehr vermehren. Du kannst aber natürlich Würmer an Freunde weitergeben, die auch eine Wurmkiste starten möchten. Und wenn du wirklich, wirklich viele hast, kannst du sie uns verkaufen. Wir zahlen 1,9 Cent pro ausgewachsenem Wurm.

Hier ein Video zu den Mitbewohnern der Würmer und eins zu Fliegen:

Versuche die “Käfer” zu identifizieren. Bei normalen Mitbewohnern musst du nichts tun, bei unerwünschten Gästen versuche die Ratschläge rasch umzusetzen, dann sollte bald wieder alles im Gleichgewicht sein.

Es sind vermutlich die austreibenden Samen vom letzten Kürbis oder ähnliches :-) Du kannst die Triebe einfach umknicken und alles in der Kiste lassen. Die Würmer werden sich gewissenhaft darum kümmern.

Wie man so schön sagt, die Dosis macht das Gift.
Wir empfehlen es nicht, Gebleichtes als fixen Futterbestandteil aufzunehmen. Wenn hin und wieder ein Taschentuch oder ein paar Stücke der Küchenrolle im Wurmzuhause landen, macht ihnen das jedoch nichts.

Ja. Wenn sie feucht genug und abgedeckt sind, wird es in der Wurmkiste zersetzt.

Theoretisch ja. Möglich sind vegane Reste wie ausgekochtes Gemüse. Primär sollten aber rohe Obst- und Gemüsereste, sowie Karton- und Papierschnipsel gefüttert werden.

Knoten- oder Haufenbildung deutet auf Stress hin. Es kann zum einen sein, dass es zu trocken, zu heiß (über 35°C) oder das Milieu zu sauer. Ein anderer Grund wären zb. unangenehme Vibrationen (z.B. von der Waschmaschine, wenn die in unmittelbarer Nähe steht oder häufige Spazierfahrten durch die Wohnung :-)

Wenn der Grund Wärmeentwicklung sein könnte, dann war die Futtermenge zu groß oder das Futter zu dicht. Entferne einen Teil des Biomülls, stelle die Kiste wenn möglich an einen kühleren Ort. sorge für passende Feuchtigkeit und lass den Deckel unter tags mal offen. Wenn das nicht der Grund sein kann und auch keine Vibrationen vorhanden sind, dann gib 1-2 Löffel Mineralmischung oben auf den Biomüll und sorge ebenfalls für Belüftung.

Eine matschige Kiste geht oft auf den Ursprung der nicht ausreichenden Luftzirkulation zurück.

Wir empfehlen daher unseren geliebten Kokosblock. Er besteht aus den Fasern der Kokosnussschale und eignet sich perfekt für eine gute Durchlüftung des Substrats. Der Kokosfaserziegel kommt aufgeweicht beim nächsten Erntevorgang ganz unten in das Wurmzuhause. Durch seine groben Fasern lockert er den Inhalt deiner Wurmkiste auf und die Luft kann besser zirkulieren.
Du findest den Kokosblock in unserem Onlineshop:

Das tut uns leid zu hören.

Es ist so, dass es den Würmern sehr selten über Nacht schlechter geht oder sie gar sterben. Es ist meistens eine längere Entwicklung. Ein regelmäßiger Blick in die Wurmkiste und auch mal ein Griff in den Biomüll oder halbfertigen Humus (wenn bevorzugt gerne auch mit Handschuhen) verschafft Klarheit über den Zustand des “Ökosystems Wurmkiste” und der Wurmpopulation.

Um es klar zu sagen: Der effektivste Weg, um die Würmer in den Wurmhimmel zu befördern, ist Trockenheit.
Über längere Zeit ausbleibender Wurmtee, könnte ein Indiz für eine zu trockene Kiste sein. Um sicher zu gehen, muss man aber die Faustprobe machen.

Der zweithäufigste Grund für plötzliches Wurmsterben oder massive Wurmflucht, ist eine stärkere Hitze-Entwicklung. Entweder weil es im Wohnraum zu heiß ist, die Kiste in der prallen Sonne steht oder durch eine zu große Futtermenge. Wenn zu viel Biomüll auf einmal in die Wurmkiste gegeben wird, entsteht dabei Wärme. Am auffälligsten wäre das zB. bei Rasenschnitt.
Im heißen Sommer kann es sein, dass ihr aus dem Urlaub zurück kommt, und durch die Wärmeentwicklung in der Wohung ebenfalls ein Hitze-Schock aufgetreten ist. Dies würde sich durch sehr matschigen, zusammengefallenen Inhalt zeigen und die Würmer wären nicht an der Oberfläche zu sehen. In dem Fall ist die Zugabe von ausreichend Kartonschnipsel notwendig (diese auch vorsichtig untermischen) um das Substrat wieder zu durchlüften. Meist erholt sich die Kiste dann wieder rasch.

Ein dritter möglicher Grund wäre eine Eiweiß- bzw. Kohlenhydratvergiftung, wenn zB. Brot oder Fleisch in der Wurmkiste landet. Die Würmer zeigen in diesem Fall eine eher blasse Verfärbung und teilweise Einschnürungen am Körper. Hier ist es notwendig, das eiweißreiche Material rasch aus der Kiste zu entfernen. 2 Esslöffel Mineralmischung helfen den Würmer dabei sich zu erholen. Feuchtigkeit ebenfalls prüfen!

Es ist aber sehr häufig so, dass sich die Wurmpopulation in die unteren Ecken versteckt hat, um Rückzug zu suchen (speziell bei Hitze oder Trockenheit). Somit lässt sich mit umgehenden Gegenmaßnahmen die Wurmpopulation meist retten und mit ein wenig Pflege sind sie in 1-2 Wochen wieder putzmunter.