Beiträge

Du weißt, dass dein Biomüll in Zukunft in der Wurmkiste landet und sich deine neuen Haustiere darüber freuen werden. Wunderbar, denn: jede Schale, Tee-Rest oder Kaffeesatz, der im natürlichen Kreislauf bleibt, ist wertvoll. Doch hast du alles, was du für einen guten Wurmkisten-Start brauchen wirst? Hier eine Checkliste für dich!

 

1. Die richtige Kiste wählen

Wahrscheinlich bist du dir schon sicher, welche du brauchst. Zwei Fragen sind ausschlaggebend:

Wieviele Personen leben im Haushalt?

Wo soll die Wurmkiste stehen?

Du hast vermutlich schon einen guten Platz für die Wurmkiste ausgesucht, am besten natürlich gleich dort, wo der Biomüll entsteht, damit er ohne Umwege in die Wurmkiste wandern kann. Zum passenden Ort gibt es noch folgende Standort-Empfehlungen:

  • drinnen, in der guten Stube/Küche/Esszimmer/Wohnzimmer… = alle Wurmkistenmodelle und auch der WormBag sind auch für drinnen geeignet
  • draußen, in der warmen Jahreszeit = für alle Modelle möglich. Wirklich empfehlenswert allerdings nur für die Familienwurmkiste und für den WormBag (alle sollten aber auch auf jeden Fall überdacht stehen)
  • ganzjährig draußen = Familienwurmkiste; diese sollte aber unbedingt überdacht sein und geschützt stehen (z.B.: an der Hauswand). Der  WormBag sollte in der Garage oder ähnliches überwintern, da er keine Isolationsfähigkeiten hat.

Wichtig für die Standortwahl: Dort wo es wir Menschen den ganzen Tag gut aushalten würden, ist es auch für die Würmer in der Wurmkiste ideal. Ein schattiger Platz ist zu bevorzugen. Nicht passend wäre ein Balkon mit Mittags- und Nachmittagssonne im Sommer.

2. Selbstbauset oder fertige Kiste?

Hier gibt es zwei Kriterien:

  • Du hast Freude daran, das Zuhause für deine neuen Haustiere selber zusammenzubauen – vielleicht gleich gemeinsam mit deiner Familie, Kindern oder Mitbewohnern. Ihr könnt die Wurmkiste noch nach euren Vorstellungen selber gestalten und bemalen. In der beigelegten Bauanleitung und unseren Video-Anleitungen ist alles Schritt-für-Schritt erklärt und falls es doch Fragen gibt beim Zusammenbauen, sind wir auch für dich telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Falls du allerdings denkst “Ich habe keinen Akkuschrauber, und das ist gut so!” ;-) gibt es natürlich auch die Variante: Paket öffnen, auspacken und mit der mitbestellten Wurmpopulation gleich loslegen :-).
  • Natürlich der Preis: die Selbstbausets der Wurmkisten, Wurmhocker und Familienwurmkiste sind natürlich deutlich günstiger. Da wir die Wurmkisten selbst in unserer Werkstatt in Andorf sorgfältig zusammenbauen, nicht “irgendwo” fertigen lassen und dafür auch normale Löhne bezahlen möchten, schlägt sich das natürlich auch im Preis nieder. Und das was davon übrig bleibt, stecken wir ohnehin gleich in neue Wurmkompostierungs-Forschungsprojekte :-).

3. Würmer gleich mitbestellen?

Wenn du eine fertig zusammengebaute Wurmkiste (egal welches Modell) oder den WormBag bestellst, kannst du eine Wurm-Startpopulation auf jeden Fall gleich mitbestellen. Die Würmer können ja nach Erhalt gleich in ihr neues Zuhause einziehen.

Wenn du dich für ein Selbstbauset entschieden hast, sollte zwischen Erhalt der Kiste und dem Zusammenbauen nicht mehr als eine Woche liegen. In dem Fall kannst du die Würmer auch gleich mitbestellen. Das spart natürlich Versandkosten.

Sollte allerdings mehr als eine Woche zwischen Zustellung und möglichen Einzug der Würmer liegen, dann bestelle die Wurmpopulation besser erst, wenn ihr Zuhause bereit ist.

Gut zu wissen: Wenn du eine Wurmkiste bei uns bestellst, sind die Würmer nicht automatisch dabei. Manche Neo-WurmkistenbesitzerInnen erhalten ihre Startpopulation von anderen Wurmkistlern.

4. Hab ich an alles gedacht?

Es ist hilfreich, eine Sprühflasche zu Hause zu haben, um die Wurmkiste mit Wasser zu befeuchten. Beim Start oder wenn du merkst, dass die Wurmkiste zu trocken ist, ist es gut, immer wieder reinzusprühen. Trockener Biomüll wird nämlich nicht gefressen und langfristig würde Trockenheit auch den Würmern schaden. Wenn du Wasser hineinsprühst, kann das Substrat die Flüssigkeit leichter aufnehmen, als wenn man das Wasser einfach nur hineinschütten würde. Ob die Wurmkiste zu trocken oder zu feucht ist, lässt sich leicht über die “Faustprobe” herausfinden.

Für das Selbstbauset solltest du zusätzlich einen Akkuschrauber und etwas Speise-Leinöl aus dem Supermarkt zu Hause haben, damit du gleich mit dem Zusammenbauen loslegen kannst (bei dem Selbstbauset der Familienwurmkiste ist das Leinöl nicht notwendig).

