Wurmtee ist ein pflanzlicher Flüssigdünger, der Pflanzen mit Nährstoffen versorgt und vor Krankheiten schützt. Im Grunde genommen ist er ein Nebenprodukt der Wurmkompostierung.

 

Was ist Wurmtee?

Als Wurmtee bezeichnet man sowohl Komposttee als auch das Sickerwasser aus der Wurmkiste. Beides hat tolle Eigenschaften und ist außerdem eine wahre Wunderwaffe in der Sprühflasche für jeden Kleingärtner, was Prävention und Abwehr von Schädlingen und Krankheiten bei Pflanzen angeht.

Was ist der Unterschied zwischen Komposttee und Sickerwasser aus der Wurmkiste?

Sickerwasser aus der Wurmkiste sammelt sich sozusagen von selbst in der Wurmteetasse, die sich unter dem Wurmkompost befindet. Darin sammelt sich die überschüssige Flüssigkeit, welche beim Kompostierprozess entsteht, und ist wie ein “Energietrank” für deine Zimmer- & Balkonpflanzen. Der Wurmtee ist reich an Nährstoffen und lebendigen Mikroorganismen und wirkt er daher auch bodenbelebend. Optimalerweise sollte er rasch eingesetzt werden, kann allerdings für kurze Zeit auch in einer (dunklen Glas-) Flasche gelagert werden. Dazu gibst du den Wurmtee in die Flasche und machst ein paar Löcher in den Deckel, damit ein Gasaustausch erfolgen kann. Wie auch beim Wurmhumus gilt: je frischer, desto nützlicher.

In diesem Video erzählt dir unser Wurmkisten-Gründer David, wieso er Wurmtee gerne mit dem Zaubertrank von Asterix & Obelix vergleicht:

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Alternativ dazu kann man aus reifem Wurmhumus auch Komposttee selber machen und als Flüssigdünger einsetzen. Dadurch werden die nützlichen und im Wurmhumus enthaltenen Mikroorganismen gezielt angesiedelt und gefördert. Hierzu löst du einfach etwas Wurmkompost in Flüssigkeit auf und einige Stunden später kannst du den Komposttee schon verwenden.

Rezept für 1l Wurmtee aka. Komposttee:

    • 1 Liter chlorfreies Wasser (Regenwasser ist optimal)
    • 1 EL fertiger Wurmhumus aus der Wurmkiste oder dem Wurmkomposter (erkennt man an der schönen schwarz-braunen Färbung und dem angenehmen Waldboden-Geruch)
    • Den Humus in einen selbstgemachten Stoffbeutel (zB. alte Socken)** füllen, zubinden und wie einen Teebeutel 2 – 12 Stunden in das Wasser geben.
    • Immer wieder kräftig umrühren, um das Wasser mit Sauerstoff anzureichern. Danach als Gießwasser für die Pflanzen verwenden. Die Gefahr der “Überdüngung” im Gegensatz zu anderen Flüssigdüngern besteht dabei nicht.

** Das Verwenden einer Socke ist nicht unbedingt notwendig, damit man den Matsch später nicht in der Gießkanne hat. Manche geben den Wurmtee auch in eine Sprühflasche und hier würden die Düsen verstopfen.

 

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Ein Beitrag geteilt von Die Lösung für deinen Biomüll (@wurmkiste.at)


Wie du siehst, kannst du mithilfe der Wurmkiste ganz einfach die Wunderwaffe Wurmtee selbst herstellen und für deine Pflanzen verwenden. Sie werden es dir bestimmt danken!

 

Wie kann man den Wurmtee verwenden?

Gartenbloggerin Ursula ist überzeugte Anwenderin von Wurmtee aus der Wurmkiste für ihre Jungpflanzen:

“Wie bei einer Impfung kommen all die guten Mikroorganismen, Nematoden und Düngemittel in die Erde.”

 

In diesem Video zeigt und erklärt Ursula euch wie sie den Wurmtee anwendet:

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Auf ihren Blogs zum Thema Gärtnern am Balkon und erzählt euch Ursula mehr über ihre Erfahrungen mit der Wurmkiste und wie sie Wurmkompost und Wurmtee in ihrem Garten und bei ihren Jungpflanzen einsetzt:

 

Mehr Informationen und detailliertes Hintergrundwissen zu Wurmkompost und Wurmtee findest du übrigens in diesem Artikel.

 

Worauf wartest du noch? Bestelle jetzt deine Wurmkiste in unserem Onlineshop und braue deinen eigenen Zaubertrank für deine Pflanzen:

Was versteht man unter Urban Gardening und wie kann mir eine Wurmkiste dabei helfen? Wir liefern dir 5 Tipps zum Gärtnern auf dem Balkon.

 

Was ist Urban Gardening?

Darunter versteht man das Gärtnern auf kleinem Raum d.h. auf dem Stadtbalkon oder der Dachterrasse – ganz nach der Devise, dass auch bei wenig verfügbarem Platz etwas wachsen und ein kleiner Garten entstehen kann. Mit Urban Gardening nutzt du kleine Anbauflächen in der Stadt optimal um Blumen und Kräuter, aber auch Obst und Gemüse selber anzubauen. Dabei zählt jede noch so kleine Fläche, egal ob horizontal oder vertikal.

Hast auch du Lust auf ein bisschen Grün in deinem Innenhof, auf deiner Terrasse, Balkon oder sogar Fensterbrett? Dann ist dieser Trend genau richtig für dich & mit diesen Tipps kannst du dein Urban Gardening Projekt gleich starten.

Schnell wirst du merken, dass Gärtnern mehr als ein tolles Hobby ist und gute Laune macht. Wahrscheinlich entdeckst du bald noch viele weitere Vorteile, denn mit deinem urbanen Gartenprojekt kannst du einfach ein bisschen Farbe & Blumenduft zwischen die grauen Mauern deiner Stadt bringen oder gleich dein eigenes Obst und Gemüse anbauen.

Du verbesserst mit Urban Gardening das Stadtklima sowie die Luftqualität und wenn du sogar dein Essen selbst anbaust, reduzierst du auch noch Transportwege, Verpackungsmüll, giftige Pestizide und gewinnst Raum, um dich an der Natur und in deiner Kreativität auszuleben. Auch wenn es nur ein paar Kräuter sind, die du dir zu Beginn vornimmst, sind diese eine Bereicherung für jeden Salat.

Eine Frau hält ihre von Erde geschwärzten Hände in die Kamera. Sie lächelt. Endlich wieder Erde unter den Fingernägeln!

Unsere 5 Tipps zum Gärtnern auf deinem kleinen Balkon:

 

  1. Pflanzenerde selbst machen

    Mit Wurmhumus, den du durch Kompostierung deiner Grün- & Küchenabfälle in der Wurmkiste gewinnst, kannst du ganz einfach deine (alte) Pflanzenerde aufwerten. Wie das geht, warum du das unbedingt machen solltest und wie du den Wurmkompost am besten zum Gärtnern am Balkon einsetzt, erfährst du hier.

