Bei der Wurmkompostierung handelt es sich um eine alte Technik. Bei diesem Prozess wird mit Hilfe von Kompostwürmern und Mikroorganismen aus Bioabfall wertvoller und nährstoffreicher Humus. Die Wurmkompostierung für den Wohnraum ermöglicht die unkomplizierte Verwertung organischer Abfälle. Du ahnst es vermutlich schon, Würmer sind unsere persönlichen Superhelden!

Wurmkompostierung mittels Wurmkiste klingt spannend, aber du hast noch ein paar offene Fragen?
Kein Problem, denn dafür sind wir ja da und wir haben auf (fast) alle (Wurm-)Fragen eine Antwort oder einen Tipp parat!

Wir haben euch zugehört, diese gesammelt und wollen nun mit diesem Beitrag versuchen auf eure 10 häufigsten Bedenken vor dem Wurmkistenkauf einzugehen und diese Fragen zu beantworten.

1. Warum stinkt das nicht? Wie funktioniert die Kompostierung in der Wurmkiste?

In der Wurmkiste muss Luft zirkulieren und Wasser ablaufen können, damit die Kompostierung funktioniert. Für ständige Luftversorgung sorgen die Bewegungen der Würmer und der Mikroorganismen. Sie beginnen mit der Verwertung des Biomülls gleich nach der Fütterung, sind damit auch sehr flott und vermeiden dadurch eine Geruchsentwicklung.

Shia von Wastelandrebel.com sagt dazu: “Früher hatten wir ja einen im wahrsten Sinne des Wortes “stink” normalen Küchenmülleimer. Und der hat auch echt nicht so lecker gerochen. Die Wurmkiste dagegen riecht nach feuchtem Waldboden, also nicht wirklich wahrnehmbar und wenn, dann ganz angenehm.”

2. Würmer in der Wohnung??? Bleiben die Würmer in der Wurmkiste? 🤨

Der ein oder andere mag sich anfangs vor Würmern ekeln. Aber warum eigentlich?
Von den meisten Wurmkistenbesitzern bekommen wir das Feedback, dass sie ihre Haustiere ganz toll oder sogar niedlich finden und gar nicht eklig.

Die beiden Wurmfans Jin (9) und Liam (7) sagen dazu:
“Oma mag die Würmer lieber nicht anfassen. Die meisten Kinder finden unsere neuen Haustiere aber cool. So kuschelig wie unsere Hunde sind sie nicht, eher glitschig. Spaß machen sie trotzdem: wenn man sie auf die Hand nimmt, kitzeln sie und es sieht fast so aus, als würden sie tanzen.”

Die Würmer bleiben gerne, wo sie Futter finden. Wo es was Gutes und v.a. genügend zu futtern gibt, fühlen sie sich wohl und laufen auch nicht davon. :)

Sollte doch mal der ein oder andere Wurm auf Wanderschaft gehen, dann liegt das vermutlich an einem der folgenden Gründe:

  • Die Kiste wurde gerade gestartet und die Würmer erkunden ihr neues Zuhause: in diesem Fall sollte es nach max. 5 Tagen vorbei sein – das liegt am Umzugsstress, genauer gesagt an den Vibrationen und Erschütterungen während der Reise im Umzugskarton.
  • Die Bedingungen in der Wurmkiste sind nicht optimal. Genauere Infos dazu findest du in der Betriebsanleitung und wenn du da nicht fündig wirst, hilft dir unser Support sehr gerne weiter.

3. Was macht man mit dem Humus?

Aus 10kg Biomüll entsteht etwa 1kg Wurmhumus. Unser Verkaufsschlager, DIE Wurmkiste, liefert in einem halben Jahr etwa 5l Wurmhumus. Das alles kannst du damit machen:

  • Die beste Pflanzenerde für deine Balkon- & Zimmerpflanzen. Hier findest du 6 Gründe warum die Erde aus der Wurmkiste oder dem WormBag besser ist als jede gekaufte Blumenerde.
  • Das beste DIY-Geschenk für Familie, FreundInnen oder Bekannte, die Pflanzen haben – denn Hobbygärtner schwören auf das schwarze Gold aus der Wurmkiste.

Birgits Naschbalkon ist nur 60 cm breit

 

4. Kann die Wurmkiste wirklich IN der Wohnung stehen?

JA! Die kleine Wurmkiste und DIE Wurmkiste sind sogar speziell für den Wohnraum konzipiert worden.
Für die normale Wurmkiste gilt: Dort wo du dich selber gerne länger aufhältst, passt es auch für die Würmer in der Kiste gut. Also im Sommer wäre direkte Sonne zu viel und im Winter wären Temperaturen unter +5 Grad zu kalt. Auch vor Niederschlag soll sie geschützt sein. Die Familienwurmkiste und der WormBag können aufgrund des größeren Volumens während milder Wintern das ganze Jahr draußen stehen, idealerweise vor Regen geschützt.

5. Vertragen sich andere Haustiere mit den Würmern?

Bilder sagen mehr als 1000 Worte:

Fellige Haustiere verstehen sich prächtig mit der Wurmkiste.

…Nur vor Hühnern und Fischen sollten die Würmer bitte geschützt werden. 🤣

 

6. Wie weiß ich, dass es meinen Würmern gut geht?

So überprüfst du ganz schnell und einfach, ob in der Wurmkiste alles OK ist: Es gibt keinen auffallenden Geruch und wenn der obere Biomüll (2-4 cm) weggenommen wird, sollten gleich darunter Kompostwürmer zu finden sein. Wenn du noch etwas weiter gräbst und kleine Kokons und Würmer siehst, ist das perfekt – den Würmern gefällt’s in deiner Kiste.
Der größte Feind der Würmer ist Trockenheit, das ist aber auch schnell mit nassen Kartonschnipsel oder einer Sprühflasche behoben.
Wenn du dich an unsere allgemeinen Empfehlungen hinsichtlich was gefüttert werden darf, Futtermenge und Feuchtigkeitskontrolle hältst, kann nicht mehr viel schief laufen. Ausführliche Informationen dazu findest du in der Betriebsanleitung, die jeder Wurmkistenbestellung beigelegt wird oder hier online abgerufen werden kann.

7. Welche Wurmkiste ist die richtige für mich/uns?

Dazu haben wir für euch eine Checkliste erstellt, die euch bei der Auswahl helfen soll.

8. Was darf in die Wurmkiste und was auf keinen Fall?

In der Betriebsanleitung findet ihr dazu die wichtigsten Infos. Wir arbeiten derzeit an einer sehr ausführlichen Futterliste für unsere Wurmis, an der ihr euch dann bald erfreuen und orientieren könnt. Sobald diese live geht, verlinken wir sie euch natürlich hier.

9. Was machen die Würmer wenn ich im Urlaub bin?

Wie bereite ich die Wurmkiste auf meine Urlaubszeit optimal vor? Wie viel Futter braucht die Wurmkiste in meiner Abwesenheit? Was gibt es im heißen Sommer und im kalten Winter zu beachten?
Die Antworten auf diese Fragen haben wir euch in diesen Videos zusammengefasst:

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Mehr Fragen und die Antworten dazu findest du auf unserer FAQ Seite.

 

10. Kann ich die Würmer auch einfach selbst sammeln?

Theoretisch ja. Praktisch sprechen aber zwei Gründe eher dagegen: Zum einen braucht ihr zum Starten der Wurmkiste um die 500 Würmer, da sammelt ihr schon eine Weile. 😉 Aber sie müssen außerdem der richtigen Gattung angehören: Kompostwurm.