Wenn du gleich für die nächsten 6-12 Monate vorsorgen möchtest, kannst du bei deiner Wurmkistenbestellung gleich ein zusätzliches Nachrüstset mit 5 Hanfmatten dazunehmen. Eine Hanfmatte reicht für ca. 1-2 Monate. Spätestens dann hat sie als Kinderstube ausgedient und die Würmer haben sie vermutlich auch schon angeknabbert. Du kannst die zerfledderte Hanfmatte einfach etwas zerpflücken und in der Wurmkiste lassen. Biomüll wieder ganz normal weiterfüttern und eine neue Hanfmatte oben drauf legen. 1 Hanfmatte und 1 Mineralmischung (reicht für ca. 12 Monate) sind bei der Kistenbestellung ohnehin enthalten.

5. Wie wird die erste Zeit mit den neuen Haustieren?

Am Anfang brauchen die Wurmis noch etwas Eingewöhnungszeit. Das Substrat, in dem sie geliefert werden ist gleichzeitig auch Futter für sie.

Die erste Biomüll-Fütterung ist am 3. Tag, nachdem sie in die Wurmkiste eingezogen sind. Am Anfang ist die notwendige Futtermenge auch wirklich gering: 1 Esslöffel bis max. 1 kleine Tasse pro Tag. Zu Beginn ist allerdings wirklich wichtig, die Würmer und die Mikroorganismen nicht zu überfordern und mit kleinen Mengen zu starten. Aber das wird sich rasch ändern 😊.

Innerhalb von 6 Monaten verspeisen die Würmer, gemeinsam mit den Mikroorganismen, dann bis zu 500g (normale Wurmkiste bzw. Wurmhocker), 1000g (Familienwurmkiste) oder sogar bis zu 2000g (WormBag) pro Tag.

Es macht große Freude, die Wurmkiste und ihre Bewohner zu beobachten. Es ist auch wichtig, in Kontakt zu bleiben. Auch wenn sich die Wurmkiste langsam vom aufregenden neuen Forschungsobjekt zum lebendigen Einrichtungsgegenstand wandelt, ist es gut, immer wieder mal ausgiebig reinzuschauen um Veränderungen wahrzunehmen und ggf. frühzeitig reagieren zu können.

Nach circa 3 Monaten entsteht dann auch zum ersten Mal Wurmtee, den man zum Gießwasser für die Pflanzen beimischen kann. Und nach 6 Monaten wird man auch mit der ersten Humus-Ernte belohnt  😊.

Falls noch Fragen offen sind, schau mal bei den FAQs vorbei!

Wir wünschen dir viel Freude mit deiner Wurmkiste und deinen neuen Haustieren.

Bleib „in Kontakt“ mit deinen Würmern und deiner Wurmkiste. Auch wenn man sich daran gewöhnt und sie ein liebgewonnener, lebendiger Einrichtungsgegenstand geworden ist, schadet es nicht, ab und zu einen genaueren Blick reinzuwerfen, vielleicht den schon verwerteten Biomüll etwas genauer anzusehen. Oft lassen sich so kleinere und größere Schwierigkeiten ganz leicht vermeiden.

Hab auch keine Scheu davor mal hineinzugreifen, Orte und Futter zu finden, die deinen Würmer besonders gut gefallen. Wenn du magst, natürlich mit Handschuhen, ansonsten einfach danach die Hände gut mit Seife waschen. Du kannst dir auch zB mit einem Löffel abhilfe schaffen, aber vorsichtig, dass du keine Würmer verletzt. 

So, nun alles Schritt für Schritt:

es ist normal, dass der Deckel ein wenig nachdunkelt. Die Deckelinnenseite sollte immer wieder gut abtrocknen und nicht dauer-feucht sein.

 

Wie steht es um die Feuchtigkeit?

Um die aktuelle Feuchtigkeit festzustellen, gibt es einige Indikatoren:

  • Der Deckel soll nicht „dauerfeucht“ sein. In dem Fall regelmäßig untertags lüften und abtrocknen lassen.
  • Das Holz der gesamten Kiste darf sich mit der Zeit etwas dunkler verfärben, sollte aber nicht tief schwarz sein (das wäre ein Zeichen dafür, dass es „dauerfeucht“ ist, Abhilfe siehe oberhalb)
  • Ist die Hanfmatte feucht und sind viele Würmer drinnen ist dies ein gutes Zeichen. Sollte die Hanfmatte ganz trocken sein, dann ist es zu trocken in der Wurmkiste. In diesem Fall mit der Sprühflasche ein wenig nachhelfen und die oberste Schicht Bioabfälle befeuchten.
  • Das Substrat/halb verarbeiteter Biomüll soll gut feucht sein, aber nicht matschig! Ggf. Kartonschnipsel untermischen (saugen und durchlüften besser als Zeitungspapierschnipsel). Zum Check der Feuchtigkeit kannst du eine Faustprobe machen. Dafür eine Hand voll Substrat in die Hand nehmen, Würmer aussortieren und das Substrat in der Hand fest zusammendrücken. Sollte Flüssigkeit leicht zwischen den Fingern durchkommen, ist es ideal. Es soll jedoch nichts „herausrinnen“. Dann wäre es eindeutig zu feucht. Matschige Wurmkisten beginnen zu riechen, die Bedingungen für die Würmer sind dann nicht mehr ideal und es könnte auch sein, dass die Membran zunehmend verstopft. (siehe unterhalb bei Wurmtee)

Wie geht es den Würmern?

Die Würmer sollten, wenn du den Deckel öffnest auch in den oberen Schichten zu sehen sein. Sie ziehen sich durch das Licht sofort nach unten zurück. Es ist normal, dass die Würmer auch auf der Erntekiste herumturnen und die Hanfmatte erkunden. Diese wird ja auch liebend gerne von ihnen verspeist. Sollten sie sich aber zu Haufen zusammenknäueln oder zentimeterhoch stapeln, dann ist etwas nicht in Ordnung.