  2. Dünger selber machen

    Mithilfe von Wurmkompostierung kannst du nicht nur hochwertige Pflanzenerde für deinen Urban Garden selbst herstellen, sondern auch Dünger für deine Balkon- & Zimmerpflanzen. Neben dem Wurmkompost sind auch Wurmtee und Komposttee sind wahre Wunderdünger – und das beste: 100% natürlich. Hier findest du die wissenschaftlichen Erklärungen, warum Würmer den besten Dünger machen.

  3. Hochbeet, Vertical garden, Blumenkasten oder Fensterbank

    Die gute Nachricht: Gärtnern funktioniert auch auf einem kleinen Balkon. Denn: ganz egal wie groß dein Urban Garden ist, es gibt für jeden Platz die passende Lösung. Küchenkräuter kannst du zum Beispiel ganz einfach auf die Fensterbank stellen oder mit passenden Töpfen an die Wand hängen. Beete für Vertical Gardening hingegen ermöglichen dir auch auf einem kleinen Balkon, viel Obst & Gemüse anzubauen, wenn du nicht genügend Platz für Beetkästen und Pflanzkübel hast, denn hier werden die Pflanzgefäße übereinander montiert. Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist übrigens der Balkongarten von der preisgekrönten Balkonbotschafterin Birgit Schattling.

  4. Sorten & Standort

    Je nach Lage deiner Außenfläche eigenen sich ganz unterschiedliche Pflanzen. Passe beim Kauf der Samen oder Jungpflanzen daher auf, welcher Standort empfohlen wird und wie viel Platz sie zur Wurzelentwicklung und Entfaltung ihrer Blätter, Blüten und Früchte brauchen.
    Blattsalate und Spinat wachsen super in kleinen Pflanzgefäßen; Tomaten, Paprika, Gurken oder Zucchini brauchen unbedingt etwas größere Pflanztöpfe. Und der Klassiker sind natürlich Gewürze wie Rosmarin, Oregano oder Schnittlauch.

    Pro-Tipp: Achte am besten auf regionale Sorten und Bio-Qualität bei deinen Samen oder Jungpflanzen, sie sind kräftiger und wetterbeständiger.

  5. Weiterverarbeitung der Ernte & wohin mit den Grünabfällen?

    Gurkenschalen, welke Salatblätter, Tomatenstrunk und Paprikagehäuse kannst du nach der Ernte deines Balkongartens übrigens problemlos wieder in die Wurmkiste geben. Diese Grün- & Küchenabfälle sind die Basis für den Wurmkompost, der deine Jungpflanzen im nächsten Frühjahr wieder mit vielen Nährstoffen und Mikroorganismen versorgt. So schließt sich der Nährstoffkreislauf wieder.

 

Ganz egal wie du es nennen magst – sei es Balkongärtnern oder Urban Gardening – es liegt auf jeden Fall voll im Trend und ergänzt sich wunderbar mit der Wurmkiste. Denn so wie der Balkongarten das Gärtnern auf kleinem Raum möglich macht, funktioniert auch die Kompostierung mithilfe der Wurmkiste kompakt, effizient & platzsparend in deiner Wohnung.

 

Du willst mit dem Gärtnern auf deinem Balkon starten? Die Wurmkiste ist die ideale Begleitung für dich und deinen Balkongarten:

 

Pflanzenerden gibt es viele zu Kaufen – praktisch jeder Supermarkt hat sie in großen Plastiksäcken vor dem Geschäft. Hier verliert man schnell den Überblick, denn auch die Begriffe Blumenerde, Bio-Spezial-Dünger, torfreduziert usw. können verwirrend sein. Aber: die beste Pflanzenerde ist selbstgemacht!

In diesem Beitrag erfährst du, worauf es bei der Wahl der Pflanzenerde ankommt, und welche Gründe für die Herstellung deiner eigenen Erde sprechen.

Plastik in der Kompostieranlage

Wusstest du, dass das Plastik aus der Biotonne, sich in deiner gekauften Blumenerde finden lässt? Leider kennen wir alle die Situation, du bringst deinen Biomüll zur Biotonne und entdeckst, dass deine Nachbar*innen zuvor ein „normales“ Plastiksackerl voll mit Küchenabfällen reingeworfen haben. Der Faulheit halber mit dem Sackerl. Was passiert damit auf der Kompostanlage? Im besten Fall wird es aussortiert. In den meisten Fällen allerdings (wegen dem erhöhten Aufwand) wird es gehäckselt und mischt sich unter die fertige Erde. Das kann soweit gehen, dass es nicht mehr sichtbar ist. Ohne zu wissen, schleppst du dir dadurch jede Gartensaison Plastik mit verschiedensten Additiven (BPA) in den Garten. Eine Regulierung oder einen Grenzwert gibt es hier leider nicht. Nach dem Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“

Nährstoffe & Mikroorganismen zählen

Neben Stickstoff, dem wichtigsten Nährstoff für die Pflanze, gibt es weitere Makro- und Mikronährstoffe. Die Pflanze braucht die Makronährstoffe in größeren Mengen und die Mikronährstoffe nur in kleinen Dosen – manche ausschließlich in bestimmten Wachstumsphasen.

Aber es sind nicht nur die Nährstoffe, die zählen. Mindestens genauso wichtig: Die vorhanden Mikroorganismen.Diese sind verantwortlich für die Speicherung von Nährstoffen (Lebendverbau) und den Transport der Nährstoffe zur Pflanze. Und auch für die Kommunikation der Pflanze sind Mikroorganismen im Einsatz: Die Pflanze sendet Botenstoffe aus und teilt so mit, dass sie beispielsweise Phosphor braucht – die Mikroorganismen in der Erde machen sich auf die Suche und transportieren diesen zu Wurzel – im Austausch erhält das Bakterium Zucker, sozusagen als Aufwandsentschädigung.

Leider ist es so, dass in vielen gekauften Erden sehr wenige und einseitige Mikroorganismen zu finden sind. Grund dafür ist die lange Lagerung (bis zu mehreren Jahren) auf betonierten Lagerplätzen, die Sonne, Schnee und Regen ausgesetzt sind. Zudem ist diese Erde meist in Plastiksäcke verpackt, wodurch kein Luftaustausch mehr stattfinden kann. Bakterien brauchen jedoch Sauerstoff.

Somit ist klar: Damit die Pflanze gedeihen kann, braucht sie nicht nur Nährstoffe, sondern auch eine Vielfalt an Mikroorganismen.

Kompostqualität

Wie kann ein 40 Liter Sack Pflanzerde im Baumarkt weniger als 2€ kosten? Die Herstellungskosten müssen unter 0,5€ liegen, da Transport, Handel, Werbung und Steuern den Großteil verschlingen. In der Praxis ist es so, dass die Kompostqualität sehr stark variieren kann. Auch unter hochwertigen Erden kann es vorkommen, dass die Herstellung von Kompost aus Biomüll zu schnell, zu langsam, zu nass oder zu heiß verlaufen ist und somit chemische Verbindungen (Wasserstoffverbindungen) entstehen können, die eher zu vermeiden sind. 2018 haben wir einen Versuch zum Pflanzenwachstum durchgeführt. Neben unseren Wurmkompost kamen auch (scheinbar) hochwertige Erden vom Supermarkt zum Einsatz und auch hier zeigte sich, dass eine den Test nicht schaffte. Je günstiger die Erde ist, desto höher die Chance, dass die Qualität nicht passt.

