DIE Wurmkiste am Rücksitz, die Familienwurmkiste im Kofferraum, Kübelchen mit Würmern am Schoß … anschnallen … und auf ging’s zu den ersten Österreichischen Konsumdialogen ins schöne Hallein.

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Wurmkiste.at war eingeladen, bei den ersten Österreichischen Konsumdialogen 11. bis 13. Mai 2022 teilzunehmen. David und Judith fuhren mit viel Neugierde mit dem vollgepackten E-Auto Richtung Salzburg ins sonnige Hallein. Die Veranstalter machten es spannend. Ein neues Veranstaltungsformat sollte ausprobiert werden. Mit viel Dialog auf Augenhöhe. Alle gemeinsam auf der riesigen Bühne. Ohne Stage-Publikum-Gefälle. Menschen mit viel Macht einerseits, wie z.B. Politiker*innen, sollten mit Menschen in Dialog treten die in unserem Alltag üblicherweise weniger Macht haben, wie die Produzent*innen unserer Lebensmittel und natürlich auch deren Konsument*innen. Expert*innen aus den unterschiedlichsten Bereichen von ökologischem Landbau bis Ökologie waren versammelt. Schüler*innen mischten sich immer wieder in die Gruppe und diskutierten mit.

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Es ging um Mut und Vernetzung. Um Vordenken und Anpacken. Nicht darum, die eine große Lösung für alle Probleme zu finden, sondern viele kleine Puzzle-Teile, die insgesamt das Bild der Veränderung ergeben.

Unsere Welt wird sich definitiv verändern. Sie hat es so oft in den letzten 200 Jahren getan, wie ein kultur-ökonomischer Exkurs zeigte. Woher kommt unser heutiges Bild von Natur und unser Selbstverständnis von kapitalistischer Wirtschaftsweise? Wie kann dieses Bild in Zukunft aussehen? Wir können beeinflussen, wohin die Reise geht und die zukünftigen Generationen werden bewerten, ob die aktuelle Zeit tatsächlich “the black years” waren, damals, als der Klimaschutz immer wieder beiseite geschoben wurde. Oder ob endlich mehr Umweltschutz, mehr Demokratie und neues Denken in der Wirtschaft Einzug hält.

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Wir konnten uns mit anderen Unternehmen vernetzen, die ebenfalls das Beste aus unseren Resten machen möchten und gegen unnötigen Müll ankämpfen: Wie hier am (optisch weniger ansprechenden, dafür umso bequemeren) Sofa mit Elke Oberhauser von BestOfTheRest und Theo Koch von TooGoodToGo.  Aber es gab auch mit Personen aus anderen Bereichen entwickelten sich spannende Dialoge, so unterhielt sich Wurmzüchter David mit Hannah Lichtenwagner von Rinderzucht Austria über die Wurmkiste. Wir konnten einen echten Anhänger für Rindertransporte besichtigen und mit dem Fahrer sprechen. Es herrschte ein offener Austausch, es wurde viel diskutiert und es trafen Personen und Meinungen respektvoll aufeinander, die einander ansonsten vielleicht eher aus dem Weg gehen würden. Es gab Burger mit Fleisch und veganen Leberkäse. Und unsere Würmer wurden überdurchschnittlich gut mit Apfelbutzn versorgt.

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Wir hatten dann auch noch unseren persönlichen Fan-Moment und es ist uns ein Distance-Selfie mit Frau Bundesministerin Leonore Gewessler gelungen. Es ist schön zu fühlen, dass wir auch in diesen Zeiten etwas bewirken können. Es ist schön zu wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen und was wir aus den “Resten” machen können. Es wäre möglich und wichtig, dass die Produzenten einen fairen Preis für Lebensmittel erhalten – wenn sie diese schon unter Einhaltung hoher Standards erzeugen – und sich auch alle gesunde Lebensmittel leisten können. Dass ein Kreislauf und ein Zusammengehörigkeitsgefühl möglich ist. Zwischen Lebensmittelherstellung und deren Konsum. Und irgendwo dazwischen hat die Wurmkiste mittlerweile mit einiger Bekanntheit ihren guten Platz gefunden.

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