Die Farbe der Würmer sollte rosig sein, es ist normal, dass sie zum Schwanzende hin leicht gelb-weißlich sind. Wenn die Würmer schlapp oder sehr unbeweglich sind, sollte man die Lage gut beobachten. Die Würmer sollten keinesfalls Einschnürungen aufweisen. Das würde auf eine Vergiftung durch Eiweiß oder Kohlenhydrate hindeuten.

Bildet sich Wurmtee?

Die Bildung von Wurmtee variiert stark und hängt vom Standort, Biomüll und Karton/Papiermenge ab. Wenn die Wurmkiste in einer warmen Umgebung steht zB bei Fußbodenheizung gibt es weniger/keinen Wurmtee. In den ersten 2-3 Monaten ist das Ausbleiben des Wurmtees völlig normal. Bemerkst du allerdings nach einigen Monaten Normalbetrieb inkl. kleinerer oder größeren Menge an Wurmtee, dass deine Wurmkiste sehr feucht ist, aber trotzdem kein Wurmtee entsteht, ist wahrscheinlich die Membran, das Netz unten zum Ablaufen in die Wurmteetasse, verstopft. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Kiste vorsichtig auszuräumen und das Substrat und den Biomüll samt Würmern vorübergehend in einen Kübel mit Belüftung zu geben. Dann die Membran mit einem weichen Schwamm oder einer sehr weichen Bürste reinigen und etwas trocknen lassen. Anschließend das Material samt Würmern wieder in die Kiste geben. Wenn es sehr feucht ist, ist es empfehlenswert, einige Hände voll Kartonschnipsel vorsichtig unterzumischen. Diese Reinigung der Membran ist auch bei jeder Humusernte zu empfehlen.

So fütterst du richtig:

Fütterung: möglichst klein geschnitten, damit es rasch in Humus umgewandelt werden kann. Möglichst heterogen: eine gute Mischung aus Obst- und Gemüseresten, Karton/Papier-Schnipsel, Tee- und Kaffeetrester.

Mineralmischung: mit einem Abstand von 3 Wochen 1 Esslöffel puderzuckerartig auf die oberste Schicht Biomüll streuen. Danach ggf. ein wenig mit Wassersprühflasche befeuchten.

Wer lebt in der Wurm-WG?

Mitbewohner: Die Würmer haben fleißige Hilfe. Versuche diese mit Hilfe unserer Videos (Link 1 und 2 ) zu identifizieren. Bei normalen Mitbewohnern musst du nichts tun. Bei unerwünschten Gästen versuche die Ratschläge rasch umzusetzen, dann sollte bald wieder alles im Gleichgewicht sein.

Fruchtfliegen-Fallen im Test

Fliegen vermeiden:

  • Fruchtfliegen vorbeugen: gleich bei der ersten Fruchtfliege im Frühsommer eine Fruchtfliegenfalle außerhalb und ggf. auch in der Kiste aufstellen. Auf keinen Fall abwarten – sonst werden es mit Sicherheit mehr statt weniger. Bioabfälle gleich verfüttern: Wenn er in einem Schüsselchen gesammelt wird und 1-2 Tage im Wohnraum steht, ist dies für die Fruchtfliegen eine Einladung, sich munter zu vermehren :-) HIER findest du wertvolle Tipps zum Fruchtfliegen vermeiden oder vertreiben. Eine wichtige Maßnahme zum Vorbeugen ist die Verwendung einer Hanfmatte, die den Biomüll für die Fliegen sehr schwer zugänglich macht.
  • Trauermücken vorbeugen: bereits bei geringem Befall handeln. Die Mücken gleich entfernen bzw. die Wurmkiste rechtzeitig mit Neem-Öl behandeln
  • Andere Fliegen vorbeugen: Manchmal legt eine Stubenfliege ihre Eier in die Wurmkiste, wenn man sie lüftet. Dies kann man vermeiden, indem man ein größeres Tuch oder Fliegennetz beim Lüften über die Kiste hängt.

Schau auch unter die grüne Kiste

Auch wenn man die Würmer in der Wurmkiste grundsätzlich nicht zu sehr stören sollte, ist eine Kontrolle des halbfertigen Humus unterhalb der grünen Erntekiste durchaus empfehlenswert. Schaue ca. 2 Monate nach Einsetzen der grünen Kiste mal in den Bereich darunter. Ist er schon einigermaßen gut zersetzt und ev. schon schön krümelig? Dann ist alles optimal. Sollte er “matschig” sein, mische bitte 1-3 Hände (je nach Feuchtigkeit) Kartonschnipsel unter. Setze dann die grüne Erntekiste wieder ein.

Schon Zeit für die Ernte?

Frühestens nach 5-6 Monaten nach Start bzw. der letzten Ernte kannst du Wurmhumus aus deiner Wurmkiste holen. Vorher ist der Humus noch nicht optimal für deine Pflanzen und es befindet sich auch noch viel Fressbares für die Würmer darin, was bedeutet, dass noch viele Würmer im Humus sind.

 

 

Und jetzt? Hab ganz lange viel Freude mit deiner Wurmkiste. Wenn Fragen auftauchen sollten, die in diesem Artikel nicht beantwortet werden, findest du viele Antworten in unseren FAQs.

Lieber einen fertigen Bausatz für eine Wurmkiste kaufen, oder recherchieren und alles selbst machen?

In unseren Wurmkisten stecken viele Jahre Erfahrung, Weiterentwicklung und Wissen, allerdings  ist nicht alles auf den ersten Blick ersichtlich und der Preis erscheint vielleicht etwas hoch. Um euch die Entscheidung zu erleichtern, haben wir beschlossen die Vorteile einer gekauften Wurmkiste für euch zusammen zu fassen.
Vorweg: Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen von der Wurmkompostierung zu überzeugen. Wir wollen damit nicht superreich werden, aber nachhaltig wirtschaften und wachsen können.