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Ausgangsmaterial für Kompost

Es gibt verschiedene Methoden, um Kompost herzustellen. Die meist bekannten sind der Biomüll aus der Biotonne, Rasenschnitt und Strauchschnitt. Dazu noch die weniger bekannten wie Torf und Klärschlamm. Torf ist nicht sehr ökologisch, da er kein nachwachsender Rohstoff ist und Klärschlamm beinhaltet Hormone, Chemikalien und Schwermetalle.

Kompost aus den ersten drei genannten Quellen ist unproblematisch. Aber wie kann ich sicher gehen, dass keine Schwermetalle von Klärschlamm in meine Erde kommen oder Torf verwendet wird? Klärschlamm darf nicht in Pflanzenerden, die für Gemüse und Obst beworben werden, enthalten sein. Der Grund dafür ist, dass die Schwermetalle in die Pflanze wandern können und toxisch auf den menschlichen Organismus wirken. Deshalb wird Klärschlamm primär für Blumenerden verwendet. Diese sind auch gleich 1-2 Euro günstiger und leider greifen viele Leute nach der Blumenerde und verwenden sie für’s Gemüse. Und auch wenn die Blumenerde tatsächlich für die Blumen zum Einsatz kommt – was geschieht damit nach der Saison? Meistens wird sie auf den Komposthaufen geschüttet. So bringst du dann diese Problemstoffe in den eigenen Nährstoffkreislauf.

Darum solltest du deine Erde in der  Wurmkiste oder im WormBag am besten selbst herstellen:

  1. Du weißt, was du hineingeworfen hast. Kein Mikroplastik, keine Schwermetalle oder andere Stoffe die du sonst auch nicht essen würdest.
  2. Der Humus wird zu dem Zeitpunkt geerntet, wann er gebraucht wird und ist somit absolut frisch.
  3. Auf und im Kompostwurm leben eine Vielzahl an Mikroorganismen, die sich natürlich auch in der Erde ansiedeln und wichtig für die Pflanzen sind – Wurmhumus ist belebte Erde, die gesunde Pflanzen hervorbringt.
  4. Langfristig gesehen, ist eine Wurmkiste günstiger, als jährlich qualitativ hochwertige Erde zu kaufen. Wer diesen Blogbeitrag gelesen hat, wird wahrscheinlich ab nun nicht mehr zur € 2.- Erde greifen.
  5. Es entsteht kein Plastikmüll, da die Verpackung wegfällt.
  6. Eigene Erde ist nachhaltig ökologischer, da die Transportwege eingespart werden.

 

Spannend! Erzählt mir mehr!

Warum du deine Erde lieber selbst machen solltest, anstatt sie zu kaufen, wie du deine eigene Erde machst und wie du den Wurmkompost als Dünger nutzt, erzählen wir dir hier:

 

Die beste Pflanzenerde ist selbstgemacht!

Kompost ist die beste Pflanzenerde

Damit Tomate, Basilikum und Co. auch gut anwachsen und gedeihen können, braucht es vor allem eins: gute und ausgewogene Anzuchterde bzw. Pflanzenerde. Warum du diese am besten selbst machst, wie das geht und wie du deinen Kompost am besten nutzt, erklären wir dir hier.

 

 

 

Weiterführende Links:
Plastik im Biomüll: https://www.umweltprofis.at/allgemein/wissenswertes/bioabfall_und_kompost.html
Kompostverordnung: https://www.bmnt.gv.at/umwelt/abfall-ressourcen/abfall-altlastenrecht/awg-verordnungen/kompostvo.html

Ein Gastbeitrag von Birgit Schattling, Bio-Balkon. Dort bekommst du noch mehr praktische Anleitung fürs gärtnern mit Wurmhumus, üppige, freudebringende Balkon-Oasen, die eine Wohltat für Menschen, Insekten und Tiere sind. 

Mein Erfahrungen nach 6 Jahren Praxiseinsatz Wurmkompostierung in der Küche und beim Gärtnern auf meinen Berliner Stadtbalkons und fünf Fensterbrettern. 
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Birgits Naschbalkon ist nur 60 cm breit

2015 bezog ich eine der ersten Wurmkisten vom Entwickler David Witzeneder und liebe sie tatsächlich sehr. Wir stehen in einem innigen Verhältnis, ermöglicht sie mir als Stadtgärtnerin in Berlin City doch bestes Wachstum gesunder Pflanzen und große Ernten auf beiden Balkons (4 + 5 m²) und auch auf den Fensterbrettern. Ich bin begeistert, dass wir in unserer Wohnung neben der Selbstversorgung mit (frischen, unverpackten) Salaten, Kräutern, Gemüse, Sprossen und Microgreens einen weiteren nachhaltigen Naturkreislauf veranstalten. Mein Sohn freut sich über weitere Haustiere und baute sich im tollen Workshop mit David eine eigene Wurmkiste, die unter seinem Hochbeet steht. Nach jedem Gemüseschnippeln freue ich mich, dass ich die Reste sofort in die Kiste schmeißen kann, die praktischerweise in der Küche steht und nichts stinkt. Den zarten Geruch nach Waldboden nach dem Öffnen liebe ich. Oft werde ich auf meinen Webinaren und Social-Media-Kanälen gefragt: Warum wächst bei Dir so viel und so üppig? Ganz simpel und einfach: Ich dünge mit Wurmhumus aus der Wurmkiste! Meiner Wurmkiste entnehme ich viermal jährlich jeweils fünf Liter Wurmhumus und versorge damit die Pflanzen. 

Naschbalkon mit Hopfen, Baumspinat, Gewürztages, Wildtomate, Andenbeere, Apfelbaum, Vertikalbeet mit Erdbeere, Sommersalat.

Naschbalkon mit Hopfen, Baumspinat, Gewürztages, Wildtomate, Andenbeere, Apfelbaum, Vertikalbeet mit Erdbeere, Sommersalat.

Für mich als Bio-Gärtnerin kommt nur organische Düngung in Frage, energieintensiv erzeugte mineralische Düngung, wo oft Überdügungen auftreten, scheidet aus. Wir Bio-Gärtner füttern den Boden und halten diesen lebendig. Muss ich jedes Jahr neue Erde kaufen oder anmischen? Nein. Wurmhumus ist eine nachhaltige Variante, die Erde im Frühjahr aufzupeppen oder auch im August, wenn der Anbau von Wintergemüse einsetzt. Eine Auffrischung der Erde gelingt durch Anreicherung mit 10 % Wurmhumus. Für Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini, Paprika, Kohlgemüse sollte 15 % Wurmhumus untergemischt oder auf die Pflanzgefäße obendrauf gestreut und mit einer Gabel eingearbeitet werden. Aber jeweils bei nassem Wetter ohne Sonne, damit die feinen Mikroorganismen überleben. 

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Mein Biotop auf dem Balkon. Naturerlebnis und Ernteglück mitten in der Stadt. Ein Eichhörnchen hat seinen Kobel hier eingerichtet.

