Beiträge

Wenn du im Herbst oder Winter mit deiner Wurmkiste startest, freuen sich deine Jungpflanzen im Frühling über frischen Wurmhumus.

Der ideale Zeitpunkt für den Start der Wurmkiste

Blätter rascheln, Frühnebel hüllt die Landschaft ein –  es wird ruhiger in Natur und Garten. Nach der Üppigkeit des Sommers ziehen wir uns gerne zurück in unser Zuhause, werden ein wenig leiser und nehmen uns wieder mehr Zeit für sinnliche Gedankengänge und Beobachtungen. Der Herbst und der herannahende Winter sind die idealen Jahreszeiten, um die Kräfte wieder zu bündeln. Der Jahreskreis schließt sich, womit die Grundlagen für das nächste Frühjahr geschaffen werden. Und so fällt in diese Zeit auch der beste Zeitpunkt für einen Wurmkisten-Start.

Im Herbst ziehen wir uns gerne zurück in unser Zuhause und nehmen uns Zeit für sinnliche Gedankengänge und Beobachtungen.

Möchtest du gleich mit deiner Wurmkiste loslegen?

Zum Onlineshop

Die Wurmkiste im Jahreskreis

Mit Blick auf die Jahreszeiten wird deutlich: Wer im Frühjahr die eigenen Jungpflanzen mit natürlichem Wurmhumus versorgen möchte, sollte im Herbst mit einer Wurmkiste beginnen.

Wurmhumus ist bester natürlicher Dünger. Die Würmer verdauen den Biomüll und beleben diesen mit verschiedensten Mikroorganismen. Dadurch ergibt sich eine optimale Versorgung der Pflanzen. Nicht umsonst wird Wurmhumus auch schwarzes Gold genannt. Damit der Wurmhumus reif ist dauert es meist auch ein paar Monate, deshalb dauert es nach dem Starten der Wurmkiste etwa 4 Monate, bevor die erste Ernte ansteht. Dadurch sind die Herbst- und Wintermonate der optimale Zeitpunkt zum Starten des Wurmkomposter.

Ein Start im Herbst gelingt deshalb auch besonders gut, weil die ausgedehnten Urlaube und Ausflüge des Sommers vorbei sind und man bereit dafür ist, zuhause etwas neues auszuprobieren.

Der Jahreskreis mit der Wurmkiste. Im Herbst starten, im Winter füttern, im Frühling ernten, im Sommer genießen.

Das Indoor-Programm für raue Herbsttage

Draußen ist es nass und nebelig? Der ideale Moment für einen Wurmkisten-Zusammenbau-Nachmittag! Am besten mit der Familie, mit den WG-Freund:innen, den Kindern oder einfach gemeinsam mit den Würmern, die freudig auf den Einzug in ihr neues Zuhause warten.

Die Anleitung studieren, Bretter begutachten, Utensilien bereitlegen… Vielleicht entstehen noch schöne Ideen, um die Wurmkiste persönlich zu gestalten. Um sicher zu gehen, gibt es auch noch unser Video mit genauer Anleitung. Dann kann‘s losgehen! Kleben, Schrauben, Schleifen – und zum Abschluss richtig hübsch machen mit natürlichem Leinöl und – wenn gewünscht – eigenen Akzenten.

Feuchtkalte Tage im Herbst sind ideal für einen gemeinsamen Wurmkistenbau in der Wohnung.

Was passiert da…?

Mit der Wurmkiste zieht ein kleines Ökosystem mit spannenden Bewohnenden ein. Es macht Freude, sich auf diesen Prozess einzulassen, sich Zeit zu nehmen, Neues zu lernen und zu beobachten. Auch wenn Würmer sicher nicht so viel Aufmerksamkeit und Zeit beanspruchen wie andere Haustiere, sollte man die eigene Neugier nicht unterschätzen.

Es kommt nicht selten vor, dass Neo-Wurmeltern minutenlang vor der offenen Kiste verweilen und die fleißigen Mitbewohnenden beobachten. Dieses aneinander gewöhnen ist auch wichtig und bietet eine durchaus sinnliche Erfahrung. Was tut sich da? Wie schaut lebendiger Boden aus? Welchen Geruch hat er? Was ist das für ein Gefühl, wenn ein Wurm am Handrücken herumklettert? Hab’ ich schonmal feuchte Erde gefühlt?  …und wie geht es mir damit? Auch die Würmer brauchen erst ein paar Tage Eingewöhnungszeit, bevor die erste Fütterung erfolgt.

Was passiert da? Der Herbst ist der beste Zeitpunkt, um deine neuen Mitbewohnenden eingehend kennen zu lernen.

Saisonales Futter

Mit einer Wurmkiste lebt man mit den Jahreszeiten und im Herbst fällt wunderbar vielfältiges Futter an: Saftige Apfelreste, frische Erdäpfelschalen, verschiedene bunte Salatblätter, wertvolle Kürbisschalen, die Reste eines herbstlichen Blumenstraußes…

Die Wurmkiste ist eine schöne Begleitung durch die Jahreszeiten. Im Winter holt sie ein Stück Natur ins Haus. Das ersetzt zwar den Garten nicht, bietet aber spannende Erlebnisse und verkürzt die Wartezeit, bis es draußen wieder sprießt und blüht.