 

Fair und nachhaltig handeln

  • Unsere Wurmkisten werden von Hand in Österreich gefertigt, teils in Zusammenarbeit mit integrativen Betrieben (TeamWork in Linz und Lebenshilfe Eggerding)
  • Wir produzieren ein grünes Produkt, bei dem die respektvolle Beziehung zwischen Mensch, Tier und Erde im Mittelpunkt aller Bemühungen steht. Dementsprechend übernehmen wir als Unternehmen Verantwortung und achten auf unseren ökologischen Fußabdruck. Eine ressourcenschonende Produktion und optimierte Transportwege stellen wichtige Eckpfeiler unseres Handelns dar. Die sorgfältige Auswahl unserer Materialien und der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen sind für uns Ehrensache.
  • Die nachhaltige Qualität ist uns ebenso wichtig wie die fairen Bedingungen für unsere Mitarbeiter:innen, Partner:innen und die Würmer. Faire Entlohnung, Sicherheit am Arbeitsplatz und Wurmwohl stehen im Vordergrund.
  • Wir haben viel getestet und weiterentwickelt, um euch eine Wurmkiste anzubieten, die funktioniert, auf die Würmer optimal abgestimmt und dicht ist. Es handelt sich hier nicht einfach um eine Holzkiste, in der Würmer kriechen. Der Aufbau ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint und wir wissen, dass unsere Wurmkiste bei korrekter Handhabung viele Jahre Freude bereitet.
  • Wir stecken viel Energie in Dinge, die wir gerne tun: Unser geballtes Wissen stellen wir auf verschiedensten Wegen zur Verfügung. Auf unserer Website, auf Youtube, Instagram, Facebook und natürlich in der Betriebsanleitung, die deiner Wurmkiste beiliegt, teilen wir unseren Erfahrungsschatz rund um Wurmkisten und Wurmkompostierung. Wir entwickeln unser Wissen und unsere Produkte ständig weiter und teilen neue Erkenntnisse mit unserer Community.
  • Support inklusive: Darüber hinaus stehen wir auch bei spezifischen Fragen zur Verfügung und setzen uns dafür ein, jede Kiste optimal zum Laufen zu bringen. Sei es bei Bedenken vorab oder bei Fragen zur Kiste, wenn sie schon im Betrieb ist: Wir gehen individuell auf alle Anfragen ein und bemühen uns, für jedes Problem die passende Lösung zu finden.

 

Lösungen für Selber-Macher:innen

Das Thema Support bildet auch gleich die Überleitung zur zweiten eingangs erwähnten Frage. Sollen wir ambitionierte Selbermacher:innen dabei unterstützen, ihre eigenen Wurmkisten? Wir haben hin und her überlegt… und uns dann aus gutem Grund dagegen entschieden. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, eine Wurmkiste zu bauen, die dicht ist, die zuverlässig arbeitet und an der man lange eine Freude hat. Wenn ihr Zeit und Lust habt selbst zu experimentieren, findet ihr auf Youtube unzählige Videos zum Bauen von Wurmkisten. Lasst euch inspirieren. Eine Wurmkiste ist ein kleines Ökosystem mit unzählig vielen verschiedenen Abläufen und komplexen Zusammenhängen, da muss vieles bedacht und auch ein wenig experimentiert werden. Wir haben nun schon einige Jahre Erfahrung sammeln können und für die handwerklich geschickten Sparfüchse unter euch das Selbstbauset entwickelt. Mit diesem bekommt ihr von uns alle Teile, die es zum Bau einer zuverlässigen Wurmkiste braucht. Ihr profitiert ihr von unserem Trial & Error, dürft aber selbst aktiv werden.

Aber jetzt zum Preisvergleich

Du bist dennoch davon überzeugt, dass du mit deiner eigenen Konstruktion bares Geld sparen kannst? Dann könnte dich unsere Tabelle interessieren. Nachfolgend findest du eine Kosten- und Zeitaufstellung für das Selberbauen einer Wurmkiste mit Material aus dem Baumarkt.

Wurmkiste selber bauen

Preis in € Zeit in h
Recherche Bauplan im Internet 2,00
Holzzuschnitt im Baumarkt 65 1,00
Kunststofftasse (nur online erhältlich) inkl. Versand 18 0,50
Kleinbauteile (Scharniere, Schrauben, Bodenpads, Vlies, Schnur,…) 10 0,50
Dichtungsband (in der 6m Packung) 7 0,25
Hanfmatte (gibt’s nur als Großpackung) 8 0,25
Kalk und Gesteinsmehl (im 7kg Sack erhältlich) 15 0,25
Kleinwerkzeug (Bits, Messer, Bohrer, Schleifpapier,…) 15 0,50
Teile vorbereiten (Bohren, Tackern, Zuschneiden,…) 1,50
Summe 138 € 6,75 h
Tacker zum Schließen der Luftlöcher (inkl. Klammerl) 20 0.25

Wurmkiste kaufen bei Wurmkiste.at

Das Selbstbauset für die Wurmkiste ist bei uns für 170,– erhältlich, Der Aufbau nimmt maximal 2 Stunden in Anspruch. Du bezahlst also ein bisschen mehr, als wenn du selbst aktiv wirst, bekommst aber eine garantiert zufriedenstellende Lösung und den Kundenservice obendrein. Noch budgetfreundlicher wird es übrigens mit unserer kleinen Wurmkiste, die gibt’s bereits für 120,–

Wie auch immer du zu letztendlich deiner Wurmkiste kommst – schön, dass du dich für diesen Weg entschieden hast. Wir wünschen dir viel Freude beim Kompostieren und fleißige Würmer!