Stadtgärtnern, die sich Erdsäcke im Baumarkt/Gartencenter kaufen, ist oft nicht bewusst, dass die Erde aufgrund der Hocherhitzung des Bioabfalls kein Bodenleben enthält, was aber zum erfolgreichen biologischen Gärtnern dazugehört. Wurmhumus, Wurmtee und Komposttee führt unserem Substrat organische Düngung und Bodenleben zu. Unsere Pflanzen wachsen kräftiger, gesünder, sind weniger krankheitsanfällig und die organische Düngung bringt die wichtigen Nährstoffe, ohne dass eine Überdüngung eintritt. Günstig ist ein Mulchen der Pflanzgefäße mit organischem Material, also ein Abdecken mit leicht angetrocknetem Rasenabschnitt, kleingeschnittenen Brennnesseln oder Schafwolle. Das Bodenleben aus dem Wurmhumus ernährt sich vom Mulchmaterial, zersetzt dieses und es wirkt düngend. Es ist ein wichtiger Zusammenhang, dass das Bodenleben, das wir über den Wurmhumus einbringen, Nahrung braucht, was wir über organische Bestandteile im torffreien biologischen Substrat, Schafwollpellets und Mulchmaterial bereitstellen.

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Balkonkasten auf dem Fensterbrett mit Wintergemüse: Winterpostelein, Gundermann, Asia-Salat, Red Giant, Rucola.

Ist es frostfrei, können ganzjährig Pflanzen gesetzt werden. Mutig dürfen mehr als Tomaten, Kräuter und Chili angebaut werden. Aufgrund der Klimaänderung werden die frostfreien Zeiten und damit die Anbauzeiten für Sommergemüse länger. Toll wachsen im Balkonkasten Radieschen, Buschbohnen und Zuckererbsen. Stangenbohnen, Süßkartoffeln, Mexikanische Minigurke und Inkagurke geben einen essbaren Sichtschutz. Im großen Pflanzgefäß wachsen Säulenapfel, Aroniabeere und Felsenbirne, unterpflanzt mit Walderdbeeren und Glockenblumen. Wir dürfen rechtzeitig an den Anbau vom Wintergemüse denken. Super wächst im Balkonkasten Grünkohl und Palmkohl, die im Juni gepflanzt werden. August/September werden Wilde Rauke, Winterpostelein, Barbarakresse, die verschiedenen Asia-Salate wie Mizuna, Green in Snow, Pak Choi, Tatsoi gesät bzw. gepflanzt, damit auch im Herbst und Winter geerntet werden kann. Besonders eingebaute Balkons sind dafür geeignet, weil die Pflanzen nicht wechselndem Niederschlag ausgesetzt sind. Gerade Südbalkons sind prädestiniert für den Anbau von Wintergemüse, weil aufgrund des niedrigeren Sonnenstandes das Licht in den hinteren Ecken zur Verfügung steht. Günstig ist ein Ausnutzen der Vertikale mit Vertikalbeet, wo in mehreren Etagen übereinander gegärtnert wird und richtig viel Salat geerntet werden kann.

Balkonkasten mit Wintergemüse auf dem Fensterbrett Asia-Salat Mizuna, Winterpostelein, Stielmangold, Schnittsellerie.

Balkonkasten mit Wintergemüse auf dem Fensterbrett Asia-Salat Mizuna, Winterpostelein, Stielmangold, Schnittsellerie.

Wenn Du diesen Blogartikel liest, ist immer der geeignete Zeitpunkt für einen Start oder Ausbau. Wurmhumus und Komposttee aus Wurmhumus und Wasser hilft enorm, gute Erträge von gesunden Pflanzen aus gesundem Substrat zu erzielen, weil damit die Erde immer wieder belebt und gedüngt wird. Hast Du noch „alte, gebrauchte“ Erde in Deinen Pflanzgefäßen, dann frische sie mit 10 bis 15 % Wurmhumus auf und lege los. Wir können fast ganzjährig anbauen, Grünblick haben und ernten. Wir benötigen große Pflanzgefäße, beste torffreie Bio-(Gemüse)-Erde, gute biologisch produzierte Pflanzen aus samenfestem Saatgut in Vielfalt. Zu hohen Erträgen von gesunden Pflanzen mit großartigen Geschmäckern verhilft uns das Düngen und Aufpeppen unseres Substrates mit Wurmhumus aus der Wurmkiste. Meine Fotos und die Bio-Balkon-Community beweist es. Ich wünsche Gutes Gärtnern!

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Die Berliner Balkongärtnerin, „Natur im Garten“ Botschafterin, Autorin und Veranstalterin der bisher sieben Online Bio-Balkon Kongresse Birgit Schattling ist Medienpreisträgerin 2018 der Deutschen Gartenbaugesellschaft. 2017 und 2019 war sie für den „European Award for Ecological Gardening“ nominiert. Im gleichen Jahr erhielt sie beim Grüne-Liga-Wettbewerb „Giftfreies Gärtnern“ einen Sonderpreis für Gärtnern auf kleinstem Raum. Sie ist hochschulzertifizierte „Fachberaterin für Selbstversorgung mit essbaren Wildpflanzen“. Ihr Hortus Bio-Balkon gehört zum „Hortus-Netzwerk. Vielfalt. Schönheit. Nutzen.“ – Monatsprojekt August 2019 der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Seit 2018 ist sie Jurorin beim Pflanzwettbewerb „Deutschland summt! Wir tun was für Bienen“. Für den Verlag Gräfe und Unzer schrieb sie den Ratgeber „Mein Biotop auf dem Balkon. Naturerlebnis und Ernteglück mitten in der Stadt“, welches nach vier Monaten bereits eine zweite Auflage erhielt. Birgit Schattling hilft (nicht nur) Stadtmenschen dabei, wieder mehr Grün und Selbstversorgung in die Städte zu bringen. 

Erfahre mehr über Birgits Arbeit: www.bio-balkon.de
Es gibt auch in Kürze (ab 20. August 2021) einen Kongress zum Anbau von Wintergemüse, wo ihr erfahrt. wie ihr auch im Winter Frisches ernten könnt!

 

Ein Gastbeitrag von Marie Gandl, Zero Waste Austria

Meine Würmer sind Zero Heroes. Sie helfen mir tagtäglich, meinen Alltag ein Stück weit nachhaltiger zu gestalten und meinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Doch was hat eine Kiste voll Würmern mit einem nachhaltigen Lebensstil zu tun? Und wie werden dadurch eigentlich Ressourcen eingespart? Hier gibt’s die Antworten:

Jemand, der/die keinen Garten mit Kompost zur Verfügung hat, kennt folgendes Szenario: Man kocht leckeres Essen mit frischen Zutaten, schält und zerkleinert Gemüse, schnippelt noch Obst fürs Dessert und freut sich auf eine ausgiebige Mahlzeit. Was (neben dreckigem Geschirr) nach dem Essen übrig bleibt, sind Küchenabfälle bzw. wertvoller Biomüll, der normalerweise im Restmüll oder in der nicht gerade geruchsneutralen Biotonne landet.