 

Dann bleibt eigentlich nur noch die letzte Frage an Dich: Bist du bereit für die Wurmkiste?

Wir wünschen dir viel Freude beim Kompostieren und fleißige Würmer!

Wenn du im Herbst oder Winter mit deiner Wurmkiste startest, freuen sich deine Jungpflanzen im Frühling über frischen Wurmhumus.

Der ideale Zeitpunkt für den Start der Wurmkiste

Blätter rascheln, Frühnebel hüllt die Landschaft ein –  es wird ruhiger in Natur und Garten. Nach der Üppigkeit des Sommers ziehen wir uns gerne zurück in unser Zuhause, werden ein wenig leiser und nehmen uns wieder mehr Zeit für sinnliche Gedankengänge und Beobachtungen. Der Herbst und der herannahende Winter sind die idealen Jahreszeiten, um die Kräfte wieder zu bündeln. Der Jahreskreis schließt sich, womit die Grundlagen für das nächste Frühjahr geschaffen werden. Und so fällt in diese Zeit auch der beste Zeitpunkt für einen Wurmkisten-Start.

Im Herbst ziehen wir uns gerne zurück in unser Zuhause und nehmen uns Zeit für sinnliche Gedankengänge und Beobachtungen.

Möchtest du gleich mit deiner Wurmkiste loslegen?

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Die Wurmkiste im Jahreskreis

Mit Blick auf die Jahreszeiten wird deutlich: Wer im Frühjahr die eigenen Jungpflanzen mit natürlichem Wurmhumus versorgen möchte, sollte im Herbst mit einer Wurmkiste beginnen.

Wurmhumus ist bester natürlicher Dünger. Die Würmer verdauen den Biomüll und beleben diesen mit verschiedensten Mikroorganismen. Dadurch ergibt sich eine optimale Versorgung der Pflanzen. Nicht umsonst wird Wurmhumus auch schwarzes Gold genannt. Damit der Wurmhumus reif ist dauert es meist auch ein paar Monate, deshalb dauert es nach dem Starten der Wurmkiste etwa 4 Monate, bevor die erste Ernte ansteht. Dadurch sind die Herbst- und Wintermonate der optimale Zeitpunkt zum Starten des Wurmkomposter.

Ein Start im Herbst gelingt deshalb auch besonders gut, weil die ausgedehnten Urlaube und Ausflüge des Sommers vorbei sind und man bereit dafür ist, zuhause etwas neues auszuprobieren.

Der Jahreskreis mit der Wurmkiste. Im Herbst starten, im Winter füttern, im Frühling ernten, im Sommer genießen.

Das Indoor-Programm für raue Herbsttage

Draußen ist es nass und nebelig? Der ideale Moment für einen Wurmkisten-Zusammenbau-Nachmittag! Am besten mit der Familie, mit den WG-Freund:innen, den Kindern oder einfach gemeinsam mit den Würmern, die freudig auf den Einzug in ihr neues Zuhause warten.

Die Anleitung studieren, Bretter begutachten, Utensilien bereitlegen… Vielleicht entstehen noch schöne Ideen, um die Wurmkiste persönlich zu gestalten. Um sicher zu gehen, gibt es auch noch unser Video mit genauer Anleitung. Dann kann‘s losgehen! Kleben, Schrauben, Schleifen – und zum Abschluss richtig hübsch machen mit natürlichem Leinöl und – wenn gewünscht – eigenen Akzenten.

Feuchtkalte Tage im Herbst sind ideal für einen gemeinsamen Wurmkistenbau in der Wohnung.

Was passiert da…?

Mit der Wurmkiste zieht ein kleines Ökosystem mit spannenden Bewohnenden ein. Es macht Freude, sich auf diesen Prozess einzulassen, sich Zeit zu nehmen, Neues zu lernen und zu beobachten. Auch wenn Würmer sicher nicht so viel Aufmerksamkeit und Zeit beanspruchen wie andere Haustiere, sollte man die eigene Neugier nicht unterschätzen.

Es kommt nicht selten vor, dass Neo-Wurmeltern minutenlang vor der offenen Kiste verweilen und die fleißigen Mitbewohnenden beobachten. Dieses aneinander gewöhnen ist auch wichtig und bietet eine durchaus sinnliche Erfahrung. Was tut sich da? Wie schaut lebendiger Boden aus? Welchen Geruch hat er? Was ist das für ein Gefühl, wenn ein Wurm am Handrücken herumklettert? Hab’ ich schonmal feuchte Erde gefühlt?  …und wie geht es mir damit? Auch die Würmer brauchen erst ein paar Tage Eingewöhnungszeit, bevor die erste Fütterung erfolgt.

Was passiert da? Der Herbst ist der beste Zeitpunkt, um deine neuen Mitbewohnenden eingehend kennen zu lernen.

Saisonales Futter

Mit einer Wurmkiste lebt man mit den Jahreszeiten und im Herbst fällt wunderbar vielfältiges Futter an: Saftige Apfelreste, frische Erdäpfelschalen, verschiedene bunte Salatblätter, wertvolle Kürbisschalen, die Reste eines herbstlichen Blumenstraußes…

Die Wurmkiste ist eine schöne Begleitung durch die Jahreszeiten. Im Winter holt sie ein Stück Natur ins Haus. Das ersetzt zwar den Garten nicht, bietet aber spannende Erlebnisse und verkürzt die Wartezeit, bis es draußen wieder sprießt und blüht.

Im Herbst gibt es reichhaltiges Futter für die Bewohnenden deiner Wurmkiste

Los geht’s!

Schau dich in unserem Onlineshop um und lerne unsere Wurmkistenmodelle kennen. Bist du noch unsicher, welche Wurmkiste zu deinem Haushalt passt? Dann empfehlen wir dir unsere Checkliste.

Eene meene miste, es rappelt in der Kiste.

Eene meene meck, mein Biomüll ist weg!

Dieser Betrag entstand gemeinsam mit der Schulklasse 2a der Waisenhofschule in Esslingen am Neckar. Wir freuen uns, dass sie ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben und wir die Fotos dankenswerterweise hier verwenden dürfen.

„Liebes Wurmkisten-Team,
Wir haben fleißig alles zusammengebaut und dann erstmal die Würmer genau erkundet.

Wie sieht so ein Wurm überhaupt aus?

Wie kriecht er vorwärts?

Wie sieht er etwas?

Was frisst er alles?

Die Kinder waren nach anfänglichen, kleinen Berührungsängsten schnell Feuer und Flamme. Die Neugier war so groß, dass die Kinder den Nachmittag mit der Umwelt-AG kaum noch abwarten konnten. Wir haben dann die Kiste genau betrachtet, die Schichten besprochen, die Nahrung und unser genaues Vorgehen mit der Wurmkiste. Wir haben für jede Klasse ein Plakat gemalt und ein Einmachglas hergerichtet, um vom Schulobst bereits erstes Futter für die Würmer zu sammeln. Und natürlich haben wir der ganzen Schule erst einmal unsere neuen Haustiere vorgestellt ;)

Den Würmern geht es weiterhin sehr gut. Sie haben eine gute Pflege von so vielen Helfern und wenn das Obst mal ausgeht, bekommen wir Grünabfälle vom Markt genau nebenan. Der gute Wurmhumus wandert in den schuleigenen Kräutergarten.

Recycling, Kompostierung und Abfallverwertung war bereits ein phantastisches Thema mit den Grundschülern und die Wurmkiste hat das Thema greifbar und wunderbar anschaulich gemacht.