Erfahre mehr über unsere Produkte

Du weißt, dass dein Biomüll in Zukunft in der Wurmkiste landet und sich deine neuen Haustiere darüber freuen werden. Wunderbar, denn: jede Schale, Tee-Rest oder Kaffeesatz, der im natürlichen Kreislauf bleibt, ist wertvoll. Doch hast du alles, was du für einen guten Wurmkisten-Start brauchen wirst? Hier eine Checkliste für dich!

 

1. Die richtige Kiste wählen

Wahrscheinlich bist du dir schon sicher, welche du brauchst. Zwei Fragen sind ausschlaggebend:

Wieviele Personen leben im Haushalt?

Wo soll die Wurmkiste stehen?

Du hast vermutlich schon einen guten Platz für die Wurmkiste ausgesucht, am besten natürlich gleich dort, wo der Biomüll entsteht, damit er ohne Umwege in die Wurmkiste wandern kann. Zum passenden Ort gibt es noch folgende Standort-Empfehlungen:

  • drinnen, in der guten Stube/Küche/Esszimmer/Wohnzimmer… = alle Wurmkistenmodelle und auch der WormBag sind auch für drinnen geeignet
  • draußen, in der warmen Jahreszeit = für alle Modelle möglich. Wirklich empfehlenswert allerdings nur für die Familienwurmkiste und für den WormBag (alle sollten aber auch auf jeden Fall überdacht stehen)
  • ganzjährig draußen = Familienwurmkiste; diese sollte aber unbedingt überdacht sein und geschützt stehen (z.B.: an der Hauswand). Der  WormBag sollte in der Garage oder ähnliches überwintern, da er keine Isolationsfähigkeiten hat.

Wichtig für die Standortwahl: Dort wo es wir Menschen den ganzen Tag gut aushalten würden, ist es auch für die Würmer in der Wurmkiste ideal. Ein schattiger Platz ist zu bevorzugen. Nicht passend wäre ein Balkon mit Mittags- und Nachmittagssonne im Sommer.

2. Selbstbauset oder fertige Kiste?

Hier gibt es zwei Kriterien:

  • Du hast Freude daran, das Zuhause für deine neuen Haustiere selber zusammenzubauen – vielleicht gleich gemeinsam mit deiner Familie, Kindern oder Mitbewohnern. Ihr könnt die Wurmkiste noch nach euren Vorstellungen selber gestalten und bemalen. In der beigelegten Bauanleitung und unseren Video-Anleitungen ist alles Schritt-für-Schritt erklärt und falls es doch Fragen gibt beim Zusammenbauen, sind wir auch für dich telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Falls du allerdings denkst “Ich habe keinen Akkuschrauber, und das ist gut so!” ;-) gibt es natürlich auch die Variante: Paket öffnen, auspacken und mit der mitbestellten Wurmpopulation gleich loslegen :-).
  • Natürlich der Preis: die Selbstbausets der Wurmkisten, Wurmhocker und Familienwurmkiste sind natürlich deutlich günstiger. Da wir die Wurmkisten selbst in unserer Werkstatt in Andorf sorgfältig zusammenbauen, nicht “irgendwo” fertigen lassen und dafür auch normale Löhne bezahlen möchten, schlägt sich das natürlich auch im Preis nieder. Und das was davon übrig bleibt, stecken wir ohnehin gleich in neue Wurmkompostierungs-Forschungsprojekte :-).

3. Würmer gleich mitbestellen?

Wenn du eine fertig zusammengebaute Wurmkiste (egal welches Modell) oder den WormBag bestellst, kannst du eine Wurm-Startpopulation auf jeden Fall gleich mitbestellen. Die Würmer können ja nach Erhalt gleich in ihr neues Zuhause einziehen.

Wenn du dich für ein Selbstbauset entschieden hast, sollte zwischen Erhalt der Kiste und dem Zusammenbauen nicht mehr als eine Woche liegen. In dem Fall kannst du die Würmer auch gleich mitbestellen. Das spart natürlich Versandkosten.

Sollte allerdings mehr als eine Woche zwischen Zustellung und möglichen Einzug der Würmer liegen, dann bestelle die Wurmpopulation besser erst, wenn ihr Zuhause bereit ist.

Gut zu wissen: Wenn du eine Wurmkiste bei uns bestellst, sind die Würmer nicht automatisch dabei. Manche Neo-WurmkistenbesitzerInnen erhalten ihre Startpopulation von anderen Wurmkistlern.

4. Hab ich an alles gedacht?

Es ist hilfreich, eine Sprühflasche zu Hause zu haben, um die Wurmkiste mit Wasser zu befeuchten. Beim Start oder wenn du merkst, dass die Wurmkiste zu trocken ist, ist es gut, immer wieder reinzusprühen. Trockener Biomüll wird nämlich nicht gefressen und langfristig würde Trockenheit auch den Würmern schaden. Wenn du Wasser hineinsprühst, kann das Substrat die Flüssigkeit leichter aufnehmen, als wenn man das Wasser einfach nur hineinschütten würde. Ob die Wurmkiste zu trocken oder zu feucht ist, lässt sich leicht über die “Faustprobe” herausfinden.

Für das Selbstbauset solltest du zusätzlich einen Akkuschrauber und etwas Speise-Leinöl aus dem Supermarkt zu Hause haben, damit du gleich mit dem Zusammenbauen loslegen kannst (bei dem Selbstbauset der Familienwurmkiste ist das Leinöl nicht notwendig).