Im Herbst gibt es reichhaltiges Futter für die Bewohnenden deiner Wurmkiste

Los geht’s!

Schau dich in unserem Onlineshop um und lerne unsere Wurmkistenmodelle kennen. Bist du noch unsicher, welche Wurmkiste zu deinem Haushalt passt? Dann empfehlen wir dir unsere Checkliste.

Wenn du im Herbst oder Winter mit deiner Wurmkiste startest, freuen sich deine Jungpflanzen im Frühling über frischen Wurmhumus.

Der ideale Zeitpunkt für den Start der Wurmkiste

Blätter rascheln, Frühnebel hüllt die Landschaft ein –  es wird ruhiger in Natur und Garten. Nach der Üppigkeit des Sommers ziehen wir uns gerne zurück in unser Zuhause, werden ein wenig leiser und nehmen uns wieder mehr Zeit für sinnliche Gedankengänge und Beobachtungen. Der Herbst und der herannahende Winter sind die idealen Jahreszeiten, um die Kräfte wieder zu bündeln. Der Jahreskreis schließt sich, womit die Grundlagen für das nächste Frühjahr geschaffen werden. Und so fällt in diese Zeit auch der beste Zeitpunkt für einen Wurmkisten-Start.

Im Herbst ziehen wir uns gerne zurück in unser Zuhause und nehmen uns Zeit für sinnliche Gedankengänge und Beobachtungen.

Möchtest du gleich mit deiner Wurmkiste loslegen?

Zum Onlineshop

Die Wurmkiste im Jahreskreis

Mit Blick auf die Jahreszeiten wird deutlich: Wer im Frühjahr die eigenen Jungpflanzen mit natürlichem Wurmhumus versorgen möchte, sollte im Herbst mit einer Wurmkiste beginnen.

Wurmhumus ist bester natürlicher Dünger. Die Würmer verdauen den Biomüll und beleben diesen mit verschiedensten Mikroorganismen. Dadurch ergibt sich eine optimale Versorgung der Pflanzen. Nicht umsonst wird Wurmhumus auch schwarzes Gold genannt. Damit der Wurmhumus reif ist dauert es meist auch ein paar Monate, deshalb dauert es nach dem Starten der Wurmkiste etwa 4 Monate, bevor die erste Ernte ansteht. Dadurch sind die Herbst- und Wintermonate der optimale Zeitpunkt zum Starten des Wurmkomposter.

Ein Start im Herbst gelingt deshalb auch besonders gut, weil die ausgedehnten Urlaube und Ausflüge des Sommers vorbei sind und man bereit dafür ist, zuhause etwas neues auszuprobieren.

Der Jahreskreis mit der Wurmkiste. Im Herbst starten, im Winter füttern, im Frühling ernten, im Sommer genießen.

Das Indoor-Programm für raue Herbsttage

Draußen ist es nass und nebelig? Der ideale Moment für einen Wurmkisten-Zusammenbau-Nachmittag! Am besten mit der Familie, mit den WG-Freund:innen, den Kindern oder einfach gemeinsam mit den Würmern, die freudig auf den Einzug in ihr neues Zuhause warten.

Die Anleitung studieren, Bretter begutachten, Utensilien bereitlegen… Vielleicht entstehen noch schöne Ideen, um die Wurmkiste persönlich zu gestalten. Um sicher zu gehen, gibt es auch noch unser Video mit genauer Anleitung. Dann kann‘s losgehen! Kleben, Schrauben, Schleifen – und zum Abschluss richtig hübsch machen mit natürlichem Leinöl und – wenn gewünscht – eigenen Akzenten.

Feuchtkalte Tage im Herbst sind ideal für einen gemeinsamen Wurmkistenbau in der Wohnung.

Was passiert da…?

Mit der Wurmkiste zieht ein kleines Ökosystem mit spannenden Bewohnenden ein. Es macht Freude, sich auf diesen Prozess einzulassen, sich Zeit zu nehmen, Neues zu lernen und zu beobachten. Auch wenn Würmer sicher nicht so viel Aufmerksamkeit und Zeit beanspruchen wie andere Haustiere, sollte man die eigene Neugier nicht unterschätzen.

Es kommt nicht selten vor, dass Neo-Wurmeltern minutenlang vor der offenen Kiste verweilen und die fleißigen Mitbewohnenden beobachten. Dieses aneinander gewöhnen ist auch wichtig und bietet eine durchaus sinnliche Erfahrung. Was tut sich da? Wie schaut lebendiger Boden aus? Welchen Geruch hat er? Was ist das für ein Gefühl, wenn ein Wurm am Handrücken herumklettert? Hab’ ich schonmal feuchte Erde gefühlt?  …und wie geht es mir damit? Auch die Würmer brauchen erst ein paar Tage Eingewöhnungszeit, bevor die erste Fütterung erfolgt.

Was passiert da? Der Herbst ist der beste Zeitpunkt, um deine neuen Mitbewohnenden eingehend kennen zu lernen.

Saisonales Futter

Mit einer Wurmkiste lebt man mit den Jahreszeiten und im Herbst fällt wunderbar vielfältiges Futter an: Saftige Apfelreste, frische Erdäpfelschalen, verschiedene bunte Salatblätter, wertvolle Kürbisschalen, die Reste eines herbstlichen Blumenstraußes…

Die Wurmkiste ist eine schöne Begleitung durch die Jahreszeiten. Im Winter holt sie ein Stück Natur ins Haus. Das ersetzt zwar den Garten nicht, bietet aber spannende Erlebnisse und verkürzt die Wartezeit, bis es draußen wieder sprießt und blüht.