Weniger Müll dank fleißigen Mitbewohnern

Doch seit vor einem halben Jahr rund 500 Kompostwürmer in einer robusten Wurmkiste in meine Wohnung eingezogen sind, hat sich mein Küchenabfall drastisch reduziert. Die fleißigen Mitbewohner zerkleinern den Großteil meiner Gemüse- und Obstschalen, Kaffeesatz und Teebeutel mit Links, arbeiten geruchs- und geräuschlos und produzieren dabei wertvolles, schwarzes Gold: frischen Wurmhumus!

Tatsächlich fressen die Würmer pro Tag rund die Hälfte ihres Eigengewichts an organischen Abfällen. So entstehen in einer Wurmkiste aus 80 bis 200 Litern Biomüll etwa 15 bis 30 Liter Wurmkompost. Bio-„Müll“, der in Städten oft der thermischen Verwertung zugeführt und verbrannt wird, kann durch den Prozess in der Wurmkiste zu einem wertvollen Dünger verwandelt werden. Neben dem schon erwähnten Wurmhumus, der unter Pflanzenerde gemischt werden kann, entsteht auch Dünger in flüssiger Form: der sogenannte Wurmtee. Dieser ist voller Nährstoffe und wunderbar für Zimmer- und Balkonpflanzen geeignet.

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Doch was hat das jetzt eigentlich mit Ressourcenschonung zu tun?

Durch den Verwertungsprozess können Obst- und Gemüsereste, Zeitungspapier-Schnipsel und Kaffeesatz im Kreislauf gehalten werden. Dies hat viele Vorteile: Wichtige Nährstoffe bleiben erhalten, dienen als wertvoller Dünger und gehen nicht in der Biotonne verloren. Es ist spannend zu beobachten, wie durch die Wurmkiste das Bewusstsein für Kreisläufe wächst und man ganz automatisch auch beim Einkauf auf die Qualität und die Verpackung von Lebensmitteln achtet. Meine Würmer freuen sich auf jeden Fall, wenn ich Obst und Gemüse mit nach Hause bringe, das in Karton verpackt ist – es handelt sich dabei ja schließlich um Futter und kann, anders als Plastik, wunderbar in der Wurmkiste kompostiert werden.

Durch die Wurmhumus-Produktion im eigenen Haushalt entfällt zudem der Kauf von konventionellen Düngemitteln, welche oft in Plastik verpackt sind. Positiver Nebenfaktor: Auch das Tragen der oft schweren Dünger-Säcke bleibt einem erspart!

Würmer als Klimaretter?!

All die bereits genannten Faktoren finde ich persönlich toll, weil sie positive, sicht- und spürbare Ergebnisse im Haushalt liefern. Doch die Wurmkiste wirkt sich zusätzlich auch positiv auf die Klimabilanz und den ökologischen Fußabdruck aus: Ein Großteil des Biomülls wird in den eigenen vier Wänden verwertet und muss nicht erst mit dem Müllwagen weite Strecken zur Müllverwertungsanlage zurücklegen. Durch den Transport, der entfällt, wird hochgerechnet jede Menge C02 eingespart.

Auch die heimische Produktion der Wurmkiste an sich trägt zu ökonomischer Nachhaltigkeit bei. Der Produktionsstandort befindet sich im schönen Oberösterreich, wo die Holzkisten per Hand aus regionalen Rohstoffen gefertigt werden. Die Wertschöpfung bleibt in der Region und Betriebe in der Umgebung profitieren ebenfalls davon.

Rundum ein ressourcenschonender Ansatz

Wie man sieht, trägt die Wurmkiste direkt und indirekt zu einem nachhaltigeren Lebensstil bei. Die Würmer helfen, die Zero Waste Philosophie im Alltag zu integrieren und gleichzeitig wertvolle Ressourcen zu verwenden, statt zu verschwenden. Ich bin stolz auf meine wurmigen Mitbewohner und geb‘ sie so schnell nicht mehr her!

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Die Familienwurmkiste ist für große Haushalte gemacht und verarbeitet täglich bis zu 1kg Biomüll.

„Ich hab eh einen Garten, ich brauch das nicht.”

Ich hab das schon ein paar Mal gehört und neulich hab ich mit meiner Mama mal wieder ausgiebig darüber diskutiert. Das Ergebnis unserer Diskussion möchte ich nun gerne mit euch teilen. Ein Komposthaufen und der WormBag haben viele Gemeinsamkeiten, ist es doch bei beiden das Ziel, mit Kompostwürmern seine Bioabfälle zu verwerten. Bei einem genaueren Blick hat aber jede Variante so ihre Vorteile.

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Vorteile des WormBags:

  • Standort: Es ist kalt, es schüttet und der Wind geht auch noch. Da macht es besonders Spaß ans andere Ende vom Garten zu gehen um den Bioabfall rauszubringen. Nicht so ganz. Der Vorteil beim WormBag ist, dass er beim Standort deutlich flexibler ist. Das kann in der Garage oder im Keller sein, direkt neben den anderen Mülltonnne oder ums Eck vom Haus. Und wenn einem ein besserer Standort einfällt ist er ruck zuck wo anders hingestellt.
  • Optik: In meinem Kopf seh ich einerseits den schiefen und halb zerfallenen Komposthaufen meiner Eltern (Sorry Mama ? ) vs. dem WormBag. Bei einem WormBag ist es einfacher, dass es ordentlich aussieht. Deshalb muss man ihn nicht im Garten im letzten Eck verstecken und er bietet sich auch für jene an, die keine Möglichkeit für einen Komposthaufen haben, wie beispielsweise bei Mietobjekten mit Garten.
  • Keine unerwünschten Mitbewohner: Wer schon mal Mäuse oder Ratten im Kompost hatte, weiß, wie schwer die wieder weg zu bekommen sind. Beim WormBag ist alles zu und es gibt für sie keine Möglichkeit, sich an das Wurmfutter ran zu machen. Zudem besteht die Möglichkeit, ihn optimalerweise auch im Haus aufzustellen (im Keller, Flur, in der Garage,…)
  • Kein Geruch: Weder beim Kompost noch beim WormBag kommt es zu keiner Geruchsbildung, wenn alles richtig läuft. Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass es einfacher ist, das System im WormBag im Gleichgewicht zu halten. Deshalb geht dieser Punkt an den WormBag
  • Wurmhumus entnehmen: (Video) Da in den WormBag tendenziell Lebensmittelreste kommen, ist der Wurmhumus oft auch feiner und kann schon ohne Aussieben als Anzuchterde verwendet werden.
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Vorteile eines Komposthaufens

  • Volumen: Der WormBag ist aber auch kein Wunderding und kann max. 2 Liter Bioabfall / Tag verwerten. Für den Küchenabfall ist das in den meisten Fällen ausreichend, wer aber nun viel Grünschnitt und Co hat, kommt um einen Komposthaufen nicht herum.
  • Vorhanden: In vielen Fällen ist der Komposthaufen auch einfach schon da. Wenn alles rund läuft und es keine Probleme damit gibt: Top! Du kannst einfach weitermachen wie bisher!