Wenn du gleich für die nächsten 6-12 Monate vorsorgen möchtest, kannst du bei deiner Wurmkistenbestellung gleich ein zusätzliches Nachrüstset mit 5 Hanfmatten dazunehmen. Eine Hanfmatte reicht für ca. 1-2 Monate. Spätestens dann hat sie als Kinderstube ausgedient und die Würmer haben sie vermutlich auch schon angeknabbert. Du kannst die zerfledderte Hanfmatte einfach etwas zerpflücken und in der Wurmkiste lassen. Biomüll wieder ganz normal weiterfüttern und eine neue Hanfmatte oben drauf legen. 1 Hanfmatte und 1 Mineralmischung (reicht für ca. 12 Monate) sind bei der Kistenbestellung ohnehin enthalten.

5. Wie wird die erste Zeit mit den neuen Haustieren?

Am Anfang brauchen die Wurmis noch etwas Eingewöhnungszeit. Das Substrat, in dem sie geliefert werden ist gleichzeitig auch Futter für sie.

Die erste Biomüll-Fütterung ist am 3. Tag, nachdem sie in die Wurmkiste eingezogen sind. Am Anfang ist die notwendige Futtermenge auch wirklich gering: 1 Esslöffel bis max. 1 kleine Tasse pro Tag. Zu Beginn ist allerdings wirklich wichtig, die Würmer und die Mikroorganismen nicht zu überfordern und mit kleinen Mengen zu starten. Aber das wird sich rasch ändern 😊.

Innerhalb von 6 Monaten verspeisen die Würmer, gemeinsam mit den Mikroorganismen, dann bis zu 500g (normale Wurmkiste bzw. Wurmhocker), 1000g (Familienwurmkiste) oder sogar bis zu 2000g (WormBag) pro Tag.

Es macht große Freude, die Wurmkiste und ihre Bewohner zu beobachten. Es ist auch wichtig, in Kontakt zu bleiben. Auch wenn sich die Wurmkiste langsam vom aufregenden neuen Forschungsobjekt zum lebendigen Einrichtungsgegenstand wandelt, ist es gut, immer wieder mal ausgiebig reinzuschauen um Veränderungen wahrzunehmen und ggf. frühzeitig reagieren zu können.

Nach circa 3 Monaten entsteht dann auch zum ersten Mal Wurmtee, den man zum Gießwasser für die Pflanzen beimischen kann. Und nach 6 Monaten wird man auch mit der ersten Humus-Ernte belohnt  😊.

Falls noch Fragen offen sind, schau mal bei den FAQs vorbei!

Wir wünschen dir viel Freude mit deiner Wurmkiste und deinen neuen Haustieren.

Bleib „in Kontakt“ mit deinen Würmern und deiner Wurmkiste. Auch wenn man sich daran gewöhnt und sie ein liebgewonnener, lebendiger Einrichtungsgegenstand geworden ist, schadet es nicht, ab und zu einen genaueren Blick reinzuwerfen, vielleicht den schon verwerteten Biomüll etwas genauer anzusehen. Oft lassen sich so kleinere und größere Schwierigkeiten ganz leicht vermeiden.

Hab auch keine Scheu davor mal hineinzugreifen, Orte und Futter zu finden, die deinen Würmer besonders gut gefallen. Wenn du magst, natürlich mit Handschuhen, ansonsten einfach danach die Hände gut mit Seife waschen. Du kannst dir auch zB mit einem Löffel abhilfe schaffen, aber vorsichtig, dass du keine Würmer verletzt. 

So, nun alles Schritt für Schritt:

es ist normal, dass der Deckel ein wenig nachdunkelt. Die Deckelinnenseite sollte immer wieder gut abtrocknen und nicht dauer-feucht sein.

 

Wie steht es um die Feuchtigkeit?

Um die aktuelle Feuchtigkeit festzustellen, gibt es einige Indikatoren:

  • Der Deckel soll nicht „dauerfeucht“ sein. In dem Fall regelmäßig untertags lüften und abtrocknen lassen.
  • Das Holz der gesamten Kiste darf sich mit der Zeit etwas dunkler verfärben, sollte aber nicht tief schwarz sein (das wäre ein Zeichen dafür, dass es „dauerfeucht“ ist, Abhilfe siehe oberhalb)
  • Ist die Hanfmatte feucht und sind viele Würmer drinnen ist dies ein gutes Zeichen. Sollte die Hanfmatte ganz trocken sein, dann ist es zu trocken in der Wurmkiste. In diesem Fall mit der Sprühflasche ein wenig nachhelfen und die oberste Schicht Bioabfälle befeuchten.
  • Das Substrat/halb verarbeiteter Biomüll soll gut feucht sein, aber nicht matschig! Ggf. Kartonschnipsel untermischen (saugen und durchlüften besser als Zeitungspapierschnipsel). Zum Check der Feuchtigkeit kannst du eine Faustprobe machen. Dafür eine Hand voll Substrat in die Hand nehmen, Würmer aussortieren und das Substrat in der Hand fest zusammendrücken. Sollte Flüssigkeit leicht zwischen den Fingern durchkommen, ist es ideal. Es soll jedoch nichts „herausrinnen“. Dann wäre es eindeutig zu feucht. Matschige Wurmkisten beginnen zu riechen, die Bedingungen für die Würmer sind dann nicht mehr ideal und es könnte auch sein, dass die Membran zunehmend verstopft. (siehe unterhalb bei Wurmtee)

Wie geht es den Würmern?

Die Würmer sollten, wenn du den Deckel öffnest auch in den oberen Schichten zu sehen sein. Sie ziehen sich durch das Licht sofort nach unten zurück. Es ist normal, dass die Würmer auch auf der Erntekiste herumturnen und die Hanfmatte erkunden. Diese wird ja auch liebend gerne von ihnen verspeist. Sollten sie sich aber zu Haufen zusammenknäueln oder zentimeterhoch stapeln, dann ist etwas nicht in Ordnung.