Vielen herzlichen Dank von den Kindern der Umwelt-AG, der Lehrerin Frau Esser und den Schülerinnen und Schülern der Waisenhofschule Esslingen.

Herzliche Grüße!“

Ann-Kathrin E., Lehrerin

PS.: Da es uns ein großes Anliegen ist, Kindergarten-Gruppen und Schulklassen zu fördern, erhalten diese bei der Bestellung einer Wurmkiste die Wurm-Startpopulation gratis dazu. Wir freuen uns im Gegenzug sehr über Fotos vom Aufbau, Füttern etc., die wir verwenden dürfen. Für nähere Infos zur Aktion bitte das Wurmkisten-Team unter “bestellung@wurmkiste.at” kontaktieren. Die Aktion kann nur genutzt werden, wenn die Rechnungs- und Lieferadresse mit der jeweiligen Schule/dem Kindergarten übereinstimmt.

Ein Gastbeitrag von Birgit Schattling, Bio-Balkon. Dort bekommst Du noch mehr praktische Anleitung für üppige, freudebringende Balkon-Oasen, die eine Wohltat für Menschen, Insekten und Tiere sind.

Mein Erfahrungen nach 6 Jahren Praxiseinsatz Wurmkompostierung in der Küche und beim Gärtnern auf meinen Berliner Stadtbalkons und fünf Fensterbrettern. 

Birgits Naschbalkon ist nur 60 cm breit

2015 bezog ich eine der ersten Wurmkisten vom Entwickler David Witzeneder und liebe sie tatsächlich sehr. Wir stehen in einem innigen Verhältnis, ermöglicht sie mir als Stadtgärtnerin in Berlin City doch bestes Wachstum gesunder Pflanzen und große Ernten auf beiden Balkons (4 + 5 m²) und auch auf den Fensterbrettern. Ich bin begeistert, dass wir in unserer Wohnung neben der Selbstversorgung mit (frischen, unverpackten) Salaten, Kräutern, Gemüse, Sprossen und Microgreens einen weiteren nachhaltigen Naturkreislauf veranstalten. Mein Sohn freut sich über weitere Haustiere und baute sich im tollen Workshop mit David eine eigene Wurmkiste, die unter seinem Hochbeet steht. Nach jedem Gemüseschnippeln freue ich mich, dass ich die Reste sofort in die Kiste schmeißen kann, die praktischerweise in der Küche steht und nichts stinkt. Den zarten Geruch nach Waldboden nach dem Öffnen liebe ich. Oft werde ich auf meinen Webinaren und Social-Media-Kanälen gefragt: Warum wächst bei Dir so viel und so üppig? Ganz simpel und einfach: Ich dünge mit Wurmhumus aus der Wurmkiste! Meiner Wurmkiste entnehme ich viermal jährlich jeweils fünf Liter Wurmhumus und versorge damit die Pflanzen. 

Naschbalkon mit Hopfen, Baumspinat, Gewürztages, Wildtomate, Andenbeere, Apfelbaum, Vertikalbeet mit Erdbeere, Sommersalat.

Naschbalkon mit Hopfen, Baumspinat, Gewürztages, Wildtomate, Andenbeere, Apfelbaum, Vertikalbeet mit Erdbeere, Sommersalat.

Für mich als Bio-Gärtnerin kommt nur organische Düngung in Frage, energieintensiv erzeugte mineralische Düngung, wo oft Überdügungen auftreten, scheidet aus. Wir Bio-Gärtner füttern den Boden und halten diesen lebendig. Muss ich jedes Jahr neue Erde kaufen oder anmischen? Nein. Wurmhumus ist eine nachhaltige Variante, die Erde im Frühjahr aufzupeppen oder auch im August, wenn der Anbau von Wintergemüse einsetzt. Eine Auffrischung der Erde gelingt durch Anreicherung mit 10 % Wurmhumus. Für Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini, Paprika, Kohlgemüse sollte 15 % Wurmhumus untergemischt oder auf die Pflanzgefäße obendrauf gestreut und mit einer Gabel eingearbeitet werden. Aber jeweils bei nassem Wetter ohne Sonne, damit die feinen Mikroorganismen überleben. 

Mein Biotop auf dem Balkon. Naturerlebnis und Ernteglück mitten in der Stadt. Ein Eichhörnchen hat seinen Kobel hier eingerichtet.

Stadtgärtnern, die sich Erdsäcke im Baumarkt/Gartencenter kaufen, ist oft nicht bewusst, dass die Erde aufgrund der Hocherhitzung des Bioabfalls kein Bodenleben enthält, was aber zum erfolgreichen biologischen Gärtnern dazugehört. Wurmhumus, Wurmtee und Komposttee führt unserem Substrat organische Düngung und Bodenleben zu. Unsere Pflanzen wachsen kräftiger, gesünder, sind weniger krankheitsanfällig und die organische Düngung bringt die wichtigen Nährstoffe, ohne dass eine Überdüngung eintritt. Günstig ist ein Mulchen der Pflanzgefäße mit organischem Material, also ein Abdecken mit leicht angetrocknetem Rasenabschnitt, kleingeschnittenen Brennnesseln oder Schafwolle. Das Bodenleben aus dem Wurmhumus ernährt sich vom Mulchmaterial, zersetzt dieses und es wirkt düngend. Es ist ein wichtiger Zusammenhang, dass das Bodenleben, das wir über den Wurmhumus einbringen, Nahrung braucht, was wir über organische Bestandteile im torffreien biologischen Substrat, Schafwollpellets und Mulchmaterial bereitstellen.

Balkonkasten auf dem Fensterbrett mit Wintergemüse: Winterpostelein, Gundermann, Asia-Salat, Red Giant, Rucola.

Ist es frostfrei, können ganzjährig Pflanzen gesetzt werden. Mutig dürfen mehr als Tomaten, Kräuter und Chili angebaut werden. Aufgrund der Klimaänderung werden die frostfreien Zeiten und damit die Anbauzeiten für Sommergemüse länger. Toll wachsen im Balkonkasten Radieschen, Buschbohnen und Zuckererbsen. Stangenbohnen, Süßkartoffeln, Mexikanische Minigurke und Inkagurke geben einen essbaren Sichtschutz. Im großen Pflanzgefäß wachsen Säulenapfel, Aroniabeere und Felsenbirne, unterpflanzt mit Walderdbeeren und Glockenblumen. Wir dürfen rechtzeitig an den Anbau vom Wintergemüse denken. Super wächst im Balkonkasten Grünkohl und Palmkohl, die im Juni gepflanzt werden. August/September werden Wilde Rauke, Winterpostelein, Barbarakresse, die verschiedenen Asia-Salate wie Mizuna, Green in Snow, Pak Choi, Tatsoi gesät bzw. gepflanzt, damit auch im Herbst und Winter geerntet werden kann. Besonders eingebaute Balkons sind dafür geeignet, weil die Pflanzen nicht wechselndem Niederschlag ausgesetzt sind. Gerade Südbalkons sind prädestiniert für den Anbau von Wintergemüse, weil aufgrund des niedrigeren Sonnenstandes das Licht in den hinteren Ecken zur Verfügung steht. Günstig ist ein Ausnutzen der Vertikale mit Vertikalbeet, wo in mehreren Etagen übereinander gegärtnert wird und richtig viel Salat geerntet werden kann.

Balkonkasten mit Wintergemüse auf dem Fensterbrett Asia-Salat Mizuna, Winterpostelein, Stielmangold, Schnittsellerie.