Im Herbst gibt es reichhaltiges Futter für die Bewohnenden deiner Wurmkiste

Los geht’s!

Schau dich in unserem Onlineshop um und lerne unsere Wurmkistenmodelle kennen. Bist du noch unsicher, welche Wurmkiste zu deinem Haushalt passt? Dann empfehlen wir dir unsere Checkliste.

Ein Gastbeitrag von Birgit Schattling, Bio-Balkon. Dort bekommst Du noch mehr praktische Anleitung für üppige, freudebringende Balkon-Oasen, die eine Wohltat für Menschen, Insekten und Tiere sind.

Mein Erfahrungen nach 6 Jahren Praxiseinsatz Wurmkompostierung in der Küche und beim Gärtnern auf meinen Berliner Stadtbalkons und fünf Fensterbrettern. 

Birgits Naschbalkon ist nur 60 cm breit

2015 bezog ich eine der ersten Wurmkisten vom Entwickler David Witzeneder und liebe sie tatsächlich sehr. Wir stehen in einem innigen Verhältnis, ermöglicht sie mir als Stadtgärtnerin in Berlin City doch bestes Wachstum gesunder Pflanzen und große Ernten auf beiden Balkons (4 + 5 m²) und auch auf den Fensterbrettern. Ich bin begeistert, dass wir in unserer Wohnung neben der Selbstversorgung mit (frischen, unverpackten) Salaten, Kräutern, Gemüse, Sprossen und Microgreens einen weiteren nachhaltigen Naturkreislauf veranstalten. Mein Sohn freut sich über weitere Haustiere und baute sich im tollen Workshop mit David eine eigene Wurmkiste, die unter seinem Hochbeet steht. Nach jedem Gemüseschnippeln freue ich mich, dass ich die Reste sofort in die Kiste schmeißen kann, die praktischerweise in der Küche steht und nichts stinkt. Den zarten Geruch nach Waldboden nach dem Öffnen liebe ich. Oft werde ich auf meinen Webinaren und Social-Media-Kanälen gefragt: Warum wächst bei Dir so viel und so üppig? Ganz simpel und einfach: Ich dünge mit Wurmhumus aus der Wurmkiste! Meiner Wurmkiste entnehme ich viermal jährlich jeweils fünf Liter Wurmhumus und versorge damit die Pflanzen. 

Naschbalkon mit Hopfen, Baumspinat, Gewürztages, Wildtomate, Andenbeere, Apfelbaum, Vertikalbeet mit Erdbeere, Sommersalat.

Naschbalkon mit Hopfen, Baumspinat, Gewürztages, Wildtomate, Andenbeere, Apfelbaum, Vertikalbeet mit Erdbeere, Sommersalat.

Für mich als Bio-Gärtnerin kommt nur organische Düngung in Frage, energieintensiv erzeugte mineralische Düngung, wo oft Überdügungen auftreten, scheidet aus. Wir Bio-Gärtner füttern den Boden und halten diesen lebendig. Muss ich jedes Jahr neue Erde kaufen oder anmischen? Nein. Wurmhumus ist eine nachhaltige Variante, die Erde im Frühjahr aufzupeppen oder auch im August, wenn der Anbau von Wintergemüse einsetzt. Eine Auffrischung der Erde gelingt durch Anreicherung mit 10 % Wurmhumus. Für Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini, Paprika, Kohlgemüse sollte 15 % Wurmhumus untergemischt oder auf die Pflanzgefäße obendrauf gestreut und mit einer Gabel eingearbeitet werden. Aber jeweils bei nassem Wetter ohne Sonne, damit die feinen Mikroorganismen überleben. 

Mein Biotop auf dem Balkon. Naturerlebnis und Ernteglück mitten in der Stadt. Ein Eichhörnchen hat seinen Kobel hier eingerichtet.

Stadtgärtnern, die sich Erdsäcke im Baumarkt/Gartencenter kaufen, ist oft nicht bewusst, dass die Erde aufgrund der Hocherhitzung des Bioabfalls kein Bodenleben enthält, was aber zum erfolgreichen biologischen Gärtnern dazugehört. Wurmhumus, Wurmtee und Komposttee führt unserem Substrat organische Düngung und Bodenleben zu. Unsere Pflanzen wachsen kräftiger, gesünder, sind weniger krankheitsanfällig und die organische Düngung bringt die wichtigen Nährstoffe, ohne dass eine Überdüngung eintritt. Günstig ist ein Mulchen der Pflanzgefäße mit organischem Material, also ein Abdecken mit leicht angetrocknetem Rasenabschnitt, kleingeschnittenen Brennnesseln oder Schafwolle. Das Bodenleben aus dem Wurmhumus ernährt sich vom Mulchmaterial, zersetzt dieses und es wirkt düngend. Es ist ein wichtiger Zusammenhang, dass das Bodenleben, das wir über den Wurmhumus einbringen, Nahrung braucht, was wir über organische Bestandteile im torffreien biologischen Substrat, Schafwollpellets und Mulchmaterial bereitstellen.