Egal ob Komposthaufen, WormBag oder Wurmkiste – alle Systeme erfüllen den wichtigsten Aspekt: Sie verwandeln unsere Bioabfälle zu wertvollem Humus und das ganz ohne lange Transportwege. Sucht euch das System aus, das eure Erfordernisse am besten erfüllt, Hauptsache der Bioabfall wird in schwarzes Gold verwandelt und bleibt im Nährstoffkreislauf erhalten!

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Weiterführende Informationen

Der WormBag wird seit 2017 vom amerikanischen Hersteller Urban Worm Company hergestellt und von uns im europäischen Raum vertrieben. Weitere Informationen zum Produkt findest du hier:

Englisch (english): https://wormbag.com/

Französisch (français): https://wormbag.com/fr/

Der WormBag in unserem Onlineshop:  https://wurmkiste.at/produkt/wormbag

Täglich wird es wärmer, die Vögel lauter und die Lust auf Natur in den eigenen vier Wänden wächst. Geht es dir auch so? Frühlingssehnsucht? Die Wurmkiste ist der ideale Begleiter für den Frühling. Hier haben wir drei Tipps für dich, wie du in deinem Zuhause die volle Frühlings-Ladung abbekommst.

1: Lass frische Luft rein

Frühstücke am Balkon oder mit weit geöffnetem Fenster, verpasse es nicht, die erste Frühjahrsluft zu schnuppern! Das belebt gerade morgens so richtig. Die frische Luft versorgt deinen Körper mit Sauerstoff und du fühlst sich im Allgemeinen wohler.

Mach es dir gemütlich! Du brauchst dazu gar keine fancy Möbel. Wurmkisten-Mama Tina genießt die ersten Sonnenstrahlen auf ihrem DIY-Palettensofa und nutzt die Wurmkiste auf dem Balkon als Frühstückstisch.

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2: Ziehe deine eigenen Pflanzen

Gibt es etwas frühlingshafteres als sprießende Pflanzen? Ob du nun von deiner Lieblingspflanze einen Ableger machst, einen Avocadokern sprießen lässt oder Kräuter ziehst, dir wird riesige Freude geschenkt, wenn deine Sprösslinge Tag für Tag ein Stück größer werden. Mit Wurmtee & Wurmhumus aus deiner Wurmkiste fühlen sich die Kleinen besonders wohl. Wir haben für dich den Vergleich gemacht: Schau ihn dir an, wie er wächst, der Basilikum. Die beste Pflanzenerde ist halt selbstgemacht. Mehr dazu hier. Da man beim Start einer Wurmkiste das eigene schwarze Gold (Wurmhumus) erst nach ca. 6 Monaten erwarten kann, gibt es jetzt mit dem Gutscheincode „Schwarzesgold21“ für die ersten 100 Wurmkistenbestellung* 5l BIO Wurmhumus gratis dazu. So gelingt dir das Pflanzen ziehen von Anfang an. Unabhängig von der Aktion findest du den wertvollen Wurmhumus immer bei uns im Shop.

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3: Trau dich, mach dich schmutzig!

Unser finaler Tipp: Erde auf den Händen ist nicht nur für deine Haut gut, es steigert auch deine Zufriedenheit und Verbundenheit mit der Natur. Zahlreiche Studien belegen, dass Gärtner:innen die Glücklichsten im Job und Hobbygärtner:innen zufriedenere Menschen sind. Also ab in die Erde mit den Händen! Wir halten es mit dieser alten Regel: Ein bisserl Dreck hin und wieder, stärkt das Immunsystem. Natürlich nur bio. Das Arbeiten mit der Wurmkiste ist für Geist und Seele gut, denn es wird nicht nur Biomüll sinnvoll genützt, sondern es ist auch eine Beschäftigung bei der du dem natürlichen Kompost-Kreislauf einen Platz in deinem Zuhause gibst und so die Natur zu dir einlädst.

Fazit: Auf unserer Frühlings-ToDo Liste steht: Sonne genießen und mit der Wurmkiste die Natur feiern. Seid ihr dabei?

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Denkst du bereits darüber nach, deinen Haushalt um eine Wurmkiste zu erweitern, bist aber noch unsicher? Hier sind 6 gute Gründe, die für eine Wurmkiste sprechen!

 

1. Dein Biomüll wird zur Bio-Ressource und ist was wert!

Während es Menschen auf dem Land gewohnt sind, ihre Bioabfälle auf dem hauseigenen Komposthaufen zu entsorgen oder eine (oft kostenpflichtige) Biotonne nutzen, stehen die Leute in Großstädten häufig vor dem Problem, keine andere Option zu haben, als ihren Biomüll im Restmüll zu entsorgen.
Die daraus resultierende Verwertung in einer Müllverbrennungsanlage ist nicht nur sehr energieintensiv, sondern vernichtet auch wertvolle Nährstoffe. In der Wurmkiste bleiben Bioabfälle Teil des natürlichen Kreislaufs. Deine Bioabfälle sind kein Müll, sondern eine Ressource!

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2. Eine einfache Möglichkeit, nachhaltiger zu leben

Die Wurmkiste ist aktiver Umwelt- und Klimaschutz. Bioabfälle werden dort aufgewertet, wo sie anfallen und müssen nicht von A nach B transportiert werden. Besonderer Vorteil: CO2 wird wieder im Boden gebunden.

Eine Wurmkiste verändert die Sicht auf Bioabfälle. Sowohl Klein als auch Groß kann  spielerisch den Nährstoffkreislauf und weitere komplexe Zusammenhänge aus der Natur beobachten. Übernehmen Kinder etwa das Füttern der Würmer, lernen sie Verantwortung zu übernehmen. Ein bewusster Umgang mit Lebensmittel wird in den Lebensalltag integriert. Die Würmer lieben zwar Bio, kommen aber auch mit konventionellen Obst- und Gemüseresten gut zurecht. Sprichwörtlich: Man erntet, was man füttert :-)

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3. Das perfekte Haustier für Allergische und Reisende

Du bist am Wochenende oft unterwegs? Du leidest an einer Tierhaarallergie? Hast keinen Auslauf oder Garten? Deine Kinder wünschen sich ein Haustier aber Katze/Hase/Hund sind zu aufwändig?

Kein Problem! Würmer sind sehr genügsame Tiere. Falls einige Tage keine Futterzugabe erfolgt, stellt das kein Problem dar. Die Pflege der Wurmkiste macht vielleicht mehr Aufwand als beispielsweise eine Topfpflanze, ist aber deutlich weniger umfangreich als bei einer Hauskatze.

Du verreist für 2,5 Wochen? Gib den Würmern Futter für etwa eine Woche im Voraus, befeuchte alles ein wenig und füge Papierschnipsel hinzu. Solange du deinen Würmern eine Postkarte schickst, bleiben sie glücklich!

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4. Dünger selber machen und das perfekte Geschenk

Die Endprodukte der Wurmkompostierung, also Wurmscheiße (Humus) und Wurmtee, sind perfekte Pflanzendünger. Dabei sparst du auch noch Geld und musst keinen teuren Dünger nach Hause tragen. Das Volumen der Bioabfälle reduziert sich in der Wurmkiste auf 1/10. So werden aus 100 kg Bioabfall 10 kg wertvoller Wurmhumus. Die Ernte fällt zweimal jährlich an.