Balkonkasten mit Wintergemüse auf dem Fensterbrett Asia-Salat Mizuna, Winterpostelein, Stielmangold, Schnittsellerie.

Wenn Du diesen Blogartikel liest, ist immer der geeignete Zeitpunkt für einen Start oder Ausbau. Wurmhumus und Komposttee aus Wurmhumus und Wasser hilft enorm, gute Erträge von gesunden Pflanzen aus gesundem Substrat zu erzielen, weil damit die Erde immer wieder belebt und gedüngt wird. Hast Du noch „alte, gebrauchte“ Erde in Deinen Pflanzgefäßen, dann frische sie mit 10 bis 15 % Wurmhumus auf und lege los. Wir können fast ganzjährig anbauen, Grünblick haben und ernten. Wir benötigen große Pflanzgefäße, beste torffreie Bio-(Gemüse)-Erde, gute biologisch produzierte Pflanzen aus samenfestem Saatgut in Vielfalt. Zu hohen Erträgen von gesunden Pflanzen mit großartigen Geschmäckern verhilft uns das Düngen und Aufpeppen unseres Substrates mit Wurmhumus aus der Wurmkiste. Meine Fotos und die Bio-Balkon-Community beweist es. Ich wünsche Gutes Gärtnern!

 

Die Berliner Balkongärtnerin, „Natur im Garten“ Botschafterin, Autorin und Veranstalterin der bisher sieben Online Bio-Balkon Kongresse Birgit Schattling ist Medienpreisträgerin 2018 der Deutschen Gartenbaugesellschaft. 2017 und 2019 war sie für den „European Award for Ecological Gardening“ nominiert. Im gleichen Jahr erhielt sie beim Grüne-Liga-Wettbewerb „Giftfreies Gärtnern“ einen Sonderpreis für Gärtnern auf kleinstem Raum. Sie ist hochschulzertifizierte „Fachberaterin für Selbstversorgung mit essbaren Wildpflanzen“. Ihr Hortus Bio-Balkon gehört zum „Hortus-Netzwerk. Vielfalt. Schönheit. Nutzen.“ – Monatsprojekt August 2019 der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Seit 2018 ist sie Jurorin beim Pflanzwettbewerb „Deutschland summt! Wir tun was für Bienen“. Für den Verlag Gräfe und Unzer schrieb sie den Ratgeber „Mein Biotop auf dem Balkon. Naturerlebnis und Ernteglück mitten in der Stadt“, welches nach vier Monaten bereits eine zweite Auflage erhielt. Birgit Schattling hilft (nicht nur) Stadtmenschen dabei, wieder mehr Grün und Selbstversorgung in die Städte zu bringen. 

Erfahre mehr über Birgits Arbeit: www.bio-balkon.de
Es gibt auch in Kürze (ab 20. August 2021) einen Kongress zum Anbau von Wintergemüse, wo ihr erfahrt. wie ihr auch im Winter Frisches ernten könnt!

 

Ein Gastbeitrag von Marie Gandl, Zero Waste Austria

Meine Würmer sind Zero Heroes. Sie helfen mir tagtäglich, meinen Alltag ein Stück weit nachhaltiger zu gestalten und meinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Doch was hat eine Kiste voll Würmern mit einem nachhaltigen Lebensstil zu tun? Und wie werden dadurch eigentlich Ressourcen eingespart? Hier gibt’s die Antworten:

Jemand, der/die keinen Garten mit Kompost zur Verfügung hat, kennt folgendes Szenario: Man kocht leckeres Essen mit frischen Zutaten, schält und zerkleinert Gemüse, schnippelt noch Obst fürs Dessert und freut sich auf eine ausgiebige Mahlzeit. Was (neben dreckigem Geschirr) nach dem Essen übrig bleibt, sind Küchenabfälle bzw. wertvoller Biomüll, der normalerweise im Restmüll oder in der nicht gerade geruchsneutralen Biotonne landet.

Weniger Müll dank fleißigen Mitbewohnern

Doch seit vor einem halben Jahr rund 500 Kompostwürmer in einer robusten Wurmkiste in meine Wohnung eingezogen sind, hat sich mein Küchenabfall drastisch reduziert. Die fleißigen Mitbewohner zerkleinern den Großteil meiner Gemüse- und Obstschalen, Kaffeesatz und Teebeutel mit Links, arbeiten geruchs- und geräuschlos und produzieren dabei wertvolles, schwarzes Gold: frischen Wurmhumus!

Tatsächlich fressen die Würmer pro Tag rund die Hälfte ihres Eigengewichts an organischen Abfällen. So entstehen in einer Wurmkiste aus 80 bis 200 Litern Biomüll etwa 15 bis 30 Liter Wurmkompost. Bio-„Müll“, der in Städten oft der thermischen Verwertung zugeführt und verbrannt wird, kann durch den Prozess in der Wurmkiste zu einem wertvollen Dünger verwandelt werden. Neben dem schon erwähnten Wurmhumus, der unter Pflanzenerde gemischt werden kann, entsteht auch Dünger in flüssiger Form: der sogenannte Wurmtee. Dieser ist voller Nährstoffe und wunderbar für Zimmer- und Balkonpflanzen geeignet.

Doch was hat das jetzt eigentlich mit Ressourcenschonung zu tun?

Durch den Verwertungsprozess können Obst- und Gemüsereste, Zeitungspapier-Schnipsel und Kaffeesatz im Kreislauf gehalten werden. Dies hat viele Vorteile: Wichtige Nährstoffe bleiben erhalten, dienen als wertvoller Dünger und gehen nicht in der Biotonne verloren. Es ist spannend zu beobachten, wie durch die Wurmkiste das Bewusstsein für Kreisläufe wächst und man ganz automatisch auch beim Einkauf auf die Qualität und die Verpackung von Lebensmitteln achtet. Meine Würmer freuen sich auf jeden Fall, wenn ich Obst und Gemüse mit nach Hause bringe, das in Karton verpackt ist – es handelt sich dabei ja schließlich um Futter und kann, anders als Plastik, wunderbar in der Wurmkiste kompostiert werden.

Durch die Wurmhumus-Produktion im eigenen Haushalt entfällt zudem der Kauf von konventionellen Düngemitteln, welche oft in Plastik verpackt sind. Positiver Nebenfaktor: Auch das Tragen der oft schweren Dünger-Säcke bleibt einem erspart!

Würmer als Klimaretter?!

All die bereits genannten Faktoren finde ich persönlich toll, weil sie positive, sicht- und spürbare Ergebnisse im Haushalt liefern. Doch die Wurmkiste wirkt sich zusätzlich auch positiv auf die Klimabilanz und den ökologischen Fußabdruck aus: Ein Großteil des Biomülls wird in den eigenen vier Wänden verwertet und muss nicht erst mit dem Müllwagen weite Strecken zur Müllverwertungsanlage zurücklegen. Durch den Transport, der entfällt, wird hochgerechnet jede Menge C02 eingespart.

Auch die heimische Produktion der Wurmkiste an sich trägt zu ökonomischer Nachhaltigkeit bei. Der Produktionsstandort befindet sich im schönen Oberösterreich, wo die Holzkisten per Hand aus regionalen Rohstoffen gefertigt werden. Die Wertschöpfung bleibt in der Region und Betriebe in der Umgebung profitieren ebenfalls davon.