Balkonkasten auf dem Fensterbrett mit Wintergemüse: Winterpostelein, Gundermann, Asia-Salat, Red Giant, Rucola.

Ist es frostfrei, können ganzjährig Pflanzen gesetzt werden. Mutig dürfen mehr als Tomaten, Kräuter und Chili angebaut werden. Aufgrund der Klimaänderung werden die frostfreien Zeiten und damit die Anbauzeiten für Sommergemüse länger. Toll wachsen im Balkonkasten Radieschen, Buschbohnen und Zuckererbsen. Stangenbohnen, Süßkartoffeln, Mexikanische Minigurke und Inkagurke geben einen essbaren Sichtschutz. Im großen Pflanzgefäß wachsen Säulenapfel, Aroniabeere und Felsenbirne, unterpflanzt mit Walderdbeeren und Glockenblumen. Wir dürfen rechtzeitig an den Anbau vom Wintergemüse denken. Super wächst im Balkonkasten Grünkohl und Palmkohl, die im Juni gepflanzt werden. August/September werden Wilde Rauke, Winterpostelein, Barbarakresse, die verschiedenen Asia-Salate wie Mizuna, Green in Snow, Pak Choi, Tatsoi gesät bzw. gepflanzt, damit auch im Herbst und Winter geerntet werden kann. Besonders eingebaute Balkons sind dafür geeignet, weil die Pflanzen nicht wechselndem Niederschlag ausgesetzt sind. Gerade Südbalkons sind prädestiniert für den Anbau von Wintergemüse, weil aufgrund des niedrigeren Sonnenstandes das Licht in den hinteren Ecken zur Verfügung steht. Günstig ist ein Ausnutzen der Vertikale mit Vertikalbeet, wo in mehreren Etagen übereinander gegärtnert wird und richtig viel Salat geerntet werden kann.

Balkonkasten mit Wintergemüse auf dem Fensterbrett Asia-Salat Mizuna, Winterpostelein, Stielmangold, Schnittsellerie.

Balkonkasten mit Wintergemüse auf dem Fensterbrett Asia-Salat Mizuna, Winterpostelein, Stielmangold, Schnittsellerie.

Wenn Du diesen Blogartikel liest, ist immer der geeignete Zeitpunkt für einen Start oder Ausbau. Wurmhumus und Komposttee aus Wurmhumus und Wasser hilft enorm, gute Erträge von gesunden Pflanzen aus gesundem Substrat zu erzielen, weil damit die Erde immer wieder belebt und gedüngt wird. Hast Du noch „alte, gebrauchte“ Erde in Deinen Pflanzgefäßen, dann frische sie mit 10 bis 15 % Wurmhumus auf und lege los. Wir können fast ganzjährig anbauen, Grünblick haben und ernten. Wir benötigen große Pflanzgefäße, beste torffreie Bio-(Gemüse)-Erde, gute biologisch produzierte Pflanzen aus samenfestem Saatgut in Vielfalt. Zu hohen Erträgen von gesunden Pflanzen mit großartigen Geschmäckern verhilft uns das Düngen und Aufpeppen unseres Substrates mit Wurmhumus aus der Wurmkiste. Meine Fotos und die Bio-Balkon-Community beweist es. Ich wünsche Gutes Gärtnern!

 

Die Berliner Balkongärtnerin, „Natur im Garten“ Botschafterin, Autorin und Veranstalterin der bisher sieben Online Bio-Balkon Kongresse Birgit Schattling ist Medienpreisträgerin 2018 der Deutschen Gartenbaugesellschaft. 2017 und 2019 war sie für den „European Award for Ecological Gardening“ nominiert. Im gleichen Jahr erhielt sie beim Grüne-Liga-Wettbewerb „Giftfreies Gärtnern“ einen Sonderpreis für Gärtnern auf kleinstem Raum. Sie ist hochschulzertifizierte „Fachberaterin für Selbstversorgung mit essbaren Wildpflanzen“. Ihr Hortus Bio-Balkon gehört zum „Hortus-Netzwerk. Vielfalt. Schönheit. Nutzen.“ – Monatsprojekt August 2019 der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Seit 2018 ist sie Jurorin beim Pflanzwettbewerb „Deutschland summt! Wir tun was für Bienen“. Für den Verlag Gräfe und Unzer schrieb sie den Ratgeber „Mein Biotop auf dem Balkon. Naturerlebnis und Ernteglück mitten in der Stadt“, welches nach vier Monaten bereits eine zweite Auflage erhielt. Birgit Schattling hilft (nicht nur) Stadtmenschen dabei, wieder mehr Grün und Selbstversorgung in die Städte zu bringen. 

Erfahre mehr über Birgits Arbeit: www.bio-balkon.de
Es gibt auch in Kürze (ab 20. August 2021) einen Kongress zum Anbau von Wintergemüse, wo ihr erfahrt. wie ihr auch im Winter Frisches ernten könnt!

 

Pflanzenerden gibt es viele zu Kaufen – praktisch jeder Supermarkt hat sie in großen Plastiksäcken vor dem Geschäft. Hier verliert man schnell den Überblick, denn auch die Begriffe Blumenerde, Bio-Spezial-Dünger, torfreduziert usw. können verwirrend sein.

In diesem Beitrag erfährst du, worauf es bei der Wahl der Pflanzenerde ankommt, und welche Gründe für die Herstellung deiner eigenen Erde sprechen.

