Herbst ist Wurmkistenzeit

Die meisten starten mit der Wurmkiste im Frühjahr, wobei ein Start im Herbst noch interessanter ist!

Der beste Zeitpunkt zum Start der Wurmkiste

Blätter rascheln, Frühnebel hüllt die Landschaft ein –  es wird ruhiger in Natur und Garten.

Nach der Üppigkeit des Sommers zieht man sich gerne zurück in sein Zuhause, wird ein wenig leiser und nimmt sich wieder mehr Zeit für sinnliche Gedankengänge und Beobachtungen.

Der Herbst und der herannahende Winter  sind die idealen Jahreszeiten, um die Kräfte wieder zu bündeln. Der Jahreskreis  schließt sich, womit die Grundlage für das nächste Frühjahr geschaffen werden. Somit fällt in diese Zeit auch der beste Zeitpunkt für einen Wurmkisten-Start.

Mit Blick auf die Jahreszeiten wird deutlich: Wer im Frühjahr die eigenen Jungpflanzen mit natürlichem Wurmhumus versorgen möchte, sollte im Herbst mit einer Wurmkiste beginnen. 

Wurmhumus ist bester natürlicher Dünger. Die Würmer verdauen den Biomüll und beleben diesen mit verschiedensten Mikroorganismen. Dadurch ergibt sich eine optimale Versorgung der Pflanzen. Nicht umsonst wird Wurmhumus auch schwarzes Gold genannt. Damit der Wurmhumus reif ist dauert es meist auch ein paar Monate. Wodurch die erste Ernte nach dem Starten mindestens 4 Monate auf sich warten lässt. Dadurch sind die Herbst und Wintermonate der optimale Zeitpunkt zum Starten des Wurmkomposter.

Ein Start im Herbst gelingt deshalb auch besonders gut, weil die ausgedehnten Urlaube und Ausflüge des Sommers vorbei sind und man bereit dafür ist, zuhause etwas neues Auszuprobieren.

Draußen ist es nass und nebelig? Der ideale Moment für einen Wurmkisten-Zusammenbau-Nachmittag! Am besten mit der Familie, mit den WG-Freunden, den Kindern oder einfach gemeinsam mit den Würmern, die freudig auf den Einzug in ihr neues Zuhause warten.
Die Anleitung studieren, Bretter begutachten, Utensilien bereitlegen. Vielleicht entstehen noch schöne Ideen, um die Wurmkiste persönlich zu gestalten. Um sicher zu gehen, gibt es auch noch unser Video mit genauer Anleitung. Dann kann‘s losgehen! Kleben, Schrauben, Schleifen – und zum Abschluss richtig hübsch machen mit natürlichem Leinöl und – wenn gewünscht – eigenen Akzenten.

Durch eine Wurmkiste begrüßt man ein kleines Ökosystem mit spannenden Haustieren bei sich zuhause. Es macht Freude, sich auf diesen Prozess einzulassen, sich Zeit zu nehmen, neues zu Lernen und zu beobachten. Auch wenn Würmer sicher nicht so viel Aufmerksamkeit und Zeit beanspruchen wie ein anderes Haustier, sollte man die eigene Neugier nicht unterschätzen.

Es kommt nicht selten vor, dass neue Wurmkistenbesitzer minutenlang vor der offenen Kiste verweilen und die fleißigen Haustiere beobachten. Dieses aneinander gewöhnen ist auch wichtig und bietet eine durchaus sinnliche Erfahrung. Was tut sich da? Wie schaut lebendiger Boden aus ? Wie riecht er? Wie fühlt sich das an, wenn ein Wurm am Handrücken herumklettert? Wie fühlt sich feuchte Erde an?  … und wie geht es mir dabei? Auch die Würmer brauchen ein paar Tage Eingewöhnungszeit, bevor die erste Fütterung erfolgt.

Mit einer Wurmkiste lebt man mit den Jahreszeiten und im Herbst fällt wunderbar vielfältiges Futter an: Saftige Apfelreste, frische Erdäpfelschalen, verschiedene bunte Salatblätter, wertvolle Kürbisschalen, die Reste eines herbstlichen Blumenstraußes… 

Die Wurmkiste ist ein schöner Begleiter durch die Jahreszeiten. Im Winter holt sie ein Stück Natur ins Haus. Das ersetzt zwar keinen Garten, bietet aber spannende Erlebnisse und verkürzt die Wartezeit bis es draußen wieder sprießt und blüht.