Rundum ein ressourcenschonender Ansatz

Wie man sieht, trägt die Wurmkiste direkt und indirekt zu einem nachhaltigeren Lebensstil bei. Die Würmer helfen, die Zero Waste Philosophie im Alltag zu integrieren und gleichzeitig wertvolle Ressourcen zu verwenden, statt zu verschwenden. Ich bin stolz auf meine wurmigen Mitbewohner und geb‘ sie so schnell nicht mehr her!

Die Familienwurmkiste ist für große Haushalte gemacht und verarbeitet täglich bis zu 1kg Biomüll.

Bleib „in Kontakt“ mit deinen Würmern und deiner Wurmkiste. Auch wenn man sich daran gewöhnt und sie ein liebgewonnener, lebendiger Einrichtungsgegenstand geworden ist, schadet es nicht, ab und zu einen genaueren Blick reinzuwerfen, vielleicht den schon verwerteten Biomüll etwas genauer anzusehen. Oft lassen sich so kleinere und größere Schwierigkeiten ganz leicht vermeiden.

Hab auch keine Scheu davor mal hineinzugreifen, Orte und Futter zu finden, die deinen Würmer besonders gut gefallen. Wenn du magst, natürlich mit Handschuhen, ansonsten einfach danach die Hände gut mit Seife waschen. Du kannst dir auch zB mit einem Löffel abhilfe schaffen, aber vorsichtig, dass du keine Würmer verletzt. 

So, nun alles Schritt für Schritt:

es ist normal, dass der Deckel ein wenig nachdunkelt. Die Deckelinnenseite sollte immer wieder gut abtrocknen und nicht dauer-feucht sein.

 

Wie steht es um die Feuchtigkeit?

Um die aktuelle Feuchtigkeit festzustellen, gibt es einige Indikatoren:

  • Der Deckel soll nicht „dauerfeucht“ sein. In dem Fall regelmäßig untertags lüften und abtrocknen lassen.
  • Das Holz der gesamten Kiste darf sich mit der Zeit etwas dunkler verfärben, sollte aber nicht tief schwarz sein (das wäre ein Zeichen dafür, dass es „dauerfeucht“ ist, Abhilfe siehe oberhalb)
  • Ist die Hanfmatte feucht und sind viele Würmer drinnen ist dies ein gutes Zeichen. Sollte die Hanfmatte ganz trocken sein, dann ist es zu trocken in der Wurmkiste. In diesem Fall mit der Sprühflasche ein wenig nachhelfen und die oberste Schicht Bioabfälle befeuchten.
  • Das Substrat/halb verarbeiteter Biomüll soll gut feucht sein, aber nicht matschig! Ggf. Kartonschnipsel untermischen (saugen und durchlüften besser als Zeitungspapierschnipsel). Zum Check der Feuchtigkeit kannst du eine Faustprobe machen. Dafür eine Hand voll Substrat in die Hand nehmen, Würmer aussortieren und das Substrat in der Hand fest zusammendrücken. Sollte Flüssigkeit leicht zwischen den Fingern durchkommen, ist es ideal. Es soll jedoch nichts „herausrinnen“. Dann wäre es eindeutig zu feucht. Matschige Wurmkisten beginnen zu riechen, die Bedingungen für die Würmer sind dann nicht mehr ideal und es könnte auch sein, dass die Membran zunehmend verstopft. (siehe unterhalb bei Wurmtee)

Wie geht es den Würmern?

Die Würmer sollten, wenn du den Deckel öffnest auch in den oberen Schichten zu sehen sein. Sie ziehen sich durch das Licht sofort nach unten zurück. Es ist normal, dass die Würmer auch auf der Erntekiste herumturnen und die Hanfmatte erkunden. Diese wird ja auch liebend gerne von ihnen verspeist. Sollten sie sich aber zu Haufen zusammenknäueln oder zentimeterhoch stapeln, dann ist etwas nicht in Ordnung.

Die Farbe der Würmer sollte rosig sein, es ist normal, dass sie zum Schwanzende hin leicht gelb-weißlich sind. Wenn die Würmer schlapp oder sehr unbeweglich sind, sollte man die Lage gut beobachten. Die Würmer sollten keinesfalls Einschnürungen aufweisen. Das würde auf eine Vergiftung durch Eiweiß oder Kohlenhydrate hindeuten.

Bildet sich Wurmtee?

Die Bildung von Wurmtee variiert stark und hängt vom Standort, Biomüll und Karton/Papiermenge ab. Wenn die Wurmkiste in einer warmen Umgebung steht zB bei Fußbodenheizung gibt es weniger/keinen Wurmtee. In den ersten 2-3 Monaten ist das Ausbleiben des Wurmtees völlig normal. Bemerkst du allerdings nach einigen Monaten Normalbetrieb inkl. kleinerer oder größeren Menge an Wurmtee, dass deine Wurmkiste sehr feucht ist, aber trotzdem kein Wurmtee entsteht, ist wahrscheinlich die Membran, das Netz unten zum Ablaufen in die Wurmteetasse, verstopft. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Kiste vorsichtig auszuräumen und das Substrat und den Biomüll samt Würmern vorübergehend in einen Kübel mit Belüftung zu geben. Dann die Membran mit einem weichen Schwamm oder einer sehr weichen Bürste reinigen und etwas trocknen lassen. Anschließend das Material samt Würmern wieder in die Kiste geben. Wenn es sehr feucht ist, ist es empfehlenswert, einige Hände voll Kartonschnipsel vorsichtig unterzumischen. Diese Reinigung der Membran ist auch bei jeder Humusernte zu empfehlen.

So fütterst du richtig:

Fütterung: möglichst klein geschnitten, damit es rasch in Humus umgewandelt werden kann. Möglichst heterogen: eine gute Mischung aus Obst- und Gemüseresten, Karton/Papier-Schnipsel, Tee- und Kaffeetrester.

Mineralmischung: mit einem Abstand von 3 Wochen 1 Esslöffel puderzuckerartig auf die oberste Schicht Biomüll streuen. Danach ggf. ein wenig mit Wassersprühflasche befeuchten.

Wer lebt in der Wurm-WG?

Mitbewohner: Die Würmer haben fleißige Hilfe. Versuche diese mit Hilfe unserer Videos (Link 1 und 2 ) zu identifizieren. Bei normalen Mitbewohnern musst du nichts tun. Bei unerwünschten Gästen versuche die Ratschläge rasch umzusetzen, dann sollte bald wieder alles im Gleichgewicht sein.

Fruchtfliegen-Fallen im Test

Fliegen vermeiden:

  • Fruchtfliegen vorbeugen: gleich bei der ersten Fruchtfliege im Frühsommer eine Fruchtfliegenfalle außerhalb und ggf. auch in der Kiste aufstellen. Auf keinen Fall abwarten – sonst werden es mit Sicherheit mehr statt weniger. Bioabfälle gleich verfüttern: Wenn er in einem Schüsselchen gesammelt wird und 1-2 Tage im Wohnraum steht, ist dies für die Fruchtfliegen eine Einladung, sich munter zu vermehren :-) HIER findest du wertvolle Tipps zum Fruchtfliegen vermeiden oder vertreiben. Eine wichtige Maßnahme zum Vorbeugen ist die Verwendung einer Hanfmatte, die den Biomüll für die Fliegen sehr schwer zugänglich macht.
  • Trauermücken vorbeugen: bereits bei geringem Befall handeln. Die Mücken gleich entfernen bzw. die Wurmkiste rechtzeitig mit Neem-Öl behandeln
  • Andere Fliegen vorbeugen: Manchmal legt eine Stubenfliege ihre Eier in die Wurmkiste, wenn man sie lüftet. Dies kann man vermeiden, indem man ein größeres Tuch oder Fliegennetz beim Lüften über die Kiste hängt.