Plastik in der Kompostieranlage

Wusstest du, dass das Plastik aus der Biotonne, sich in deiner gekauften Blumenerde finden lässt? Leider kennen wir alle die Situation, du bringst deinen Biomüll zur Biotonne und entdeckst, dass deine Nachbar*innen zuvor ein „normales“ Plastiksackerl voll mit Küchenabfällen reingeworfen haben. Der Faulheit halber mit dem Sackerl. Was passiert damit auf der Kompostanlage? Im besten Fall wird es aussortiert. In den meisten Fällen allerdings (wegen dem erhöhten Aufwand) wird es gehäckselt und mischt sich unter die fertige Erde. Das kann soweit gehen, dass es nicht mehr sichtbar ist. Ohne zu wissen, schleppst du dir dadurch jede Gartensaison Plastik mit verschiedensten Additiven (BPA) in den Garten. Eine Regulierung oder einen Grenzwert gibt es hier leider nicht. Nach dem Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“

Nährstoffe & Mikroorganismen zählen

Neben Stickstoff, dem wichtigsten Nährstoff für die Pflanze, gibt es weitere Makro- und Mikronährstoffe. Die Pflanze braucht die Makronährstoffe in größeren Mengen und die Mikronährstoffe nur in kleinen Dosen – manche ausschließlich in bestimmten Wachstumsphasen.

Aber es sind nicht nur die Nährstoffe, die zählen. Mindestens genauso wichtig: Die vorhanden Mikroorganismen.Diese sind verantwortlich für die Speicherung von Nährstoffen (Lebendverbau) und den Transport der Nährstoffe zur Pflanze. Und auch für die Kommunikation der Pflanze sind Mikroorganismen im Einsatz: Die Pflanze sendet Botenstoffe aus und teilt so mit, dass sie beispielsweise Phosphor braucht – die Mikroorganismen in der Erde machen sich auf die Suche und transportieren diesen zu Wurzel – im Austausch erhält das Bakterium Zucker, sozusagen als Aufwandsentschädigung.

Leider ist es so, dass in vielen gekauften Erden sehr wenige und einseitige Mikroorganismen zu finden sind. Grund dafür ist die lange Lagerung (bis zu mehreren Jahren) auf betonierten Lagerplätzen, die Sonne, Schnee und Regen ausgesetzt sind. Zudem ist diese Erde meist in Plastiksäcke verpackt, wodurch kein Luftaustausch mehr stattfinden kann. Bakterien brauchen jedoch Sauerstoff.

Somit ist klar: Damit die Pflanze gedeihen kann, braucht sie nicht nur Nährstoffe, sondern auch eine Vielfalt an Mikroorganismen.

Kompostqualität

Wie kann ein 40 Liter Sack Pflanzerde im Baumarkt weniger als 2€ kosten? Die Herstellungskosten müssen unter 0,5€ liegen, da Transport, Handel, Werbung und Steuern den Großteil verschlingen. In der Praxis ist es so, dass die Kompostqualität sehr stark variieren kann. Auch unter hochwertigen Erden kann es vorkommen, dass die Herstellung von Kompost aus Biomüll zu schnell, zu langsam, zu nass oder zu heiß verlaufen ist und somit chemische Verbindungen (Wasserstoffverbindungen) entstehen können, die eher zu vermeiden sind. 2018 haben wir einen Versuch zum Pflanzenwachstum durchgeführt. Neben unseren Wurmkompost kamen auch (scheinbar) hochwertige Erden vom Supermarkt zum Einsatz und auch hier zeigte sich, dass eine den Test nicht schaffte. Je günstiger die Erde ist, desto höher die Chance, dass die Qualität nicht passt.

Ausgangsmaterial für Kompost

Es gibt verschiedene Methoden, um Kompost herzustellen. Die meist bekannten sind der Biomüll aus der Biotonne, Rasenschnitt und Strauchschnitt. Dazu noch die weniger bekannten wie Torf und Klärschlamm. Torf ist nicht sehr ökologisch, da er kein nachwachsender Rohstoff ist und Klärschlamm beinhaltet Hormone, Chemikalien und Schwermetalle.

Kompost aus den ersten drei genannten Quellen ist unproblematisch. Aber wie kann ich sicher gehen, dass keine Schwermetalle von Klärschlamm in meine Erde kommen oder Torf verwendet wird? Klärschlamm darf nicht in Pflanzenerden, die für Gemüse und Obst beworben werden, enthalten sein. Der Grund dafür ist, dass die Schwermetalle in die Pflanze wandern können und toxisch auf den menschlichen Organismus wirken. Deshalb wird Klärschlamm primär für Blumenerden verwendet. Diese sind auch gleich 1-2 Euro günstiger und leider greifen viele Leute nach der Blumenerde und verwenden sie für’s Gemüse. Und auch wenn die Blumenerde tatsächlich für die Blumen zum Einsatz kommt – was geschieht damit nach der Saison? Meistens wird sie auf den Komposthaufen geschüttet. So bringst du dann diese Problemstoffe in den eigenen Nährstoffkreislauf.

