Erfahrungsbericht: Sandras Humusfabrik – WurmBox mit 5 Etagen.

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Ich betreibe den WurmBox Komposter mittlerweile mit 5 Etagen, verwerte richtig viel Biomüll aus Küche und Garten und meine Humusernte ist so begehrt, dass ich sie mit Freunden und Bekannten teile. Im Herbst hatte ich in der Facebook Gruppe gefragt, wer mehr als 3 Ebenen betreibt, weil ich so viele Wurmlinge habe und keine vor dem Winter in den Garten umsiedeln lassen wollte. Daher hier mein – ausführlicher – Bericht für alle, die genau wissen wollen, wie ich die WurmBox mit so vielen Etage füttere und ernte.

Mein Start mit 3 Etagen

Noch mal als kurze Zusammenfassung. Ich habe im Frühjahr 2024 als absoluter Neuling mit der WurmBox (aus Kunststoff) und 500 Würmchen angefangen. Bis zum Herbst lebten sehr viele Wurmlinge auf 3 Ebenen, verwerteten meinen Biomüll und vermehrten sich großartig. Im Herbst habe ich zwei Mal geerntet, einmal 2 kg und danach noch mal 4,7 kg Erde, die in den Garten gewandert sind. Seit Juni 2024 habe ich regelmäßig Wurmtee, der ins Gießwasser wandert und mein Garten profitiert sichtlich davon. Ich hatte zwei Mal Trauermücken. Beim ersten Mal habe ich etwas lange gewartet und es ausschließlich über Gelbkarten und absaugen versucht und dann wurde ich sie über Nematoden schnell los. Beim zweiten Aufkommen habe ich direkt Nematoden bestellt und es war vorbei, bevor es anfing zu nerven. Seit dem Herbst habe ich zum Glück gar keine Trauermücken oder Ähnliches mehr gehabt. Es läuft einfach richtig gut.

Ebene 4 und 5 kommen hinzu

Im Herbst habe ich also Ebene 4 und 5 eingeführt und auch das läuft problemlos. Ich hatte befürchtet, dass Ebenen vielleicht zu feucht werden könnten oder Sauerstoff fehlt, aber das ist kein Problem. Es reift seitdem eigentlich immer nur die untere volle Ebene für die Ernte. Diese Ebene bleibt immer unten, bis alles verwertet ist und geerntet wird. In den vier oberen Ebenen habe ich volle Verwertung mit unterschiedlichen hohen Füllständen. Die oberen 4 Ebenen wechsele ich immer durch. Oben wird gefüttert. Immer, wenn nach einigen Tagen ordentlich Bioabfall oben drauf liegt (manchmal kommt auch Blühabfall aus dem Garten mit rein), dann kommt diese Ebene als viertunterste Ebene nach unten und eine andere wandert nach oben und dann wird dort gefüttert. So ist jede von den 4 „aktiven“ Ebenen mal oben. Wenn ich mal richtig viel Bioabfall habe, kann es auch sein, dass ich in alle 4 oberen Ebenen frischen Bioabfall verteile, damit nicht zu viel frisches in der oberen Kiste landet. Kartonschnippsel und Mineralstoffmischung gibt es natürlich in regelmäßigen Abständen. Alle 4 Wochen (zur Gabe der Mineralstoffmischung) mische ich den Inhalt der Ebenen einmal kurz durch, um zu lüften und zu gucken, wie feucht es ist und ob es allen gut geht. Die Faustprobe mache ich nicht so gern, weil gefühlt überall Würmchen sind und ich niemanden zerdrücken möchte. Wenn der Humus sehr feucht und dicht wird, mische ich Kokosblock unter, bis ich wieder merke, dass man locker durchmischen kann. Das Video aus meinen 5 Ebenen habe ich am 1. Mai diesen Jahres aufgenommen. Den Zuwachs an Würmchen finde ich enorm. Am 10. Mai habe ich dann zum dritten Mal geerntet und das waren noch mal 4,2 kg. Insgesamt haben die Wurmlinge somit knapp 11 kg Humus in etwas über einem Jahr produziert. Ein weiteres Video zeigt nur die geerntet Erde ohne Würmchen, die ich etwas später nach der Ernte zu neuen Pflanzen in den Garten verteilt habe. Das auf dem Video ist deutlich weniger Erde, als die 4,2 kg, die ich geerntet habe. Bei der Aufnahme war der Teil an Erde mit etlichen Würmchen schon im Garten verteilt, also sieht man hier nicht die ganzen 4,2 kg.