Schau auch unter die grüne Kiste

Auch wenn man die Würmer in der Wurmkiste grundsätzlich nicht zu sehr stören sollte, ist eine Kontrolle des halbfertigen Humus unterhalb der grünen Erntekiste durchaus empfehlenswert. Schaue ca. 2 Monate nach Einsetzen der grünen Kiste mal in den Bereich darunter. Ist er schon einigermaßen gut zersetzt und ev. schon schön krümelig? Dann ist alles optimal. Sollte er “matschig” sein, mische bitte 1-3 Hände (je nach Feuchtigkeit) Kartonschnipsel unter. Setze dann die grüne Erntekiste wieder ein.

Schon Zeit für die Ernte?

Frühestens nach 5-6 Monaten nach Start bzw. der letzten Ernte kannst du Wurmhumus aus deiner Wurmkiste holen. Vorher ist der Humus noch nicht optimal für deine Pflanzen und es befindet sich auch noch viel Fressbares für die Würmer darin, was bedeutet, dass noch viele Würmer im Humus sind.

 

 

Und jetzt? Hab ganz lange viel Freude mit deiner Wurmkiste. Wenn Fragen auftauchen sollten, die in diesem Artikel nicht beantwortet werden, findest du viele Antworten in unseren FAQs.

„Ich hab eh einen Garten, ich brauch das nicht.”

Ich hab das schon ein paar Mal gehört und neulich hab ich mit meiner Mama mal wieder ausgiebig darüber diskutiert. Das Ergebnis unserer Diskussion möchte ich nun gerne mit euch teilen. Ein Komposthaufen und der WormBag haben viele Gemeinsamkeiten, ist es doch bei beiden das Ziel, mit Kompostwürmern seine Bioabfälle zu verwerten. Bei einem genaueren Blick hat aber jede Variante so ihre Vorteile.

Vorteile des WormBags:

  • Standort: Es ist kalt, es schüttet und der Wind geht auch noch. Da macht es besonders Spaß ans andere Ende vom Garten zu gehen um den Bioabfall rauszubringen. Nicht so ganz. Der Vorteil beim WormBag ist, dass er beim Standort deutlich flexibler ist. Das kann in der Garage oder im Keller sein, direkt neben den anderen Mülltonnne oder ums Eck vom Haus. Und wenn einem ein besserer Standort einfällt ist er ruck zuck wo anders hingestellt.
  • Optik: In meinem Kopf seh ich einerseits den schiefen und halb zerfallenen Komposthaufen meiner Eltern (Sorry Mama ? ) vs. dem WormBag. Bei einem WormBag ist es einfacher, dass es ordentlich aussieht. Deshalb muss man ihn nicht im Garten im letzten Eck verstecken und er bietet sich auch für jene an, die keine Möglichkeit für einen Komposthaufen haben, wie beispielsweise bei Mietobjekten mit Garten.
  • Keine unerwünschten Mitbewohner: Wer schon mal Mäuse oder Ratten im Kompost hatte, weiß, wie schwer die wieder weg zu bekommen sind. Beim WormBag ist alles zu und es gibt für sie keine Möglichkeit, sich an das Wurmfutter ran zu machen. Zudem besteht die Möglichkeit, ihn optimalerweise auch im Haus aufzustellen (im Keller, Flur, in der Garage,…)
  • Kein Geruch: Weder beim Kompost noch beim WormBag kommt es zu keiner Geruchsbildung, wenn alles richtig läuft. Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass es einfacher ist, das System im WormBag im Gleichgewicht zu halten. Deshalb geht dieser Punkt an den WormBag
  • Wurmhumus entnehmen: (Video) Da in den WormBag tendenziell Lebensmittelreste kommen, ist der Wurmhumus oft auch feiner und kann schon ohne Aussieben als Anzuchterde verwendet werden.

Vorteile eines Komposthaufens

  • Volumen: Der WormBag ist aber auch kein Wunderding und kann max. 2 Liter Bioabfall / Tag verwerten. Für den Küchenabfall ist das in den meisten Fällen ausreichend, wer aber nun viel Grünschnitt und Co hat, kommt um einen Komposthaufen nicht herum.
  • Vorhanden: In vielen Fällen ist der Komposthaufen auch einfach schon da. Wenn alles rund läuft und es keine Probleme damit gibt: Top! Du kannst einfach weitermachen wie bisher!

Egal ob Komposthaufen, WormBag oder Wurmkiste – alle Systeme erfüllen den wichtigsten Aspekt: Sie verwandeln unsere Bioabfälle zu wertvollem Humus und das ganz ohne lange Transportwege. Sucht euch das System aus, das eure Erfordernisse am besten erfüllt, Hauptsache der Bioabfall wird in schwarzes Gold verwandelt und bleibt im Nährstoffkreislauf erhalten!

Weiterführende Informationen

Der WormBag wird seit 2017 vom amerikanischen Hersteller Urban Worm Company hergestellt und von uns im europäischen Raum vertrieben. Weitere Informationen zum Produkt findest du hier:

Englisch (english): https://wormbag.com/

Französisch (français): https://wormbag.com/fr/

Der WormBag in unserem Onlineshop:  https://wurmkiste.at/produkt/wormbag

Dies ist eine Frage, die uns oft gestellt wird. :-) Die Antwort dazu lautet: Ja und Nein! In diesem Artikel erfährst du alles was du bezüglich Bioplastik und Wurmkiste wissen solltest und kannst dich am Ende dieses Blogeintrages sogar „Bioplastikfachmensch“ nennen. Bevor wir darauf näher eingehen können, sollten wir zunächst aber klären was Bioplastik ist, denn Bioplastik ist nicht gleich Bioplastik!

Der Zusatz „Bio“ beschreibt nicht den biologischen Anbau der verwendeten Rohstoffe, wie dies bei Bio-Lebensmitteln oder Bio-Baumwolle der Fall ist. Bioplastik, auch Biokunststoffe genannt, können einerseits Kunststoffe sein, welche auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt werden oder biologisch abbaubar sind. Biokunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen müssen nicht zwingend biologisch abbaubar sein. Ebenfalls müssen biologisch abbaubare Biokunststoffe nicht zwingend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden und können somit aus konventionellen Grundstoffen bestehen, wie etwa Erdöl. Die unten angeführte Grafik soll dies leichter verdeutlichen.

Ausgangsstoffe für abbaubare Biokunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sind vor allem Stärke und Stärkederivate (gewonnen aus Kartoffeln, Getreide und Mais) sowie Cellulose und Cellulosederivate (welche vor allem aus Holz gewonnen werden). Aus ökologischer Sicht haben vor allem oben erwähnte Biokunststoffe einen hohen Stellenwert, da diese weitgehend CO2-neutral sind, somit einen Beitrag für die Reduktion der Treibhausemissionen leisten und die fossilen Ressourcen weitgehend schonen. Ebenfalls werden Landwirtschaftliche Überkapazitäten und Abfall- sowie Restprodukte aus der Forst- und Landwirtschaft sinnvoll als Ressource genutzt.

Bei Biokunststoffen petrochemischen Ursprungs (Erdöl) werden synthetisierte Polymere, Polyvinylalkohole genannt, mit Additiven versetzt um gewünschte Eigenschaften zu erhalten.

