Viele gute Gründe warum wir auf Holz setzen!

Immer wieder fragen uns Menschen, warum wir gerade Holz als Rohstoff für unsere Wurmkisten gewählt haben. Wir könnten doch auch Wurmkisten aus Kunststoff produzieren lassen, in Asien, viel billiger, in größerer Menge und und und. Mit diesem Argument haben sie recht, wir könnten. Wollen wir aber nicht.

Da wir uns als umweltbewusstes Unternehmen auch im Privatleben über die großen Probleme unserer Zeit gedanken machen und versuchen Teil einer Lösung dieser zu sein, fiel die Wahl der Rohstoffe und die Ausrichtung des Start-Ups ziemlich leicht. Gerne würden wir über die Vorteile plaudern:

Holz lässt Würmer nicht schwitzen, Plastik jedoch schon

Das der Naturstoff Holz atmet wissen viele. Dass sich diese Eigenschaft positiv auf die Wurmkompostierung auswirkt, merken die Meisten erst, wenn sie von Problemen lesen bzw. hören, die bei ihnen nicht auftreten, wie etwa das “Schwitzen”: Im Idealfall besteht der Wurmkomposter aus Kunststoff aus einer ungiftigen Kunststoffart, die keine Weichmacher und andere bedenklichen Substanzen abgibt (Vorsicht bei Billigkäufen). Sollte dieser auch noch dicht sein, ist man vor einem Fruchtfliegenbefall sicher. Dies kann jedoch zu einem Problem führen: Kommt es zu einem übermäßigen Feuchtegehalt (Wurmtee läuft nicht durch den verstopften Hahn, keine Membran oder Drainage, etc.) kann dies im schlimmsten Fall sogar zu einem Wurmsterben führen. Da die Kompostwürmer keine Lungen besitzen und den benötigten Sauerstoff über ihre Haut aufnehmen, würden diese im Extremfall ersticken. Weiters kann ein zu feuchtes Milieu in Verbindung mit anderen Faktoren, wie etwa zu dicht gedrückten Obst- und Gemüseresten, zu Fäulnis führen.

Wurmkomposter aus Holz hingegen “atmen” und geben gegebenenfalls Feuchtigkeit an die Umgebung ab. Auch im eingeölten Zustand, etwa mit Leinöl behandelt, verfügt das Holz über eine bessere hygroskopische Eigenschaft (eine gute Austauschfunktion in Bezug auf Feuchtigkeit) als Plastik.

Stehen Wurmkomposter aus Holz im freien, sind diese bezüglich schnellen Wetterumschwüngen besser gewappnet, als Wurmkomposter aus Kunststoff. Grund dafür ist die Porosität und die Dicke des Holzes, was diesen zu einem schlechten Wärmeleiter macht. Kurz gesagt: Kommt spontaner Frost, dringt Kälte langsamer in die Wurmbox aus Holz als in jene aus Plastik. Ist die Wurmbox aus Holz groß genug dimensioniert, kann diese auch bei kalten Temperaturen draußen stehen. Wurde auch auf eine widerstandsfähige Holzart, wie etwa Lärche, geachtet, kann diese sogar dem Regen ausgesetzt werden. Dies ermöglicht beispielsweise unserer Familienwurmkiste, dass sie bis zu 11 Monate im freien stehen kann.

Weiters fügen sich Wurmkisten aus Holz besser in den Wohnraum, als ein hoher Plastikturm. Das Naturmaterial ist im unbehandelten Zustand nicht giftig, folglich gibt es keine bedenklichen Ausdünstungen, die bei Kunststoffprodukten auftreten können. Einzigartige Maserungen des Holzes lassen jede Wurmbox zu einem unikat werden. Da Holz leicht zu bearbeiten ist, besteht auch die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung der Box: Anbringen von Knöpfen, Sägen von Mustern und vieles mehr ist mit etwas Geschick leicht umzusetzen.

Bedenken bezüglich der Haltbarkeit von Wurmkompostern aus Holz sind unbegründet. Die älteste Wurmkiste die unser Büro beim Entsorgen unserer Bioabfälle unterstützt ist bereits 7 Jahre alt. Lediglich Weichholz Schichten wurden oberflächlich angeknabbert. Das Innere der Wurmkiste erinnert nun an einen älteren Parkettboden.

Dies sind nur einige Gründe für die Wahl unseres Rohstoffes. Viel weiter geht der Gedanke, wenn wir die Auswirkungen auf andere Bereiche betrachten:

Regionaler Arbeitgeber + regionale Wertschöpfung

Wir beziehen unsere Rohstoffe so gut es geht von regionalen Betrieben. Wir fördern damit nicht nur die regionale Wirtschaft und wirken somit der Landflucht entgegen, sondern sorgen auch dafür, dass Familienbetriebe weiter existieren. Weiters besteht eine Zusammenarbeit mit einem integrativen Betrieb, der Menschen mit Beeinträchtigungen dem Weg zum Arbeitsmarkt ermöglicht. Jede Kiste die von uns in Handarbeit liebevoll gefertigt wird, sichert somit viele Arbeitsplätze.

Nachwachsende Rohstoffe und weniger CO2 Emissionen

Da der Hauptbestandteil unseres Wurmkomposters aus Holz besteht, verwenden wir einen Rohstoff der nachwächst. Wir beziehen ausschließlich österreichisches (99,9%) Holz und sorgen damit für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Nutzung unserer Wälder. Obwohl die Nutzung ausländischer Holzsortimente oft wesentlich billiger wäre, stellen wir damit auch kurze Transportwege sicher, die weniger CO2 Emissionen zur folge haben.

Wie ihr seht, macht unser Konzept Sinn. Ständig versuchen wir unsere Produkte und Abläufe zu verbessern. Wir sind offen für Vorschläge und freuen uns auf Feedback von euch. Schreibt uns eine Nachricht an office@wurmkiste.at oder meldet euch per Telefon unter 07766 42200 – Wir freuen uns darauf!