Erde ernten

Fürs Ernten habe ich beim ersten Mal versucht zu sieben. Da war die Ebene zu feucht und habe mehr oder weniger alles von Hand durchgeschaut. Da hat lange gedauert. Danach habe ich Polenta getestet. Das lockt sehr viele Würmer nach oben, aber leider auch die von oben nach wieder nach unten. Egal, wie lange ich die untere Kiste zum Reifen stehen lasse, sie wird nie leer und es wandern nie alle Würmer nach oben aus. Beim letzten Mal habe ich zur Ernte darauf geachtet, dass der Humus nicht zu feucht und dicht wird (wenige Wochen vor der Ernte noch mal etwas Kokosblock untergemischt). Dann habe ich die Erde durch ein sehr grobes Sieb ganz vorsichtig ausgesiebt, damit kein Bewohner Schaden nimmt. Die Konsistenz der gesiebten Erde ist dann ja auch dem Video zu sehen. Die Würmchen im Sieb landeten in den anderen Ebenen. Ein Teil der Erde, der schwer zu sieben war, ist dann eben direkt mit den letzten Würmchen in den Garten gewandert. Die sind so fleißig, dass es nicht schadet, wenn ein Teil jeweils in die Freiheit entlassen wird.

Tipps zum Starten einer neuen Ebene

Fürs Starten einer neuen Ebene hat sich bei mir folgendes Vorgehen bewährt. In die neue Ebene kommt unten klein gerissener Karton, der nur ein bisschen angefeuchtet wird. Bei 5 Ebenen kommt die Feuchtigkeit von alleine. Aus einer der aktiven Ebenen setze ich zwei Handvoll Erde mit Würmchen in die neue Ebene um. Eigentlich braucht die WurmBox keine Hanfmatte, ich hatte aber beim Kauf versehentlich welche bestellt. Eine Hanfmatte schneide ich seitdem in 4 Teile, denn bei so vielen Ebenen will ich nicht, dass vielleicht zu wenig Sauerstoff durch das Abdecken einer Ebene mit einer kompletten Hanfmatte kommt. Durch das Zerschneiden wird nur ein kleiner Teil der Ebene bedeckt. Auf eine neu gestartete Ebene kommt also ein kleiner Teil Hanfmatte für den Nachwuchs (den Nachwuchs sieht man dort sehr bald und dann wird die Matte auch schnell mit gefressen). Außerdem lege ich noch etwas frischen Bioabfall mit rein. Die neue Ebene stelle ich nicht nach oben, sondern auf die zweite Position (von oben gesehen). Die Erfahrung hat gezeigt, dass wenn ein paar Tage Erde und Würmchen von oben auf die frisch gestartete Ebene fallen, die Ebene schnell mit vielen Würmchen belebt ist und mein Durchtauschen problemlos auch mit der neuen Ebene funktioniert. Ich hatte die neue Ebene anfangs nach ganz oben gestellt, dann sind mir die Würmchen aber häufig aus der oberen frischen Ebene nach unten gewandert und in der neuen Ebene passierte erst mal nicht viel. Die Ebene startet dann schon auch, aber es geht deutlich langsamer.

Erkenntnisse aus meinen Erfahrungen

Das war jetzt sehr viel Text aus etwas über einem Jahr mit der WurmBox. Ich bin rundum begeistert. Ich habe keine Probleme damit, dass die Box in der Küche steht (das war anfangs eine meiner Befürchtungen). Es riecht nichts, niemand bricht aus. Es gab jede Menge (bisher knapp 11 kg) wundervollen Humus und Wurmtee. Bei meinen Freundinnen, die gerne Gärtnern, ist der Wurmtee inzwischen als Mitbringsel extrem beliebt, eine Freundin ist seit kurzem selbst WurmBox-Besitzerin, weil sie nicht mehr nur auf meine Mitbringsel warten möchte. Inzwischen reiße ich den Deckel nicht mehr ganz so oft auf, um fasziniert die Wurmlinge und ihre Arbeit zu beobachten. Der Umsatz ist enorm, zum Glück koche ich gerne frisch und mag Obst, so dass es ausreichend zu verwerten gibt. Wenn es mal eine stressige Phase gibt, kann ich immer auch auf Gartenabfälle ausweichen (meistens frisch abgeschnittene verblühte Blüten). Für den Sommer und heiße Tage habe ich auch Biomüll in kleinen Dosen eingefroren – das kann man bei einer Kochflaute auch mal benutzen. Ich freue mich immer noch, wenn ich zum Füttern den Deckel lupfe und sehe, wie aktiv sie sind und wie schnell sie sich in tiefere Ebenen zurückziehen. Wenn es still ist und ich an der Kiste genau hinein höre, kann ich die Würmchen auch leben und arbeiten hören, da es in der Ebene leise knistert (nicht mein Begriff, er stammt hier aus der Gruppe). Ich schätze ihre Arbeit und das Ergebnis sehr. Ich habe immer schon die vielen kleinen Helferlein in meinem Garten geachtet, aber der Respekt vor den oft unsichtbaren Lebewesen im Garten ist noch mal gewachsen. Über die nächsten Jahre werden ganz sicher noch etliche Box-Bewohner auch regelmäßig in den Garten umziehen. Ich bin gespannt, ob ich irgendwann überhaupt noch anderen Dünger brauche. Der Einsatz von gekauftem Dünger ist in diesem Jahr schon deutlich weniger geworden.

In den Videos sieht man:

1. einen Blick in alle Ebenen meiner WurmBox

2. die Menge an Wurmtee nach einer Woche

3. einen kleinen Teil der ausgesiebten Erde aus der Ernte der fünften Ebene

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