Die Farbe der Würmer sollte rosig sein, es ist normal, dass sie zum Schwanzende hin leicht gelb-weißlich sind. Wenn die Würmer schlapp oder sehr unbeweglich sind, sollte man die Lage gut beobachten. Die Würmer sollten keinesfalls Einschnürungen aufweisen. Das würde auf eine Vergiftung durch Eiweiß oder Kohlenhydrate hindeuten.

Bildet sich Wurmtee?

Die Bildung von Wurmtee variiert stark und hängt vom Standort, Biomüll und Karton/Papiermenge ab. Wenn die Wurmkiste in einer warmen Umgebung steht zB bei Fußbodenheizung gibt es weniger/keinen Wurmtee. In den ersten 2-3 Monaten ist das Ausbleiben des Wurmtees völlig normal. Bemerkst du allerdings nach einigen Monaten Normalbetrieb inkl. kleinerer oder größeren Menge an Wurmtee, dass deine Wurmkiste sehr feucht ist, aber trotzdem kein Wurmtee entsteht, ist wahrscheinlich die Membran, das Netz unten zum Ablaufen in die Wurmteetasse, verstopft. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Kiste vorsichtig auszuräumen und das Substrat und den Biomüll samt Würmern vorübergehend in einen Kübel mit Belüftung zu geben. Dann die Membran mit einem weichen Schwamm oder einer sehr weichen Bürste reinigen und etwas trocknen lassen. Anschließend das Material samt Würmern wieder in die Kiste geben. Wenn es sehr feucht ist, ist es empfehlenswert, einige Hände voll Kartonschnipsel vorsichtig unterzumischen. Diese Reinigung der Membran ist auch bei jeder Humusernte zu empfehlen.

So fütterst du richtig:

Fütterung: möglichst klein geschnitten, damit es rasch in Humus umgewandelt werden kann. Möglichst heterogen: eine gute Mischung aus Obst- und Gemüseresten, Karton/Papier-Schnipsel, Tee- und Kaffeetrester.

Mineralmischung: mit einem Abstand von 3 Wochen 1 Esslöffel puderzuckerartig auf die oberste Schicht Biomüll streuen. Danach ggf. ein wenig mit Wassersprühflasche befeuchten.

Wer lebt in der Wurm-WG?

Mitbewohner: Die Würmer haben fleißige Hilfe. Versuche diese mit Hilfe unserer Videos (Link 1 und 2 ) zu identifizieren. Bei normalen Mitbewohnern musst du nichts tun. Bei unerwünschten Gästen versuche die Ratschläge rasch umzusetzen, dann sollte bald wieder alles im Gleichgewicht sein.

Fruchtfliegen-Fallen im Test

Fliegen vermeiden:

  • Fruchtfliegen vorbeugen: gleich bei der ersten Fruchtfliege im Frühsommer eine Fruchtfliegenfalle außerhalb und ggf. auch in der Kiste aufstellen. Auf keinen Fall abwarten – sonst werden es mit Sicherheit mehr statt weniger. Bioabfälle gleich verfüttern: Wenn er in einem Schüsselchen gesammelt wird und 1-2 Tage im Wohnraum steht, ist dies für die Fruchtfliegen eine Einladung, sich munter zu vermehren :-) HIER findest du wertvolle Tipps zum Fruchtfliegen vermeiden oder vertreiben. Eine wichtige Maßnahme zum Vorbeugen ist die Verwendung einer Hanfmatte, die den Biomüll für die Fliegen sehr schwer zugänglich macht.
  • Trauermücken vorbeugen: bereits bei geringem Befall handeln. Die Mücken gleich entfernen bzw. die Wurmkiste rechtzeitig mit Neem-Öl behandeln
  • Andere Fliegen vorbeugen: Manchmal legt eine Stubenfliege ihre Eier in die Wurmkiste, wenn man sie lüftet. Dies kann man vermeiden, indem man ein größeres Tuch oder Fliegennetz beim Lüften über die Kiste hängt.

Schau auch unter die grüne Kiste

Auch wenn man die Würmer in der Wurmkiste grundsätzlich nicht zu sehr stören sollte, ist eine Kontrolle des halbfertigen Humus unterhalb der grünen Erntekiste durchaus empfehlenswert. Schaue ca. 2 Monate nach Einsetzen der grünen Kiste mal in den Bereich darunter. Ist er schon einigermaßen gut zersetzt und ev. schon schön krümelig? Dann ist alles optimal. Sollte er “matschig” sein, mische bitte 1-3 Hände (je nach Feuchtigkeit) Kartonschnipsel unter. Setze dann die grüne Erntekiste wieder ein.

Schon Zeit für die Ernte?

Frühestens nach 5-6 Monaten nach Start bzw. der letzten Ernte kannst du Wurmhumus aus deiner Wurmkiste holen. Vorher ist der Humus noch nicht optimal für deine Pflanzen und es befindet sich auch noch viel Fressbares für die Würmer darin, was bedeutet, dass noch viele Würmer im Humus sind.

 

 

Und jetzt? Hab ganz lange viel Freude mit deiner Wurmkiste. Wenn Fragen auftauchen sollten, die in diesem Artikel nicht beantwortet werden, findest du viele Antworten in unseren FAQs.

Lieber einen fertigen Bausatz für eine Wurmkiste kaufen, oder recherchieren und alles selbst machen?

In unseren Wurmkisten stecken viele Jahre Erfahrung, Weiterentwicklung und Wissen, allerdings  ist nicht alles auf den ersten Blick ersichtlich und der Preis erscheint vielleicht etwas hoch. Um euch die Entscheidung zu erleichtern, haben wir beschlossen die Vorteile einer gekauften Wurmkiste für euch zusammen zu fassen.
Vorweg: Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen von der Wurmkompostierung zu überzeugen. Wir wollen damit nicht superreich werden, aber nachhaltig wirtschaften und wachsen können.