Da es keine einheitliche Definition für den Begriff „Biokunststoff“ bzw. „Bioplastik“ gibt, werden meist zwei Gruppen unterschieden:

  • Biologisch abbaubare Biokunststoffe
  • Biologisch nicht abbaubare Biokunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

Dies ist der knackende Punkt, wenn du mit deiner Wurmkiste Biokunststoffe verwerten willst! Abgesehen davon, dass wir die Ansicht vertreten generell auf Verpackungsmaterial zu verzichten, solltest du bei einem unausweichlichen Kauf auf “biologisch abbaubare Biokunststoffe” achten, denn diese sind auch in unseren Wurmkisten kompostierbar.

Wie kann ich mir sicher sein, ob mein Bioplastik biologisch abbaubar ist?

Da die Eigenschaften des Bioplastiks nicht durch das Erscheinungsbild nachzuvollziehen sind, gibt es zum Glück Zertifizierungen. Diese zeigen dir beispielsweise die Kompostierbarkeit und/oder den Ressourcenursprung an. Solltest du einen Gegenstand ohne Auskunft über die Kompostierbarkeit finden, so kannst du auf Nummer sichergehen und auf diesen lieber verzichten. Vor allem bei Obst- und Gemüseverpackungen, meist biologischen Ursprungs, wirst du vermehrt auf Bioplastik treffen.

Am öftesten wirst du auf den „Keimling“ stoßen. Dieser ist ein international anerkanntes Kompostierbarkeitszeichen, dass in Zusammenarbeit von „DIN CERTCO“ und dem europäischen Branchenverband „European Bioplastics e.V.“ entwickelt wurde.

Falls du dieses Zeichen auf deiner Verpackung siehst, kannst du dir sicher sein.

Kompostieren von Biokunststoffen mit der Wurmkiste: Wir waren im Fernsehen 

Das Unternehmen REPAQ aus Deutschland hat sich den nachhaltigen Verpackungen verpflichtet und stellt Folien her, die in unserer Wurmkiste problemlos kompostiert werden können. Das ZDF hat darüber einen Beitrag in der Reihe „plan b“ veröffentlicht. Im Video siehst du die starke Leistung unserer Wurmkiste anhand von Schokoriegelverpackungen: https://www.zdf.de/gesellschaft/plan-b/plan-b-plastik-ade-100.html 

Und habt ihr das auch schon selber getestet?

Natürlich! :-) Auch wir testen viele Produkte auf Herz und Nieren, um sicher zu gehen was wir unseren WurmkistenbesitzerInnen empfehlen können. Ein wirklich anschaulicher Versuch war jener, bei dem wir die biologische Abbaubarkeit von Obst- und Gemüseverpackungen gängiger Nahrungsmittel getestet haben. 8 x 8 cm große Proben aus Verpackungen wurden in die Wurmkiste gelegt und wöchentlich fotografiert und dokumentiert. Getestet wurden:

Marke Art/Zweck der Verpackung
“Natur Pur” (Spar) Gemüseverpackung Bio Cherrytomaten an der Rispe
“Ja! Natürlich” (Merkur, Billa,…) Obstverpackung Äpfel 6er Schale
“Natur aktiv” (Hofer) Obstverpackung Kiwi 6er Schale

Unsere Proben von links nach rechts: “Natur Pur”, “Ja! natürlich”, “Natur aktiv”

Nach 1 Woche fühlten sich die Probem bereits “dünner” und “fragiler” an. Ebenfalls erkennt man, dass der glanz verloren ging und eine Trübung stattgefunden hat. Bei genauerem Hinsehen erkennt man einen ersten “Zerfall” bei der mittleren Probe.

Nach 2 Wochen erkennt man optisch bereits größere Abbauspuren, vor allem bei der mittleren Probe von “Ja! natürlich” und “Natur aktiv”.

Nach der 3. Woche sieht man, dass die Würmer und Mikroorganismen bereits großes geleistet haben. Die “Ja! Natürlich”-Probe in der Mitte und die “Natur aktiv”-Probe rechts sind bereits zum größten Teil abgebaut. Die “Natur pur”-Probe von Spar wies jetzt ebenfalls Abbauspuren auf, die vor allem am oberen und unteren Rand zu sehen sind.

Nach 4 Wochen sind die Proben von “Ja! Natürlich” und “Natur aktiv” bereits verschwunden. Eine Woche später (nach fünf Wochen) sind die letzten Reste der “Natur pur”-Probe von Spar (am Bild oben zu sehen) ebenfalls vollkommen verschwunden. (Testzeitraum: 2018)

Vieles mehr ist möglich! Die Anzahl der biologisch abbaubaren Gegenstände wächst von Tag zu Tag. Von Zahnbürsten zu Kaffeekapseln, von Kondomen bis hin zu Flip-Flops – Alles als biologisch abbaubar beworben. Ständig testen wir neue Produkte in unseren Wurmkisten bezüglich der Abbaubarkeit und können es euch nur wärmstens empfehlen es uns gleich zu tun. :-)

Schildert uns eure Erfahrungen und schickt uns Produkte zum testen – Wir freuen uns darauf.

Pflanzenerden gibt es viele zu Kaufen – praktisch jeder Supermarkt hat sie in großen Plastiksäcken vor dem Geschäft. Hier verliert man schnell den Überblick, denn auch die Begriffe Blumenerde, Bio-Spezial-Dünger, torfreduziert usw. können verwirrend sein.

In diesem Beitrag erfährst du, worauf es bei der Wahl der Pflanzenerde ankommt, und welche Gründe für die Herstellung deiner eigenen Erde sprechen.

Plastik in der Kompostieranlage

Wusstest du, dass das Plastik aus der Biotonne, sich in deiner gekauften Blumenerde finden lässt? Leider kennen wir alle die Situation, du bringst deinen Biomüll zur Biotonne und entdeckst, dass deine Nachbar*innen zuvor ein „normales“ Plastiksackerl voll mit Küchenabfällen reingeworfen haben. Der Faulheit halber mit dem Sackerl. Was passiert damit auf der Kompostanlage? Im besten Fall wird es aussortiert. In den meisten Fällen allerdings (wegen dem erhöhten Aufwand) wird es gehäckselt und mischt sich unter die fertige Erde. Das kann soweit gehen, dass es nicht mehr sichtbar ist. Ohne zu wissen, schleppst du dir dadurch jede Gartensaison Plastik mit verschiedensten Additiven (BPA) in den Garten. Eine Regulierung oder einen Grenzwert gibt es hier leider nicht. Nach dem Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“

Nährstoffe & Mikroorganismen zählen

Neben Stickstoff, dem wichtigsten Nährstoff für die Pflanze, gibt es weitere Makro- und Mikronährstoffe. Die Pflanze braucht die Makronährstoffe in größeren Mengen und die Mikronährstoffe nur in kleinen Dosen – manche ausschließlich in bestimmten Wachstumsphasen.

Aber es sind nicht nur die Nährstoffe, die zählen. Mindestens genauso wichtig: Die vorhanden Mikroorganismen.Diese sind verantwortlich für die Speicherung von Nährstoffen (Lebendverbau) und den Transport der Nährstoffe zur Pflanze. Und auch für die Kommunikation der Pflanze sind Mikroorganismen im Einsatz: Die Pflanze sendet Botenstoffe aus und teilt so mit, dass sie beispielsweise Phosphor braucht – die Mikroorganismen in der Erde machen sich auf die Suche und transportieren diesen zu Wurzel – im Austausch erhält das Bakterium Zucker, sozusagen als Aufwandsentschädigung.