Wurmhumus ist lebendiger Dünger, verbessert die Kommunikation im Boden und speichert wunderbar die Feuchtigkeit im Boden. Er enthält eine Vielzahl an Mikroorganismen, die sich positiv auf das Pflanzenwachstum und die Pflanzengesundheit auswirken.

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Du brauchst auch keine Biotonne mehr, die oft gebührenpflichtig ist. Du bist knapp bei Kasse und hast Panik vor den vielen Geburtstagen, die bevorstehen?
Oder verschenke Wurmhumus, abgepackt in einem Einmachglas mit schöner Schleife herum – persönlicher geht es kaum! Auch selbstgezogene Topfpflanzen machen jedem eine Freude. Sogar Exotisches ist möglich! Ein perfektes Geschenk für jeden Anlass ist ein selbstgezogener Mango- oder Avocadobaum. Und ganz nebenbei -> Wurmkompost wird auch schwarzes Gold genannt und ist mehr wert als Öl.

5. Schluss mit Small-Talk! Das Möbelstück mit Gesprächsgarantie

Mit einer Wurmkiste produzierst du nicht nur wertvollen Dünger und sparst CO2 ein – Du besitzt auch eine stylische Sitzgelegenheit! Du hast spontanen Besuch? Dank den Parkettrollen kann sich dieser auch sitzend in der Wohnung herum bewegen. Gerne dient die Wurmkiste auch als Fußhocker, spontane Bügelfläche, Buchabstellplatz, Katzenlieblingsplatz und vieles mehr!

Du hast ein Date und ihr braucht einen Eisbrecher? Setze die Person auf den Hocker und lass sie/ihn erraten, was sich darin befinden könnte. Deine wurmigen Mitbewohner sind zwar geräusch- und geruchlos, aber sie stehen sicher oft im Mittelpunkt. Es wird keine Party und kein Familientreffen mehr geben ohne dass nach den Würmern gefragt wird. Ehrlich!

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6. Eine gute Investition für dich und für uns

Du lebst umweltbewusst und achtest auf Regionalität? Wir auch! Unser Betrieb steht im Herzen Oberösterreichs und unser Team arbeitet mit viel Liebe und Herzblut an unseren Produkten. Wir beziehen Ökostrom, arbeiten mit einem integrativen Partnerbetrieb zusammen, halten Vorträge an Schulen und vieles mehr. Kaufst du bei uns, finanzierst du nicht den neuen Sportwagen eines Konzernchefs mit, sondern erlaubst es uns, unsere Ideen weiterzuentwickeln.

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Dann bleibt eigentlich nur noch die letzte Frage an Dich: Bist du bereit für die Wurmkiste?

Dass es sich lohnt eine Wurmkiste zu besitzen, ist vielen bekannt (10 Gründe warum du eine Wurmkiste besitzen solltest). Für die meisten aber sind der Wurmkompost und der Wurmtee die ausschlaggebenden Faktoren, die für eine Anschaffung sprechen.

 

Wunderdünger Wurmhumus

Fast alle wissen, dass Regenwürmer eine wichtige Rolle bezüglich der Durchlüftung des Bodens spielen. Wenige aber kennen die wichtigen Mitstreiter, die den Würmern dabei zu Hilfe kommen. Ein mit Bakterien, Protozoen, Pilzen und Nematoden besiedelter Verdauungstrakt ist ausschlaggebend für die Produktion des wertvollen Wurmhumus. Da Würmer keine Zähne besitzen, helfen auch außerhalb des Wurmes Mikroorganismen, Milben und viele mehr die Biomasse für die Würmer verfügbar zu machen. Doch was macht den Wurmhumus genau so speziell? Ist Wurmkompost besser als Kompost?

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Ist Wurmkompost anders als „normaler“ Kompost?

Wurmkompost und Wurmtee weisen, wie auch der handelsübliche Kompost aus einer Kompostanlage, optimale Düngereigenschaften auf. Der Gesamtnährstoffgehalt des Wurmkomposts ist jedoch höher als der des „normalen“ Komposts. Auch die Nährstoffverfügbarkeit ist durch die Verdauung der Kompostwürmer wesentlich verbessert. Allgemein ist jedoch zu beachten, dass die Eigenschaften des Wunderdüngers vom verfütterten Material abhängig ist. Je diverser, desto besser lautet die Devise!

Höhere Nährstoffgehalte (Stickstoff, Phosphor, Ammonium, Nitrat etc.) im Wurmkompost

Argentinische Forscher führten einen viermonatigen Versuch durch, bei dem kommunaler Biomüll händisch getrennt und kompostiert wurde. Eine Probe wurde mit Würmern beimpft, die andere nicht. Als weiterer Vergleich wurde in einem Hausgarten eine kontinuierliche Wurmkompostierung betrieben. Die Versuchsdauer betrug 4 Monate und brachte folgende Resultate zu Tage:

Parameter Kommunaler Kompost Kommunaler Wurmkompost Hausgartenkompost
mit Kompostwürmer
Gesamtnährstoffgehalt (g/kg)
N (Stickstoff) 8,6 10,8 8,5
P (Phospor) 4,8 7 6,2
K (Kalium) 5,3 5,6 8,2
Verfügbare Nährstoffe (g/kg)
NH4+ (Ammonium) 7,3 25,2 7,1
NO3- (Nitrat) 90 203 527
austauschbarer Phosphor 127 207 247
C/N (Kohlenstoff-Stickstoffverhältnis) 11,7 11,1 12,4
Biologische Qualitätskriterien
Urease (mol NH4+/g/h) 3,54 3,9 6,11
BAA-Protease (mol NH+/g/h) 0,31 0,96 1,83
Phosphatase (mol PNP g/h) 237 398 676
Dehydrogenase (g INTF/g) 193 123 77
Biomasse an Mikroorganismen (g c/g) 1147 703 335

Anhand des Versuchs wurde deutlich, dass der Stickstoffgehalt in der kommunalen Wurmkompostprobe signifikant höher als bei beiden anderen Proben war. Weiters war der Phosphorgehalt im kommunalen Wurmkompost höher als beim „gewöhnlichen“ Kompost. Verfügbare Nährstoffe wie etwa Ammonium, Nitrat und austauschbares Phosphor verzeichneten ebenfalls höhere Werte. Die Gesamtanzahl an Mikroorganismen ist im kommunalen Kompost höher, jedoch zeigt sich, dass Wurmkompost in Punkto Diversität der Mikroorgamismen vorne liegt.

Ertrags- und Qualitätssteigernde Wirkung des Wurmkompost

Bei Versuchen mit Tomaten wurden Proben mit Wurmkompost und Kunstdünger miteinander verglichen. Das Ergebnis zeigte einen signifikant höheren Ertrag von marktfähigen (=verkaufsfähigen) Früchten bei den Wurmkompostproben. Ähnliche Versuche wurden mit Erdbeeren gemacht, wobei ein bis zu 35% höherer Ertrag bei den Wurmkompostproben, als bei den Kunstdüngerproben, festzustellen war. Auch mit Paprikas im Freiland konnten durch Anwendung von Wurmhumus höhere Erträge, bezüglich vermarktbarer Früchte und Trockengewicht je Frucht, erzielt werden.