 

Fair und nachhaltig handeln

  • Unsere Wurmkisten werden von Hand in Österreich gefertigt, teils in Zusammenarbeit mit integrativen Betrieben (TeamWork in Linz und Lebenshilfe Eggerding)
  • Wir produzieren ein grünes Produkt, bei dem die respektvolle Beziehung zwischen Mensch, Tier und Erde im Mittelpunkt aller Bemühungen steht. Dementsprechend übernehmen wir als Unternehmen Verantwortung und achten auf unseren ökologischen Fußabdruck. Eine ressourcenschonende Produktion und optimierte Transportwege stellen wichtige Eckpfeiler unseres Handelns dar. Die sorgfältige Auswahl unserer Materialien und der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen sind für uns Ehrensache.
  • Die nachhaltige Qualität ist uns ebenso wichtig wie die fairen Bedingungen für unsere Mitarbeiter:innen, Partner:innen und die Würmer. Faire Entlohnung, Sicherheit am Arbeitsplatz und Wurmwohl stehen im Vordergrund.
  • Wir haben viel getestet und weiterentwickelt, um euch eine Wurmkiste anzubieten, die funktioniert, auf die Würmer optimal abgestimmt und dicht ist. Es handelt sich hier nicht einfach um eine Holzkiste, in der Würmer kriechen. Der Aufbau ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint und wir wissen, dass unsere Wurmkiste bei korrekter Handhabung viele Jahre Freude bereitet.
  • Wir stecken viel Energie in Dinge, die wir gerne tun: Unser geballtes Wissen stellen wir auf verschiedensten Wegen zur Verfügung. Auf unserer Website, auf Youtube, Instagram, Facebook und natürlich in der Betriebsanleitung, die deiner Wurmkiste beiliegt, teilen wir unseren Erfahrungsschatz rund um Wurmkisten und Wurmkompostierung. Wir entwickeln unser Wissen und unsere Produkte ständig weiter und teilen neue Erkenntnisse mit unserer Community.
  • Support inklusive: Darüber hinaus stehen wir auch bei spezifischen Fragen zur Verfügung und setzen uns dafür ein, jede Kiste optimal zum Laufen zu bringen. Sei es bei Bedenken vorab oder bei Fragen zur Kiste, wenn sie schon im Betrieb ist: Wir gehen individuell auf alle Anfragen ein und bemühen uns, für jedes Problem die passende Lösung zu finden.

 

Lösungen für Selber-Macher:innen

Das Thema Support bildet auch gleich die Überleitung zur zweiten eingangs erwähnten Frage. Sollen wir ambitionierte Selbermacher:innen dabei unterstützen, ihre eigenen Wurmkisten? Wir haben hin und her überlegt… und uns dann aus gutem Grund dagegen entschieden. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, eine Wurmkiste zu bauen, die dicht ist, die zuverlässig arbeitet und an der man lange eine Freude hat. Wenn ihr Zeit und Lust habt selbst zu experimentieren, findet ihr auf Youtube unzählige Videos zum Bauen von Wurmkisten. Lasst euch inspirieren. Eine Wurmkiste ist ein kleines Ökosystem mit unzählig vielen verschiedenen Abläufen und komplexen Zusammenhängen, da muss vieles bedacht und auch ein wenig experimentiert werden. Wir haben nun schon einige Jahre Erfahrung sammeln können und für die handwerklich geschickten Sparfüchse unter euch das Selbstbauset entwickelt. Mit diesem bekommt ihr von uns alle Teile, die es zum Bau einer zuverlässigen Wurmkiste braucht. Ihr profitiert ihr von unserem Trial & Error, dürft aber selbst aktiv werden.

Aber jetzt zum Preisvergleich

Du bist dennoch davon überzeugt, dass du mit deiner eigenen Konstruktion bares Geld sparen kannst? Dann könnte dich unsere Tabelle interessieren. Nachfolgend findest du eine Kosten- und Zeitaufstellung für das Selberbauen einer Wurmkiste mit Material aus dem Baumarkt.

Wurmkiste selber bauen

Preis in € Zeit in h
Recherche Bauplan im Internet 2,00
Holzzuschnitt im Baumarkt 65 1,00
Kunststofftasse (nur online erhältlich) inkl. Versand 18 0,50
Kleinbauteile (Scharniere, Schrauben, Bodenpads, Vlies, Schnur,…) 10 0,50
Dichtungsband (in der 6m Packung) 7 0,25
Hanfmatte (gibt’s nur als Großpackung) 8 0,25
Kalk und Gesteinsmehl (im 7kg Sack erhältlich) 15 0,25
Kleinwerkzeug (Bits, Messer, Bohrer, Schleifpapier,…) 15 0,50
Teile vorbereiten (Bohren, Tackern, Zuschneiden,…) 1,50
Summe 138 € 6,75 h
Tacker zum Schließen der Luftlöcher (inkl. Klammerl) 20 0.25

Wurmkiste kaufen bei Wurmkiste.at

Das Selbstbauset für die Wurmkiste ist bei uns für 170,– erhältlich, Der Aufbau nimmt maximal 2 Stunden in Anspruch. Du bezahlst also ein bisschen mehr, als wenn du selbst aktiv wirst, bekommst aber eine garantiert zufriedenstellende Lösung und den Kundenservice obendrein. Noch budgetfreundlicher wird es übrigens mit unserer kleinen Wurmkiste, die gibt’s bereits für 120,–

Wie auch immer du zu letztendlich deiner Wurmkiste kommst – schön, dass du dich für diesen Weg entschieden hast. Wir wünschen dir viel Freude beim Kompostieren und fleißige Würmer!

Erfahre mehr über unsere Produkte