Darum solltest du deine Erde in der Wurmkiste oder im WormBag am besten selbst herstellen:

  1. Du weißt, was du hineingeworfen hast. Kein Mikroplastik, keine Schwermetalle oder andere Stoffe die du sonst auch nicht essen würdest.
  2. Der Humus wird zu dem Zeitpunkt geerntet, wann er gebraucht wird und ist somit absolut frisch.
  3. Auf und im Kompostwurm leben eine Vielzahl an Mikroorganismen, die sich natürlich auch in der Erde ansiedeln und wichtig für die Pflanzen sind – Wurmhumus ist belebte Erde, die gesunde Pflanzen hervorbringt.
  4. Langfristig gesehen, ist eine Wurmkiste günstiger, als jährlich qualitativ hochwertige Erde zu kaufen. Wer diesen Blogbeitrag gelesen hat, wird wahrscheinlich ab nun nicht mehr zur € 2.-  Erde greifen.
  5. Es entsteht kein Plastikmüll, da die Verpackung wegfällt.
  6. Eigene Erde ist nachhaltig ökologischer, da die Transportwege eingespart werden.

Wer keine Wurmkiste zuhause aufstellen möchte, kann sich auch den fertigen Wurmhumus bei uns im Shop bestellen.

Die beste Pflanzenerde ist selbstgemacht

Weiterführende Links

Plastik im Biomüll

Kompostverordnung 

Täglich wird es wärmer, die Vögel lauter und die Lust auf Natur in den eigenen vier Wänden wächst. Geht es dir auch so? Frühlingssehnsucht? Die Wurmkiste ist der ideale Begleiter für den Frühling. Hier haben wir drei Tipps für dich, wie du in deinem Zuhause die volle Frühlings-Ladung abbekommst.

1: Lass frische Luft rein

Frühstücke am Balkon oder mit weit geöffnetem Fenster, verpasse es nicht, die erste Frühjahrsluft zu schnuppern! Das belebt gerade morgens so richtig. Die frische Luft versorgt deinen Körper mit Sauerstoff und du fühlst sich im Allgemeinen wohler.

Mach es dir gemütlich! Du brauchst dazu gar keine fancy Möbel. Wurmkisten-Mama Tina genießt die ersten Sonnenstrahlen auf ihrem DIY-Palettensofa und nutzt die Wurmkiste auf dem Balkon als Frühstückstisch.

2: Ziehe deine eigenen Pflanzen

Gibt es etwas frühlingshafteres als sprießende Pflanzen? Ob du nun von deiner Lieblingspflanze einen Ableger machst, einen Avocadokern sprießen lässt oder Kräuter ziehst, dir wird riesige Freude geschenkt, wenn deine Sprösslinge Tag für Tag ein Stück größer werden. Mit Wurmtee & Wurmhumus aus deiner Wurmkiste fühlen sich die Kleinen besonders wohl. Wir haben für dich den Vergleich gemacht: Schau ihn dir an, wie er wächst, der Basilikum. Die beste Pflanzenerde ist halt selbstgemacht. Mehr dazu hier. Da man beim Start einer Wurmkiste das eigene schwarze Gold (Wurmhumus) erst nach ca. 6 Monaten erwarten kann, gibt es jetzt mit dem Gutscheincode „Schwarzesgold21“ für die ersten 100 Wurmkistenbestellung* 5l BIO Wurmhumus gratis dazu. So gelingt dir das Pflanzen ziehen von Anfang an. Unabhängig von der Aktion findest du den wertvollen Wurmhumus immer bei uns im Shop.

 

 

3: Trau dich, mach dich schmutzig!

Unser finaler Tipp: Erde auf den Händen ist nicht nur für deine Haut gut, es steigert auch deine Zufriedenheit und Verbundenheit mit der Natur. Zahlreiche Studien belegen, dass Gärtner:innen die Glücklichsten im Job und Hobbygärtner:innen zufriedenere Menschen sind. Also ab in die Erde mit den Händen! Wir halten es mit dieser alten Regel: Ein bisserl Dreck hin und wieder, stärkt das Immunsystem. Natürlich nur bio. Das Arbeiten mit der Wurmkiste ist für Geist und Seele gut, denn es wird nicht nur Biomüll sinnvoll genützt, sondern es ist auch eine Beschäftigung bei der du dem natürlichen Kompost-Kreislauf einen Platz in deinem Zuhause gibst und so die Natur zu dir einlädst.

Fazit: Auf unserer Frühlings-ToDo Liste steht: Sonne genießen und mit der Wurmkiste die Natur feiern. Seid ihr dabei?

Dass es sich lohnt eine Wurmkiste zu besitzen, ist vielen bekannt (10 Gründe warum man eine Wurmkiste besitzen sollte). Für die meisten aber sind der Wurmkompost und der Wurmtee die ausschlaggebenden Faktoren, die für eine Anschaffung sprechen.

 

Wunderdünger Wurmhumus

Fast alle wissen, dass Regenwürmer eine wichtige Rolle bezüglich der Durchlüftung des Bodens spielen. Wenige aber kennen die wichtigen Mitstreiter, die den Würmern dabei zu Hilfe kommen. Ein mit Bakterien, Protozoen, Pilzen und Nematoden besiedelter Verdauungstrakt ist ausschlaggebend für die Produktion des wertvollen Wurmhumus. Da Würmer keine Zähne besitzen, helfen auch außerhalb des Wurmes Mikroorganismen, Milben und viele mehr die Biomasse für die Würmer verfügbar zu machen. Doch was macht den Wurmhumus genau so speziell? Ist Wurmkompost besser als Kompost?