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Höhere Produktion von Phytohormonen

Durch den beschleunigten mikrobiellen Abbauprozess der mit der Wurmkompostierung einhergeht, ist auch die Produktion von Phytohormonen höher als bei “normalem” Kompost.  Diese Phytohormone regulieren das Pflanzenwachstum und haben positive Auswirkungen auf viele Pflanzenarten, deren Erträge, Wurzelbildung und Resistenz. Die Kombination dieser Phytohormone und den gut verfügbaren Nährstoffen des Wurmkomposts führen zu positiven Ergebnissen bei den oben erwähnten Faktoren.

Phytosanitäre Wirkung des Wurmkomposts und des Wurmtees

Durch Versuche konnten auch positive Effekte bei der Unterdrückung von Pflanzenkrankheiten festgestellt werden. Auch Schädlingsbefall kann beeinflusst werden: So konnten bei Proben mit Tomaten, Kohl und Paprikas etwa die Anzahl der Blattläuse, Schmierläuse und weiteren Schädlingen reduziert werden.

Weiters belegen mehrere Studien, dass eine Wechselbeziehung zwischen Kompostwürmern und Mikroorganismen besteht, die sich negativ auf verschiedene Pathogene auswirkt. Kompostwürmer verändern im Zuge der Verdauung die mikrobielle Artengemeinschaft im Kompost und vermehren so das Aufkommen jener Mikroorganismen, die Krankheitserreger unterdrücken – Kurz gesagt: Die “Guten Mikroorganismen” verdrängen die “Bösen Mikroorganismen”. Belegt wurde auch ein Rückgang pflanzlicher Krankheitserreger und Pilzkeime, der auf die Verwendung von Wurmkompost und Wurmtee zurückzuführen ist.

Verantwortlich für diese phytosanitären Eigenschaften, ist die bereits erwähnte hohe mikrobielle Vielfalt und Aktivität des Wurmkomposts.

Reduzierter Schädlingsdruck

Regenwurmhumus enthält auch räuberisch lebende Nematoden, die sich von jenen Nematoden ernähren, die Pflanzenwurzeln fressen. Durch Wurmkompost kann eine stabile Vielfalt verschiedener Nematoden etabliert werden, die sich selbst reguliert.

Erhöhte Wasserspeicherfähigkeit

Eine wesentliche Eigenschaft ist die hohe Wasserspeicherfähigkeit des Wurmkomposts. Dieser verliert trotz hohem Feuchtigkeitsgehalt die “Rieselfähigkeit” nicht und erhöht somit die Luftkapazität und die Stabilität des Bodens. Wurmhumus – Ein gut dosierbarer Bodenverbesserer.

Höherer Gehalt geschmacksgebender Inhaltsstoffe

Während konventionelles Gemüse von außen oft sehr ansehnlich wirkt, wird das Innere und der Geschmack von einem Wort geprägt: “wässrig”. Studien belegen, dass Pflanzen die mit Wurmkompost versorgt wurden besonders viele Inhaltsstoffe ausbilden und wie bereits oben mehr Trockensubstanz und Phosphor enthalten. Auch ein erhöhtes Vorhandensein von Vitamin C, Fructose, Glucose, Magnesium, Kalium und Kalzium konnte nachgewiesen werden.

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Schnellere Keimung und Jugendentwicklung von Jungpflanzen

WurmkistenbesitzerInnen kennen das Avocado- und Mangokern Phänomen: Fast jeder Kern in der Kiste beginnt zu Keimen. Viele Versuche mit Wurmhumus gebeizten Samen oder Wurmhumus beimpften Aussaaterden bewiesen, dass Samen schneller keimten und Jungpflanzen schneller wuchsen, als Vergleichsproben ohne Wurmkompost.

Ist Oma’s Komposthaufen auch ein Wurmkomposter?

Meistens Ja. Wichtig ist die Anwesenheit von Kompostwürmern während des Prozesses damit dieser auch als Wurmhumus bezeichnet werden kann.

Wieviel Wurmhumus und Wurmtee ist zum Düngen notwendig?

Die belebende Wirkung von Wurmhumus ist nicht von der Menge abhängig, sondern wirkt wie eine Impfung, die den beimpften Boden nach und nach verbessert – Der Vielzahl an Bodenlebewesen und Nährstoffen sei Dank! Jedoch führt eine regelmäßige Zugabe von Wurmkompost zu Böden, die die oben erwähnten Eigenschaften schneller erreichen. Da der Wurmhumus, im Vergleich zu konventionellem Kompost, die Wurzeln von Pflanzen nicht “verbrennen” kann, gibt es quasi kein “zu viel”. Viele Menschen, ob Forscher, Gärtner etc., schwören auf IHRE Art der Verwendung. Als Faustregel gilt jedoch etwa beim Wurmtee diesen 1:10 (1 Teil Wurmtee mit 10 Teile Wasser) zu verdünnen und diesen als Gießwasser zu verwenden. Eine Aufbewahrung ist ebenfalls möglich, bei der aber zu beachten ist, dass die Aktivität der Mikroorganismen und daraus folgend die Wirkung, mit der Zeit abnimmt. Also gilt: Je schneller genutzt desto besser! Auch zu erwähnen ist, dass die Menge an Wurmtee von vielen Faktoren, wie etwa des Wassergehaltes des Ausgangsmaterials (Wassermelone ergibt mehr Wurmtee als Karottenschalen), Standort des Wurmkomposters (zu nahe an einer Wärmequelle die die Verdunstung fördert, etc) und vielem mehr abhängt.

 

Quellen:

Witzeneder D., Eker Y.: Indoor-Wurmkompostierung. Verwertbare Menge, Akzeptanz und Motivation in Wien; Universität für Bodenkulur; Wien.

Fleddermann A.: Komposte als Humus-, Nährstoff- und Wirkstoffträger: eine Untersuchung zur Erstellung von Qualitätskriterien unter besonderer Berücksichtigung von Wurmkomposten; Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität; Bonn.

Tognetti C., Laos F., Mazzarino MJ. & Hernandez M.T.: Composting vs. Vermicomposting: A Comparison of End Product Quality; Bariloche; Argentina.

Arancon N.Q., Edwards C.A, Bierman P., Metzger J.D., Lee S. & Welch C.: Effects of vermicomposts on growth and marketable fruits of field-grown tomatoes, peppers and strawberries; The 7th international symposium on earthworm ecology, Cardiff; Wales.

Edwards C.A. Subler S. Arancon N.: Quality Criteria for Vermicomposts; Vermiculture Technology – Earthworms, Organic Wastes and Environmental Management; Boca Raton.

Jack A.L.H.: The Supression of Plant Pathogens by Vermicomposts; Vermiculture Technology- Earthworms, organic Wastes and Environmental Management; Boca Raton.

Heistinger A., Grand A.: Biodünger selber machen; Regenwurmhumus Gründüngung Kompost; Innsbruck.