Leider ist es so, dass in vielen gekauften Erden sehr wenige und einseitige Mikroorganismen zu finden sind. Grund dafür ist die lange Lagerung (bis zu mehreren Jahren) auf betonierten Lagerplätzen, die Sonne, Schnee und Regen ausgesetzt sind. Zudem ist diese Erde meist in Plastiksäcke verpackt, wodurch kein Luftaustausch mehr stattfinden kann. Bakterien brauchen jedoch Sauerstoff.

Somit ist klar: Damit die Pflanze gedeihen kann, braucht sie nicht nur Nährstoffe, sondern auch eine Vielfalt an Mikroorganismen.

Kompostqualität

Wie kann ein 40 Liter Sack Pflanzerde im Baumarkt weniger als 2€ kosten? Die Herstellungskosten müssen unter 0,5€ liegen, da Transport, Handel, Werbung und Steuern den Großteil verschlingen. In der Praxis ist es so, dass die Kompostqualität sehr stark variieren kann. Auch unter hochwertigen Erden kann es vorkommen, dass die Herstellung von Kompost aus Biomüll zu schnell, zu langsam, zu nass oder zu heiß verlaufen ist und somit chemische Verbindungen (Wasserstoffverbindungen) entstehen können, die eher zu vermeiden sind. 2018 haben wir einen Versuch zum Pflanzenwachstum durchgeführt. Neben unseren Wurmkompost kamen auch (scheinbar) hochwertige Erden vom Supermarkt zum Einsatz und auch hier zeigte sich, dass eine den Test nicht schaffte. Je günstiger die Erde ist, desto höher die Chance, dass die Qualität nicht passt.

Ausgangsmaterial für Kompost

Es gibt verschiedene Methoden, um Kompost herzustellen. Die meist bekannten sind der Biomüll aus der Biotonne, Rasenschnitt und Strauchschnitt. Dazu noch die weniger bekannten wie Torf und Klärschlamm. Torf ist nicht sehr ökologisch, da er kein nachwachsender Rohstoff ist und Klärschlamm beinhaltet Hormone, Chemikalien und Schwermetalle.

Kompost aus den ersten drei genannten Quellen ist unproblematisch. Aber wie kann ich sicher gehen, dass keine Schwermetalle von Klärschlamm in meine Erde kommen oder Torf verwendet wird? Klärschlamm darf nicht in Pflanzenerden, die für Gemüse und Obst beworben werden, enthalten sein. Der Grund dafür ist, dass die Schwermetalle in die Pflanze wandern können und toxisch auf den menschlichen Organismus wirken. Deshalb wird Klärschlamm primär für Blumenerden verwendet. Diese sind auch gleich 1-2 Euro günstiger und leider greifen viele Leute nach der Blumenerde und verwenden sie für’s Gemüse. Und auch wenn die Blumenerde tatsächlich für die Blumen zum Einsatz kommt – was geschieht damit nach der Saison? Meistens wird sie auf den Komposthaufen geschüttet. So bringst du dann diese Problemstoffe in den eigenen Nährstoffkreislauf.

Darum solltest du deine Erde in der Wurmkiste oder im WormBag am besten selbst herstellen:

  1. Du weißt, was du hineingeworfen hast. Kein Mikroplastik, keine Schwermetalle oder andere Stoffe die du sonst auch nicht essen würdest.
  2. Der Humus wird zu dem Zeitpunkt geerntet, wann er gebraucht wird und ist somit absolut frisch.
  3. Auf und im Kompostwurm leben eine Vielzahl an Mikroorganismen, die sich natürlich auch in der Erde ansiedeln und wichtig für die Pflanzen sind – Wurmhumus ist belebte Erde, die gesunde Pflanzen hervorbringt.
  4. Langfristig gesehen, ist eine Wurmkiste günstiger, als jährlich qualitativ hochwertige Erde zu kaufen. Wer diesen Blogbeitrag gelesen hat, wird wahrscheinlich ab nun nicht mehr zur € 2.-  Erde greifen.
  5. Es entsteht kein Plastikmüll, da die Verpackung wegfällt.
  6. Eigene Erde ist nachhaltig ökologischer, da die Transportwege eingespart werden.

Wer keine Wurmkiste zuhause aufstellen möchte, kann sich auch den fertigen Wurmhumus bei uns im Shop bestellen.

Die beste Pflanzenerde ist selbstgemacht

Weiterführende Links

Plastik im Biomüll

Kompostverordnung 

Täglich wird es wärmer, die Vögel lauter und die Lust auf Natur in den eigenen vier Wänden wächst. Geht es dir auch so? Frühlingssehnsucht? Die Wurmkiste ist der ideale Begleiter für den Frühling. Hier haben wir drei Tipps für dich, wie du in deinem Zuhause die volle Frühlings-Ladung abbekommst.

1: Lass frische Luft rein

Frühstücke am Balkon oder mit weit geöffnetem Fenster, verpasse es nicht, die erste Frühjahrsluft zu schnuppern! Das belebt gerade morgens so richtig. Die frische Luft versorgt deinen Körper mit Sauerstoff und du fühlst sich im Allgemeinen wohler.

Mach es dir gemütlich! Du brauchst dazu gar keine fancy Möbel. Wurmkisten-Mama Tina genießt die ersten Sonnenstrahlen auf ihrem DIY-Palettensofa und nutzt die Wurmkiste auf dem Balkon als Frühstückstisch.

2: Ziehe deine eigenen Pflanzen

Gibt es etwas frühlingshafteres als sprießende Pflanzen? Ob du nun von deiner Lieblingspflanze einen Ableger machst, einen Avocadokern sprießen lässt oder Kräuter ziehst, dir wird riesige Freude geschenkt, wenn deine Sprösslinge Tag für Tag ein Stück größer werden. Mit Wurmtee & Wurmhumus aus deiner Wurmkiste fühlen sich die Kleinen besonders wohl. Wir haben für dich den Vergleich gemacht: Schau ihn dir an, wie er wächst, der Basilikum. Die beste Pflanzenerde ist halt selbstgemacht. Mehr dazu hier. Da man beim Start einer Wurmkiste das eigene schwarze Gold (Wurmhumus) erst nach ca. 6 Monaten erwarten kann, gibt es jetzt mit dem Gutscheincode „Schwarzesgold21“ für die ersten 100 Wurmkistenbestellung* 5l BIO Wurmhumus gratis dazu. So gelingt dir das Pflanzen ziehen von Anfang an. Unabhängig von der Aktion findest du den wertvollen Wurmhumus immer bei uns im Shop.

 

 

3: Trau dich, mach dich schmutzig!

Unser finaler Tipp: Erde auf den Händen ist nicht nur für deine Haut gut, es steigert auch deine Zufriedenheit und Verbundenheit mit der Natur. Zahlreiche Studien belegen, dass Gärtner:innen die Glücklichsten im Job und Hobbygärtner:innen zufriedenere Menschen sind. Also ab in die Erde mit den Händen! Wir halten es mit dieser alten Regel: Ein bisserl Dreck hin und wieder, stärkt das Immunsystem. Natürlich nur bio. Das Arbeiten mit der Wurmkiste ist für Geist und Seele gut, denn es wird nicht nur Biomüll sinnvoll genützt, sondern es ist auch eine Beschäftigung bei der du dem natürlichen Kompost-Kreislauf einen Platz in deinem Zuhause gibst und so die Natur zu dir einlädst.

Fazit: Auf unserer Frühlings-ToDo Liste steht: Sonne genießen und mit der Wurmkiste die Natur feiern. Seid ihr dabei?