Ist Wurmkompost anders als „normaler“ Kompost?

Wurmkompost und Wurmtee weisen, wie auch der handelsübliche Kompost aus einer Kompostanlage, optimale Düngereigenschaften auf. Der Gesamtnährstoffgehalt des Wurmkomposts ist jedoch höher als der des „normalen“ Komposts. Auch die Nährstoffverfügbarkeit ist durch die Verdauung der Kompostwürmer wesentlich verbessert. Allgemein ist jedoch zu beachten, dass die Eigenschaften des Wunderdüngers vom verfütterten Material abhängig ist. Je diverser, desto besser lautet die Devise!

Höhere Nährstoffgehalte (Stickstoff, Phosphor, Ammonium, Nitrat etc.) im Wurmkompost

Argentinische Forscher führten einen viermonatigen Versuch durch, bei dem kommunaler Biomüll händisch getrennt und kompostiert wurde. Eine Probe wurde mit Würmern beimpft, die andere nicht. Als weiterer Vergleich wurde in einem Hausgarten eine kontinuierliche Wurmkompostierung betrieben. Die Versuchsdauer betrug 4 Monate und brachte folgende Resultate zu Tage:

Parameter Kommunaler Kompost Kommunaler Wurmkompost Hausgartenkompost
mit Kompostwürmer
Gesamtnährstoffgehalt (g/kg)
N (Stickstoff) 8,6 10,8 8,5
P (Phospor) 4,8 7 6,2
K (Kalium) 5,3 5,6 8,2
Verfügbare Nährstoffe (g/kg)
NH4+ (Ammonium) 7,3 25,2 7,1
NO3- (Nitrat) 90 203 527
austauschbarer Phosphor 127 207 247
C/N (Kohlenstoff-Stickstoffverhältnis) 11,7 11,1 12,4
Biologische Qualitätskriterien
Urease (mol NH4+/g/h) 3,54 3,9 6,11
BAA-Protease (mol NH+/g/h) 0,31 0,96 1,83
Phosphatase (mol PNP g/h) 237 398 676
Dehydrogenase (g INTF/g) 193 123 77
Biomasse an Mikroorganismen (g c/g) 1147 703 335

Anhand des Versuchs wurde deutlich, dass der Stickstoffgehalt in der kommunalen Wurmkompostprobe signifikant höher als bei beiden anderen Proben war. Weiters war der Phosphorgehalt im kommunalen Wurmkompost höher als beim „gewöhnlichen“ Kompost. Verfügbare Nährstoffe wie etwa Ammonium, Nitrat und austauschbares Phosphor verzeichneten ebenfalls höhere Werte. Die Gesamtanzahl an Mikroorganismen ist im kommunalen Kompost höher, jedoch zeigt sich, dass Wurmkompost in Punkto Diversität der Mikroorgamismen vorne liegt.

Ertrags- und Qualitätssteigernde Wirkung des Wurmkompost

Bei Versuchen mit Tomaten wurden Proben mit Wurmkompost und Kunstdünger miteinander verglichen. Das Ergebnis zeigte einen signifikant höheren Ertrag von marktfähigen (=verkaufsfähigen) Früchten bei den Wurmkompostproben. Ähnliche Versuche wurden mit Erdbeeren gemacht, wobei ein bis zu 35% höherer Ertrag bei den Wurmkompostproben, als bei den Kunstdüngerproben, festzustellen war. Auch mit Paprikas im Freiland konnten durch Anwendung von Wurmhumus höhere Erträge, bezüglich vermarktbarer Früchte und Trockengewicht je Frucht, erzielt werden.

Höhere Produktion von Phytohormonen

Durch den beschleunigten mikrobiellen Abbauprozess der mit der Wurmkompostierung einhergeht, ist auch die Produktion von Phytohormonen höher als bei “normalem” Kompost.  Diese Phytohormone regulieren das Pflanzenwachstum und haben positive Auswirkungen auf viele Pflanzenarten, deren Erträge, Wurzelbildung und Resistenz. Die Kombination dieser Phytohormone und den gut verfügbaren Nährstoffen des Wurmkomposts führen zu positiven Ergebnissen bei den oben erwähnten Faktoren.

Phytosanitäre Wirkung des Wurmkomposts und des Wurmtees

Durch Versuche konnten auch positive Effekte bei der Unterdrückung von Pflanzenkrankheiten festgestellt werden. Auch Schädlingsbefall kann beeinflusst werden: So konnten bei Proben mit Tomaten, Kohl und Paprikas etwa die Anzahl der Blattläuse, Schmierläuse und weiteren Schädlingen reduziert werden.

Weiters belegen mehrere Studien, dass eine Wechselbeziehung zwischen Kompostwürmern und Mikroorganismen besteht, die sich negativ auf verschiedene Pathogene auswirkt. Kompostwürmer verändern im Zuge der Verdauung die mikrobielle Artengemeinschaft im Kompost und vermehren so das Aufkommen jener Mikroorganismen, die Krankheitserreger unterdrücken – Kurz gesagt: Die “Guten Mikroorganismen” verdrängen die “Bösen Mikroorganismen”. Belegt wurde auch ein Rückgang pflanzlicher Krankheitserreger und Pilzkeime, der auf die Verwendung von Wurmkompost und Wurmtee zurückzuführen ist.

Verantwortlich für diese phytosanitären Eigenschaften, ist die bereits erwähnte hohe mikrobielle Vielfalt und Aktivität des Wurmkomposts.

Reduzierter Schädlingsdruck

Regenwurmhumus enthält auch räuberisch lebende Nematoden, die sich von jenen Nematoden ernähren, die Pflanzenwurzeln fressen. Durch Wurmkompost kann eine stabile Vielfalt verschiedener Nematoden etabliert werden, die sich selbst reguliert.

Erhöhte Wasserspeicherfähigkeit

Eine wesentliche Eigenschaft ist die hohe Wasserspeicherfähigkeit des Wurmkomposts. Dieser verliert trotz hohem Feuchtigkeitsgehalt die “Rieselfähigkeit” nicht und erhöht somit die Luftkapazität und die Stabilität des Bodens. Wurmhumus – Ein gut dosierbarer Bodenverbesserer.

Höherer Gehalt geschmacksgebender Inhaltsstoffe

Während konventionelles Gemüse von außen oft sehr ansehnlich wirkt, wird das Innere und der Geschmack von einem Wort geprägt: “wässrig”. Studien belegen, dass Pflanzen die mit Wurmkompost versorgt wurden besonders viele Inhaltsstoffe ausbilden und wie bereits oben mehr Trockensubstanz und Phosphor enthalten. Auch ein erhöhtes Vorhandensein von Vitamin C, Fructose, Glucose, Magnesium, Kalium und Kalzium konnte nachgewiesen werden.

Schnellere Keimung und Jugendentwicklung von Jungpflanzen

WurmkistenbesitzerInnen kennen das Avocado- und Mangokern Phänomen: Fast jeder Kern in der Kiste beginnt zu Keimen. Viele Versuche mit Wurmhumus gebeizten Samen oder Wurmhumus beimpften Aussaaterden bewiesen, dass Samen schneller keimten und Jungpflanzen schneller wuchsen, als Vergleichsproben ohne Wurmkompost.

Ist Oma’s Komposthaufen auch ein Wurmkomposter?

Meistens Ja. Wichtig ist die Anwesenheit von Kompostwürmern während des Prozesses damit dieser auch als Wurmhumus bezeichnet werden kann.

Wieviel Wurmhumus und Wurmtee ist zum Düngen notwendig?

Die belebende Wirkung von Wurmhumus ist nicht von der Menge abhängig, sondern wirkt wie eine Impfung, die den beimpften Boden nach und nach verbessert – Der Vielzahl an Bodenlebewesen und Nährstoffen sei Dank! Jedoch führt eine regelmäßige Zugabe von Wurmkompost zu Böden, die die oben erwähnten Eigenschaften schneller erreichen. Da der Wurmhumus, im Vergleich zu konventionellem Kompost, die Wurzeln von Pflanzen nicht “verbrennen” kann, gibt es quasi kein “zu viel”. Viele Menschen, ob Forscher, Gärtner etc., schwören auf IHRE Art der Verwendung. Als Faustregel gilt jedoch etwa beim Wurmtee diesen 1:10 (1 Teil Wurmtee mit 10 Teile Wasser) zu verdünnen und diesen als Gießwasser zu verwenden. Eine Aufbewahrung ist ebenfalls möglich, bei der aber zu beachten ist, dass die Aktivität der Mikroorganismen und daraus folgend die Wirkung, mit der Zeit abnimmt. Also gilt: Je schneller genutzt desto besser! Auch zu erwähnen ist, dass die Menge an Wurmtee von vielen Faktoren, wie etwa des Wassergehaltes des Ausgangsmaterials (Wassermelone ergibt mehr Wurmtee als Karottenschalen), Standort des Wurmkomposters (zu nahe an einer Wärmequelle die die Verdunstung fördert, etc) und vielem mehr abhängt.

 

Quellen:

Witzeneder D., Eker Y.: Indoor-Wurmkompostierung. Verwertbare Menge, Akzeptanz und Motivation in Wien; Universität für Bodenkulur; Wien.

Fleddermann A.: Komposte als Humus-, Nährstoff- und Wirkstoffträger: eine Untersuchung zur Erstellung von Qualitätskriterien unter besonderer Berücksichtigung von Wurmkomposten; Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität; Bonn.

Tognetti C., Laos F., Mazzarino MJ. & Hernandez M.T.: Composting vs. Vermicomposting: A Comparison of End Product Quality; Bariloche; Argentina.

Arancon N.Q., Edwards C.A, Bierman P., Metzger J.D., Lee S. & Welch C.: Effects of vermicomposts on growth and marketable fruits of field-grown tomatoes, peppers and strawberries; The 7th international symposium on earthworm ecology, Cardiff; Wales.

Edwards C.A. Subler S. Arancon N.: Quality Criteria for Vermicomposts; Vermiculture Technology – Earthworms, Organic Wastes and Environmental Management; Boca Raton.

Jack A.L.H.: The Supression of Plant Pathogens by Vermicomposts; Vermiculture Technology- Earthworms, organic Wastes and Environmental Management; Boca Raton.

Heistinger A., Grand A.: Biodünger selber machen; Regenwurmhumus Gründüngung Kompost; Innsbruck.